Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Meine Nacht im Orient-Express“ von Chandrika Wolkenstein


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Liebe Chandrika, der Orientexpress ist sagenumwoben und hätte für mich auch den Reiz, mit ihm einmal zu fahren. Deine Worte hast du sicher in ehrwürdigen, weißen Handschuhen verfasst? (Lach) So sanft und geheimnisvoll, dass es Freude bereitet hat, es zu lesen.

LG Uwe

Chandrika Wolkenstein (08.09.2026):
Hallo Uwe, leider wurde der historische Orient-Express, bekannt für die Verbindung Paris-Istanbul 2009 endgültig eingestellt, sodass wir wohl auf dieses Erlebnis verzichten müssen. Mich ergreift am Orient-Express die Vorstellung, dass eine Reise einmal etwas war, dem man sich gewachsen zeigen wollte. Die Menschen machten sich zurecht, die Tische wurden gedeckt, selbst die kleinen Dinge schienen Aufmerksamkeit zu verdienen. In dieser Eleganz liegt für mich eine Wertschätzung des Daseins: als wäre die Zeit zu kostbar, um sie achtlos zu verbringen. Heute vermisse ich oft genau diese Sorgfalt. Vieles funktioniert, lässt sich ersetzen, beschleunigen, vereinfachen — und hinterlässt kaum eine Erinnerung. Vielleicht sehne ich mich nach einer Vergangenheit, die es so nur in meiner Vorstellung gibt. Aber meine Sehnsucht nach Schönheit, Haltung und einem weniger beiläufig gelebten Leben ist deshalb nicht weniger wirklich. Was die weißen Handschuhe anbelangt, würde ich - behandschuht - die Tasten nicht treffen ................................ Lieber Gruß Chandrika

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Liebe Chandrika,

ein von starken Bildern getragenes
Gedicht, das meine Fantasie hat
aufgefrischt.

***

Du hast mir eine Nacht im
ORIENT-EXPRESS
mit Diamantstaub
gemalt.

Mit der Ausstattung ist
auch keinesfalls geprahlt...
Alle Gesten, wohlüberlegt
und stilsicher gepflegt.

Wie ein veraltetes Theaterstück
nehme ich das Treiben in den Blick
und genieße das kleine Glück,
den mein Flirt mir bietet.

Zu Hause bin ich behütet,
und man vergütet
mir alle Wohltaten.
Da komme ich nie zu Schaden.

Einen Duft werde ich an mir tragen;
er wird mich nicht verraten,
denn er ist aus demselben Garten,
in dem die Träume warten.

Lass‘ mich genießen deinen Atem.
DIE NACHT,
sie kämmt für dich ihr Haar
und legt sich an dich
- SO NAH, SO NAH.

Liebe Sonntagsabendgrüße
- Renate



Chandrika Wolkenstein (07.09.2026):
Liebe Renate, danke für deine netten und phantasievollen Zeilen. Mein Gedicht hat bei dir offenbar eine ganz eigene Geschichte angestoßen – interessant, wohin Bilder beim Lesen weiterwandern. Liebe Grüße Chandrika

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