Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„Angst“ von Ute Abele


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...ich will nicht viel sagen. Irgendwie
hat sich während des lesen`s eine winzige
Träne auf den Weg nach unten gemacht. Und
irgenwie wundere ich mich gar nicht..
überhaupt nicht.. Kein bischen...
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Liebe Ute,
deine mit großem Schmerz erfüllte Geschichte beweist, dass das heikle Thema Psychiatrie für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, vor allem aber mit viel zu viel Scham behaftet ist.
Stellt man sich einem seelischen Leiden nicht früh genug, kann es schnell mal zu spät sein. Diesbezüglich spreche ich aus eigener Erfahrung.
LG. Michael
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Liebe Ute,
eine Geschichte, die mich sehr nachdenklich macht. - Einsperren und Aussperren. - Mein Berufslebensweg hat auch viel damit zu tun. - Ich bin Sozialarbeiter... - Hartz IV wurde einmal als "offener Strafvollzug" beschrieben... Im Wechsel zwischen "Maßnahmen","Ein-Eurojobs", Arbeit, Arbeitslosigkeit pendele ich nun seit etlichen Jahren zwischen den Fronten hin und her... - Und das Zermürbende und die Angst wird nicht geringer. - "Aufseherfunktionen" durfte ich dabei auch übernehmen... - Ich kann die Reaktion Deines Onkels nachvollziehen...
Herzlichst Frank


Ute Abele (02.02.2011):
Lieber Frank, das ist ein schlimmes Thema, das mich auch immer wieder sehr berührt. "Offener Strafvollzug", diese Bezeichnung für Hartz IV habe ich noch nicht gehört, aber sie trifft es ja traurigerweise doch recht gut. Hast Du zufällig mein Gedicht "Die Mitte des Kreuzes" gesehen? Es war mein erstes oder zweites hier und es geht genau darum. Ich trage diesen Mann, um den es da geht, seitdem ich von ihm erfahren habe, im Herzen und es tröstet mich nur, dass er jetzt an keinem schlechteren Ort sein kann. Danke für Deine Zeilen, für den kleinen Einblick, den Du gewährst. Liebe Grüße, Ute

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Liebe Ute,
das ist eine sehr traurige Geschichte. Wie tief die Angst von Onkel Paul saß, sollte und wollte wohl keiner erkennen. Ich vermute aber die Ursache eher in seiner Kindheit als in seinem Beruf. Aber das hilft nun auch nichts mehr.
Herzlich grüßt
Christiane

Ute Abele (28.12.2010):
Liebe Christiane, das denke ich auch; sicherlich war das eine ganz alte Angst, und sein Beruf hat sie einfach widergespiegelt bzw. verstärkt. Leider weiß ich nichts weiter darüber, wahrscheinlich weiß über die wahren Ursachen auch seine Frau nichts. Man ist einfach hilflos... Liebe Grüße, Ute

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Lebendig geschriebene, sehr traurige Geschichte. Der Sprung in die Freiheit als letzter Ausweg. Wenn man das oft wüsste, würde man selber die Sprache darauf bringen, den Betroffenen zum Reden ermuntern, ja wenn... wenn man so sein dürfte, wie man sein möchte... Lieben Nachtgruß von christa

Ute Abele (28.12.2010):
Liebe Christa, danke für Deine Zeilen. Seine Frau hat immer wieder versucht, es vorsichtig anzusprechen, ihm Mut zu machen... Aber manchmal kann man eben nichts tun. So war das sein Weg, den wir respektieren, auch wenn er uns unendlich traurig macht. Er war so ein liebenswerter, herzlicher Mensch... Lieben Grüße, Ute

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