Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„BURKA“ von Christiane Mielck-Retzdorff

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rainer (rainer.tiemann1gmx.de) 11.04.2016

Liebe Christiane, rein zufällig - oder Gott sei Dank - lese ich deine ausgesprochen sensitiv geschriebene KG, die mir grundsätzlich sehr gefällt. Doch als jemand, der ein wenig beruflich in der Welt herum gekommen ist, denke ich, dass man sich den Gepflogenheiten der Kultur, in der man lebt, auch anpasst. Unsere Frauen - wenn sie beispielsweise in den Iran kommen - müssen zumindest ihre Haare teils bedeckt halten. Daher sehe ich es für den mitteleuropäischen Kulturkreis auch anders. Nicht jede Frau, die eine Burka trägt, muss so gebaut sein wie deine Protagonistin. Sei herzlich von mir gegrüßt. RT

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (12.04.2016)

Natürlich hast Du Recht, lieber Rainer, dass das Tragen einer Burka im Regelfall nichts mit der Figur einer Frau zu tun hat sondern eher Ausdruck ihrer Religion ist. Mit meiner Geschichte wolle ich dem Schreckgespenst Burka ein wenig seiner Brisanz nehmen. Danke für deinen interessanten Kommentar und herzliche Grüße von Christiane


LisaM (moserlisahotmail.de) 27.02.2011

Liebe Christiane!
Mir hat deine Kurzgeschichte sehr gut
gefallen! Wenn ich ehrlich bin, verstehe
ich diese Frau! An manchen Tagen, an
denen ich mich hässlich fühle, würde ich
mir am liebsten auch einen Schleier
umbinden^^
Ich habe auch nichts gegen Frauen, die
Burkas tragen. Und angst machen sie mir
auch nicht. Ich finde, man sollte
tolerant gegenüber deren Kultur sein...
Und um es noch einmal zu erwähnen: dein
Text ist Klasse!
Ganz liebe Grüße,
Lisa

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (27.02.2011)

Liebe Lisa, ich freue mich ganz besonders, dass Dir dieser Text gefällt, da er ja mit der Burka ein sehr sensibles Thema aufgreift. Und Du hast ihn vor allem richtig verstanden. Danke für deinen Kommentar. Liebe Grüße von Christiane


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norbert wittke (norbertwittkelyrikhotmail.com) 26.05.2010

Liebe Christiane, so kann Frau die Burka zum eigenen Vorteil anwenden. Aber es könnte sich ja auch ein Mann darunter verstecken. Insgesamt bin ich selber keine Befürworter. Liebe Grüße Norbert

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (26.05.2010)

Lieber Norbert, wenn Du in der Sahara wohnen würdest, wo so mancher Wüstensturm wütet, würdest Du das Tragen eines Burka ähnliches Gewandes vielleicht doch in Erwägung ziehen ;) Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße Christiane


Elke Parker (parkerelkeaol.com) 25.05.2010

Hallo Christiane. Die Geschichte war so fesselnd erzählt, dass ich sie weiterlesen musste. Dennoch: Unnatürliche,überdimensionale Verhüllungen jeglicher Art wirken auf mich einfach nur bedrohlich und befremdlich. Sie rufen in mir ein Gefühl der Beklommenheit hervor. Nicht jede Frau hat Modelmaße, oder schaut aus wie die junge Liz Tayor. Aber ich denke auch nicht, dass die Männer das von uns verlangen, oder NUR DAS als Voraussetzung für ein Zusammenleben als wichtigstes, oder gar einziges Kriterium ansetzen. Schön ist nicht schön, gefallen macht schön. Wenn ich nun aber ständig mit mir selbst hadere, mich nicht akzeptiere und annehme, wie ICH bin und wie ICH aussehe, dann kann ich das wohl auch kaum von meinen Mitmenschen verlangen. Also, Sack über den Kopf, oder in dem Fall halt - “Burka“.
Ich fand die Geschichte wirklich außerordentich gut geschrieben, kann mich aber leider mit dem inhaltlichen Kern überhaupt nicht identifizieren. Übrigens... ich selbst habe seit fast 50 Jahren eine krumme Nase, proportional zu meiner Körpergröße zu kleine Hände und auch Füße, und mittlerweile wohl auch einige Pfündchen zu viel. Na und? sag ich da nur. Muss mich ja nicht jeder lieben. Die, die es tun, meinen es ehrlich, und das ist sehr schön und beruhigend zu wissen.
Liebe Grüße
Elke

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (26.05.2010)

Liebe Elke, ich danke Dir recht herzlich für deine lobenden Worte und freue mich sehr darüber, dass Du die Geschichte spannend und gut erzählt findest. Ich habe ganz bewußt einen Teenager für die Handlung gewählt, weil diese oft noch viel abhängiger sind, von der Aufmerksamkeit und Anerkennung durch junge Männer. Eine erwachsene Frau hätte wohl einen anderen Weg gewählt. Junge Mädchen müssen ihr Selbstbewußtsein ja erst entwickeln und machen es oft abhängig, von der Reaktion ihrer Umwelt. Zum einen wollte mit meiner Geschichte den Schönheitswahn der heutigen Zeit kritisieren, mit dem auch eine vermehrte Oberflächlichkeit einhergeht und zum anderen, wollte ich der Burka ihren Schrecken nehmen. In der Öffentlichkeit wird ein Gewand zu einem Schreckgespenst hochstilisiert und das finde ich etwas übertrieben. Abgesehen davon, dass sie in arabischen Wüstenstaaten durchaus einen praktischen Nutzen hat. Schön, dass Du meine Geschichte gelesen hast. Liebe Grüße sendet Christiane


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Margit Farwig (farwigmweb.de) 25.05.2010

Liebe Christiane,

wenn eine Frau das Selbstbewusstsein nicht hat oder es ihr genommen wurde durch Lästereien, kann ich nachfühlen, dass sie sich nun wohl fühlt. Obwohl sie ein Pfund zum Wuchern besitzt, ihre schönen Augen. Sie müssten eigentlich reichen.
Auf einem Klassentreffen habe ich vor Jahren zum Thema Kopftuch gemeint, wenn sie ihre Tücher tragen wollen, warum nicht, dann sehen unsere Männer nicht auch noch dort hin. Es wurde ein kräftiger Lacher. Humor ist eben immer noch besser als Verdammen.
Die Geschichte ist sehr gut geschrieben!

Liebe Grüße von Margit

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (26.05.2010)

Ich danke Dir, liebe Margit, Du hast den Kern der Geschichte klar erkannt. Natürlich lebt die Geschichte auch von der Übertreibung, aber die Minimalbekleidung einiger junger Mädchen im Sommer empfinde ich ebenfalls manchmal als Übertreibung, um es mal vorsichtig auszudrücken. Liebe Grüße sendet Christiane


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hansl (eMail-Adresse privat) 25.05.2010

Liebe Christiane,

sollte es in einer Welt der Monstertitten-Piercing-Nails-Scheinschönheiten nicht andere Möglichkeiten geben, einen jungen Menschen selbstbewußt zu sich und seinem Körper werden zu lassen?...diese Frage stellt sich mir nach deinem gut dargebrachten Text... und ich denke , dass sie mit Absicht gestellt hast, damit wir alle an einer Antwort daruf arbeiten... :-)

Liebe Grüße
Faro

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (26.05.2010)

Richtig, lieber Faro, denn das mit der Burka ist natürlich eine Übertreibung. Allerdings freue ich mich, wenn die Menschen dieses im Westen verpönte Kleidungsstück Burka mal von einer anderen Seite aus getrachten. Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße Christiane


Heinz (Heinz-Walter_Hoettergmx.de) 24.05.2010

Liebe Christiane,

die natürliche Schönheit einer Frau ist nicht in der Kleidung, die sie trägt, die Figur, die sie von Natur aus mitbekommen hat oder die Art und Weise, wie sie ihre Haare zur Schau stellt. Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen gesehen werden, denn das ist die Tür zu ihrem Herzen. Die Augen sind der Spiegel der Seele eines Menschen, ganz gleich ob Kind, Mann oder Frau, ob jung oder alt.

Andererseits ist äußere Schönheit auch ein Ausdruck lebendiger innerer Schönheit. Das Schönheit ganz allgemein von innen kommt, wie man von alters her der Ansicht ist, das ist allerdings nur bedingt wahr. Sie, die Schönheit, ist vielmehr ein harmonisches Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Fest steht, was richtig leben und gedeihen will, braucht Licht. Was sich verdeckt (oder verdeckt wird), siecht früher oder später dahin, degeneriert und verkümmert alsbald. In der Natur kann sich Schönheit nur selten in der Dunkelheit entwickeln.

Wir alle sind unwiderstehlich zum Schönen und der Schönheit hingezogen. Begegnungen mit der Schönheit lassen uns aufblühen und sind von unschätzbarem Wert für jede menschliche Gesellschaft. Schönheit ist kein Gefühl, keine Emotion, sondern ruft in uns Menschen Gefühle und Emotionen wach. Die großen Kulleraugen eines Babys beispielsweise sind überwältigend schön und faszinierend. Sie lösen bei allen natürlich gebliebenen Menschen schon fast automatisch Hilfsbereitschaft und Fürsorge aus. Auch sind wir Menschen immer wieder von der atemberaubenden Schönheit der Natur insgesamt hingerissen. Ich denke da auch an die hypnotische Wirkung der Meereswellen oder das grenzenlose Staunen angesichts der unendlichen Weite des Universums. Wenn es einen Schöpfer gibt, jedenfalls so wie ich ihn sehe, dann hat er seine Werke vor uns nicht versteckt. Er war offen und ehrlich zu uns Die Religionen sind da in vieler Hinsicht pervertiert. Sie verneinen die grandiose Vielfalt des Lebens auf diesem Planeten. Sie wollen in Wirklichkeit das Göttliche im Menschen abtöten. Religionen sind bösartige Machtwerkzeuge gegen die Natürlichkeit Gottes. Was sich in der Dunkelheit verbergen muss oder darin verbirgt, ist in der Regel hässlich oder bringt hässliches aus sich hervor (z. B. Angst und Unsicherheit). Licht ist Offenheit und Weite, Wahrheit und Schönheit zugleich. In diesem Licht entfaltet sich unser Denken und Fühlen, es führt uns in einen Zustand erhöhter Sensibilität für sämtliche Empfindungen um uns herum. Es schafft Mitgefühl und Aufrichtigkeit. Alles Verdeckte dagegen schafft nur Misstrauen und Zweifel, Unsicherheit und Angst, weil es Zustände der Dunkelheit, des Verborgenen in sich trägt. Dafür ist der Mensch allerdings seiner Bestimmung nach nicht geschaffen. Vor Gott sind wir alle nackt, auch wenn wir uns auf Erden noch so viele verschiedene Verkleidungen anlegen.

MfG

Heinz

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Nochmals vielen Dank, lieber Heinz-Walter, für diesen ausführlichen Kommentar. Meine Bemerkungen dazu erhältst Du per Mail. Herzlich grüßt Christiane


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Paule (paul-uhlweb.de) 23.05.2010

...auf diese Weise hat die Burka ja auch Vorteile!° Ich gehe aber nicht davon aus, dass alle Burka-Trägerinnen hässlich sind - oder?
Frohe Feiertage
wünscht Dir der Paul

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Diese Frage bleibt eben offen, lieber Paul ;) Ich freue mich, dass Du die Geschichte gelesen hast. Herzlich grüßt Christiane


Denkfix (allrightcomfreenet.de) 23.05.2010

Mutig, mutig, deine Sichtweise in Anbetracht des Verbots in Frankreich.

So hat eben jeder Fakt mehrere Effekte, je nachdem, aus welcher Perspektive man die Sache sieht.

Übrigens gut geschrieben.

Jürgen

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Das ist es, lieber Jürgen, es kommt eben wie bei vielem im Leben auf die Perspektive an. Und was das Verbot in Frankreich angeht, weiß ich nicht, was das Mutterland der Revolution und Freiheit sich dabei gedacht hat. Es ist schon bedenklich, wenn einen Kleidungsstücke ängstigen. Danke für's Lesen und das Kompliment. Alles Liebe wünscht Christiane


cwoln (chr-wot-online.de) 23.05.2010

Liebe Christiane,
du hast der BURKA etwas Geheimnisvolles verliehen, bei der MANN seine Phantasie spielen lassen kann.
Sehr gekonnt hast du in der KG auch die Vorteile einer Burka beschrieben.
Herzliche Pfingstgrüße von Chris

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Richtig, liebe Chris, denn die Burka negiert sehr krass den Schönheitswahn der westlichen Welt, kann Männer träumen lassen und macht Frauen einheitlich schön und alterslos. Liebe Grüße in den Pfingstmontag von Christiane


PapaWien (fritzlendersfreenet.de) 23.05.2010

... Christiane, ich mag Deinen
Schreibstil. Er ist lebendig und spielt
mit der Fantasie. Aber diesmal muß ich
Dir entgegentreten. Die Burka ist ebenso
ein Versteck, wie auch eine
Diskriminierung. Kein Mensch sollte es
nötig haben, sich verbergen zu müssen.
Aber wenn es der Frau zum Wohlbefinden
verhilft, kann ich sie akzeptieren.
Liebe Grüße aus Wien...

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Ich freue mich, dass Dir mein Schreibstil gefällt und dass Du die Geschichte gelesen hast. Und was die Burka angeht, finde ich das zwar freiwillige, aber irgendwie doch durch die Mode diktierte, öffentliche zur Schau stellen des halb nackten Körpers für Frauen noch diskriminierender als die Verhüllung, vorausgesetzt letztere geschieht aus ungezwungener Überzeugung. Außerdem sollte jede Frau das Recht haben, sich zu kleiden, wie sie es wünscht. Aus ihrer Kleidung Rückschlüsse auf ihr Leben zu ziehen, könnte einige Frauen in den Verdacht bringen, Prostituierte zu sein :)) Herzlich grüßt Christiane


Elingo (elingogmx.de) 23.05.2010

Liebe Christiane,
mir gefällt Deine Story sehr. Die Frauen werden aber immer schaffen, die Männer zu reizen. Es sei denn, man würde ihnen auch noch das Gehen, oder das Existieren verbieten. Jede hat etwas besonderes. Und jede findet einen Mann, den sie damit ins dauerhafte Unglück stürzen kann. ;-)))

Es gibt, wie ich hörte, auch Frauen die es mögen, an einer Hundeleine herumgeführt zu werden. Die meisten möchten das aber wohl nicht. Eine Frau, die von ihrem Mann dazu gezwungen würde, würde wohl kaum in seinem Beisein zugeben, dass sie das nicht will. Also ist es besser, das generell zu verbieten. Und die wenigen, die das vermissen würden, können es ja in ihren eigenen vier Wänden immer noch tun.
;-)

Unverhüllte Grüße aus Essen
Ingo

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Lieber Ingo, vielen Dank für deinen differenzierten Kommentar. Da es sich bei der Burka nur um ein Kleidungsstück handelt, möchte ich anmerken, dass wir in Europa mit den unterschiedlichsten Maskierungen auf der Straße gerade von jungen Leuten konfrontiert werden. So begegnet religiöser Zwang dem Gruppenzwang. Verbote engen immer nur die Freiheit ein und das kann nur akzeptiert werden, wenn es die Gesellschaft schützt. Vielleicht würde vorgeschriebene Einheitskleidung für alle wenigstens den Schönheitswahn in seine Grenzen lenken ;) Herzliche Grüße von Christiane


Bert.B (eMail-Adresse privat) 23.05.2010

Ein sehr guter Beitrag, gerade zu dieser Zeit. Aber eine Burka kann ein gesundes Selbstbewustsein nicht ersetzen. Ausserdem braucht eine große Seele manchmal auch einen großen Körper um vollends Platz zu finden.
Gruß
Bert

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (24.05.2010)

Das hast du wunderschön formuliert, lieber Bert. Doch nun bleibt die Frage, ob sich eine gesunde Seele besser in einem verhüllten Körper oder in einem mit modischer Kleidung entfalten kann. Herzlich grüßt Christiane


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