Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Kann ich nicht oder will ich nicht?“ von Rolf Bormuth

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Harriebald (harriebaldaol.com) 24.11.2006

Mit so einer agressiven Depression kenne ich dich nicht, Rolf. Bitte hole mal tief Luft. Hast gerade dein Leben wieder und nun schon voller Stress. Denke nach, bitte, Hartmut

 

Antwort von Rolf Bormuth (24.11.2006)

Lieber Hartmut, danke für Deine Ehrlichkeit. Werden doch viele Werke hier nur kommentiert, wenn irgendetwas um sie herum Wohlgefallen auslößt. Werke, die bei Lesern Unbehagen anrichten bleiben dagegen meist im luftleeren Raume liegen. Das ist so sehr in Ordnung wie gleichermaßen schade, weil ein helfendes Feedback fehlt. Dieses Gedicht hat seinen Quell in den Erfahrungen einer guten Bekannten, der ich immer und immer wieder meine Hilfe anbot und ihr Konzepte entwickelte. Am Anfang geschah die oft unverlangt, später erbat sie immer wieder meinen Rat. Ich hätte fantastische Ideen, schwärmte sie. Doch es geschah nichts. Selbst die von ihr allerhöchst gelobten Ideen versanken in tiefen Schluchten mit Begründungen, ähnlich dem Gedicht. Jetzt habe ich mich damit abgefunden, ihr nicht helfen zu können und verarbeitete das für mich in diesem Gedicht. Herzliche Grüße, Rolf


kordula (kordula.halbritteroutlook.com) 22.11.2006

hallo rolf.. wie recht du doch hast, ich spreche da aus erfahrung.. die ausreden sind manigfaltig, aber das große jammern kommt irgendwann.. ich hoffe, es geht dir gut.
herzlichst kordi

 

Antwort von Rolf Bormuth (23.11.2006)

Vielleicht gibt es einfach Leute, liebe Kordi, die Jammern schick finden. Wenn ich beobachte mit welcher Inbrunst die Menschen in den Cafés, auf dem Marktplatz, im Vorgarten mit dem Nachbar - überall eben dem Hobby desMeckerns huldigen. Unsinn oder? Aber gut, es gibt ja auch Menschen, die wickeln verdorrtes Laub in Papier, stecken es in den Mund, stecken es an und finden es toll, wenn es qualmt. Ich glaube ich überlege nochmal, ob ich alles verstehen will. Oder kann? :-))) Herzliche Grüße vom auch mal ironisch sein könnenden Rolf


maza (MarijaGeisslert-online.de) 22.11.2006

Wie wahr doch deine Zeilen sind,aber ich denke ein Arbeitgeber kann es sich heute raussuchen wie er zu seinen Arbeitern ist,stehn ja genug Schlange.Ich hab jetzt selber 3 Jobs hingeschmissen weil ich sah wie man seine Mitarbeiter behandelt hat,wie den letzten Dreck,mir tut sowas sehr weh und ích kann es nicht ab wenn man so mit Menschen umgeht,ich habs einfach hingeschmissen mit der Begründung,ihre Mitarbeiter sind ihr Kapital,aber wer versteht das heute schon noch.Deine Zeilen find ich großartig,mal jemand der sich auch Gedanken macht,toll.Dir alles Liebe maria

 

Antwort von Rolf Bormuth (23.11.2006)

Ja, Du hast sehr Recht, liebe Maria, ein Arbeitgeber kann sich unter Heerscharen von Bewerbern immer wieder neue Mitarbeiter heraussuchen. Aber selbst ein Fischer, dessen Netz prallvoll mit Heringen ist, wird wenig Freude beim Essen verspüren, wenn er es nicht versteht, diese richtig zuzubereiten. Was nutzt es, wenn ich jeden Tag eine neue Kraft einstell, die aber vor Frust und Enttäuschung lauter Murks produziert, wenig motiviert ist, sich nicht weiterbildet, auch mal etwas mitgehen läßt und draußen schlecht über den Betrieb redet, dazu Fehler produziert und wenn der "große Kontrolleur" nicht dahinter steht, auch noch durch Langsamkeit glänzt. Da könnte man jeden Tag jemand neues einstellen und der Firma ginge es nicht besser. Darum finde ich: Bei kluger Behandlung haben beide etwas davon "Mitarbeiter ebenso wie Chef". Ich wünsche Dir, daß Dein Chef ein längeres Bad im Tümpel der Weisheit genommen hat. Herzliche Grüße, Rolf


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