Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„"Generationen" (zum Abschied von Joachim Gauck)“ von Patrick Rabe


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Sehr geehrter Herr Patrick Rabe!

Ihrem obigen Beitrag kann ich nur zustimmen. Deshalb werde ich ihn auch nicht kommentieren, sondern noch erweitern.

Nun, menschliche Kulturen und Zivilisationen kommen und gehen. Die Frage ist nur: Wie
lange geht das noch gut?

Die meisten Kulturen und Zivilisationen standen irgendwann immer vor natürlichen Grenzen. Entweder gab es Hungersnöte durch Dürren (siehe Mayas, Inkas), Naturkatastrophen, politische Umwälzungen (Kriege usw.) oder sonstige gravierende Ereignisse, die nicht selten zum Kollaps historischer Hochkulturen führten (siehe z. B. Römer).

Grundsätzlich ist der Zusammenbruch jeder Kultur bzw. jeder Zivilisation eigentlich unausweichlich, heute mehr denn je. Die Gründe dafür liegen deutlich auf der Hand, weil die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Dimensionen angenommen hat, die zwangsläufig in einer Katastrophe enden müssen. Hinzu kommen noch Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Klimaveränderung, Süßwasserknappheit, Verknappung der Düngemittel in der Landwirtschaft, das Ende des Ölzeitalters u. v. a. m. .

Die modernen zivilisatorischen System-Dynamiken (Wirtschaft, Technik, Industrie usw.) können nur schlecht aufgehalten werden. Eine Veränderung hat zur Folge, dass es zu erheblichen gesellschaftspolitischen und auch schlimmen wirtschaftlichen Verwerfungen kommen muss. Die Überlastung unserer Ökosysteme ist allerorten zu beobachten, trotz hören die Menschen nicht auf, diese weiter brutal auszubeuten. Die Aufspaltung der Menschheit in reichte Eliten und den armen Rest schreitet übrigens auch immer weiter voran. Alles das sind Indizien für den kommenden Untergang. Der Untergang bezieht sich aber nicht auf den Untergang der Natur auf diesem Planeten, sondern stets auf menschliche Kulturen und Zivilsationen, mit all den daraus entstehenden, schrecklichen Konsequenzen (Massensterben durch Hunger, Krankheiten oder andere, lebensbedrohende Faktoren).

Ob sich die Weltbevölkerung (und deren Führer) für ein weltumspannendes, verträgliches Ökosystem einigen kann, das halte ich für fraglich. Ansätze gibt es hier und da, wie z. B. "das Venus Projekt" (kann man bei You Tube anschauen), jedoch müsste man damit "jetzt und sofort" beginnen.

Wenn man so durch unsere Supermärkte streift und dabei Emails auf dem Smartphone liest, vergisst man es leicht: Die Regenwälder sind abgeholzt, das Wasser vergiftet, die Meere leergefischt, die Böden ausgelaugt, die Ressourcen werden knapp, an der spanischen Küste baut man Zäune und Türme für Scharfschützen, um die verzweifelten Afrikaner daran zu hindern, Europa zu betreten. Wir leben längst in einer apokalyptischen Zeit. Als Teil der Elite sind wir aber womöglich ebenso blind gegenüber der nahenden Katastrophe, wie es die Römer und Maya vor uns waren.






Patrick Rabe (19.03.2017):
Danke, genau so ist es. Aus dem selben Grund befiel mich beim Anschauen der Steinmeier-Wahl und dem anschließenden Selbstbeweihräuchern und Bekunden, wie stabil doch unsere Demokratie sei, ein deutlicher Grusel. Ich dachte: Dies könnte ein Tanz auf der eigenen Beerdigung sein! Ich wünsche meinem Artikel und ihrem Kommentar viele Leser! Mit Dank, Patrick Rabe

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