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„Deine Wahrheit“ von Jens Schriwer

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christian mathes (coanamagmx.net) 04.03.2004

hallo jens, hab mich auch durch dein gedicht durchgekämpft. schwere kost. ja, das leben ist nicht einfach und trotz humor ziehen mich solche gedanken nach unten. es gibt nicht nur schwarz und weiß, gut und schlecht usw. was hältst du von einem gesunden mittelweg: den farbton deines graus bestimmst du selbst und mit einem lächeln und positiven geedanken gehst leichter. ich selbst habe für mich schwierige zeiten erlebt und eben die o.g.erfahrungen gemacht. freundlicher gruß vom christian (verfasser denken 1 + 2) ps: vielleicht gebst du mir feedback zu meinen gedanken?

 

Antwort von Jens Schriwer (18.03.2004)

Es gibt ja nicht nur diese düsteren Gedichte, die neueren sind lange nicht so schwarzmalerisch!

Werde mir deine Gedanken mal zu Gemüte führen!

Ciao,

Jens


Rita Bremm-Heffels (eMail unbekannt) 25.01.2003

Hi Jens du wolltest ja unbedingt einen Kommentar. Ich habe mich durch deine Texte "durchgegraust" ( nimm mir den Ausdruck nicht übel) aber er paßt. Ich habe nun schon einiges Düstere im Leben überwunden und vielleicht liegt's auch gerade daran, daß ich deine Texte kaum verstehe. Die meisten deiner Gedicht bewegen sich in der Schattenwelt, warum tauchst du so gerne darin ein? Es ist keine Kritik an deiner Art zu schreiben nur eine Frage. Gruß Rita

 

Antwort von Jens Schriwer (26.01.2003)

Solange \"durchgegraust\" nicht bedeutet, dass sie fürchterlich schlecht sind (stilistisch gesehen, oder sprachlich), nehme ich keine Kritik übel.
Allerdings gibt es keine \"Schattenwelt\", wie du sie nennst. Warum sollte ich mich in eine Welt flüchten, die noch schlechter ist als die, die es schon gibt?
Es stimmt zwar, dass in fast jedem Gedicht eine düstere Welt beschrieben wird, diese allerdings ist die Realität, wie ich sie erlebe! Die Gedichte sind ein Spiegel meiner Wahrnehmung der Welt.
Widersinnig ist dabei eigentlich, dass ich nahezu keine schlechten Erfahrungen gemacht habe (ich meine jetzt wirklich einschneidende Katastrophen und Ereignisse, die mein Leben bestimmt haben). Das nämlich ist in meinen Augen das Schlimmste was man erleben kann (schlimmer als alles andere, was auch immer passieren mag), gar nichts zu erleben, keine Erfahrungen zu machen, völlig neutral zu sein. Daher rührt meine negative Sicht von dieser Welt, das eizige, was ich noch tue ist beobachten. Die Geschichte und die Gegenwart aber zeigen mir ein Bild von der Menschheit, das schlechter nicht sein könnte. Obwohl ich weiß, und zumindest das selbst erfahren habe, sind die Menschen an sich keineswegs schlecht, im Gegenteil! Die Menschheit aber und die Gesellschaft scheinen mir so grotesk, so offensichtlich unlogisch und lebensfeindlich, dass ich mich frage, warum ein an sich guter und freier Mensch (davon gehe ich aus), sich freiwillig an dieser zerstörerischen Maschinerie beteiligt.
Für mich gilt nicht die Frage, ob man leben soll, um zu arbeiten, oder arbeiten soll, um zu leben (arbeiten ist hier gleich zu sehen mit der Beteiligung an der Zerstörung und Selbstzerstörung des Menschen). Für mich ist dies eine Entscheidungsfrage: Arbeiten oder leben?
Das ist es, worum es eigentlich geht. Bleibe ich ich selbst, derjenige, der diese Gedichte schreibt, der seine Phantasie noch besitzt, der träumt und lebt; oder werde ich zu einem von Millionen von gleichen Arbeitnehmern, deren einzige Sorge das Geld ist und ob sie im nächsten Monat noch über die Runden kommen, die keine Zeit mehr für Phantasie und für Träume haben (die höchstens alle den Traum vom eigenen Haus haben), die anonym sind, gesichtslos und uniform?
Das ist es worum es letztendlich geht, wenn ich all dem was ich geschrieben habe und all meinen Gedanken bis zum Ende folge! Lebe oder werde Teil des \'Lebens\'!


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