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„Die Bibel - ein Lügenbuch? (Ein Essay)“ von Patrick Rabe

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Heinz (Heinz-Walter_Hoettergmx.de) 15.04.2017

@Patrick Rabe!

1. Jesus wollte keine Religionen

Alle Religionen in dieser Welt des Menschen sind eine Lüge. Sie verkünden nicht die Wahrheit und werden früher oder später zum Verschwinden gebracht. Vielleicht schon sehr bald.

Alle Religionen sind von Menschen gemacht und dienen einzig und allein den bösen Mächten. Sie, die Religionen, stehen im Gegensatz zur Schöpfung und dem Weg des Menschen, den der Geist der Schöpfung für uns Menschen bereitet hat.

Jesus wollte keine Religion, denn er sagte damals ganz eindeutig: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich."

(c)Heinz-Walter Hoetter

2. Die Lügen der monotheistischen Religionen


Die monotheistischen Religionen lehren keine Wahrheiten, weil sie das Wesen der Unendlichkeit nicht kennen können. Sie wissen nichts über das Unerforschliche, und wenn sie es dennoch zu wissen glauben, täuschen sie sich selbst und andere damit.

Denn wir Menschen wissen nichts über Gott, über das Leben nach dem Tode oder über die ferne Zukunft. Kein Mensch auf der Welt kann etwas darüber wissen. Trotzdem gibt es viele Gläubige, Priester und religiöse Führer, die behaupten, im Besitz der Wahrheit und des Wissens zu sein. Aber sie wissen nichts. Sie führen andere und sich selbst in die Irre.


Doch wer ihnen nicht glaubt, wird als „Ungläubiger“ abqualifiziert und mit der Strafe Gottes bedroht, von den Gläubigen ausgegrenzt, und, wie die Geschichte anschaulich lehrt, verfolgt, misshandelt und getötet. Diese sog. "monotheistischen Religionen aus dem Nahen Osten" sind gefährlich und Menschen verachtend.

Nein, nicht die Ungläubigen sind die Gefahr, sondern die Gläubigen. Ihre Intoleranz, ihr Fanatismus, ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Überheblichkeit, und vor allem: ihr Machtanspruch stellen eine Gefahr für den Frieden, die Sicherheit, den Fortschritt und das Wohlergehen der Menschheit dar.

Wenn ein neues Zeitalter des menschlichen Bewusstseins anbrechen soll, müssen diese gefährlichen Religionen aus dem Nahen Osten in ihre Schranken gewiesen werden.

Die Aufklärung und der Humanismus müssen an ihre Stelle treten.

Mit Recht weisen Wissenschaftler darauf hin, dass die Religionen nur der Vorwand sind, um handfeste materielle Konflikte mit einem ideologischen Überbau zu versehen. Aus ihrer Sicht gab es keine Kriege, die wirklich um der Religion willen geführt wurden. Es ging stets um Macht und materiellen Gewinn. Diese Sichtweise ist zum großen Teil zutreffend. Aber es ist genauso zutreffend, dass vor allem die monotheistischen Religionen dem Geist der Gemeinschaft aller Menschen und der Versöhnung entgegenstehen. Solange man sagt: „Vereinigung der Menschheit ? Da sind wir auch dafür. Aber selbstverständlich Vereinigung des der Menschheit unter dem grünen Banner des Propheten und Unterwerfung aller unter den Willen Allahs (oder Vereinigung unter dem Kreuz unseres Herren Jesus Christus)“, wird es keine friedliche Vereinigung aller Menschen geben.

Deshalb stehen die monotheistischen Religionen (eigentlich müsste es Sekten heißen) der Einheit der Menschheit im Wege.

(c)Heinz-Walter Hoetter

3. Religionskritik


"Warum sollen wir uns um Gott kümmern, wenn er sich nicht um uns kümmert?"

Steven Weinberg, Nobelpreisträger Physik



***



Schließen sich Vernunft und religiöser Glaube gegenseitig aus?



Liebe Leserin und lieber Leser,



wenn Gott (oder Allah – wie auch immer) uns etwas zu sagen hat (bzw. hätte), dann kann (oder könnte) er das sicher klar und eindeutig selber machen und muss (oder müsste) sich nicht der zweifelhaften Methode wie dem „Glauben“ oder ähnliches bedienen, der sonst von Betrügern ebenfalls für ihre dubiosen Zwecke benutzt wird.



Und in der Tat ist es so, das „Glaubenmachen“ die Haupttätigkeit von Schwindlern, Betrügern, Täuschern und ausgebufften Blendern ist. Man findet sie besonders in den drei monotheistischen Religionen, die alle ihren Ursprung im Nahen Osten haben. Ich bezeichne sie gerne als „Lügenreligionen“. Ihre Opfer gehen mittlerweile in die Millionen, die nicht selten grausam dahingeschlachtet wurden (was bis heute noch geschieht = siehe Glaubensterror durch den Islam).



Was für ein Gott / Allah soll das denn sein, der so handelt und Millionen und Abermillionen unschuldiger Menschen, die ja angeblich nach seinem Ebenbild erschaffen worden sind, einfach so abschlachten lässt?



Nun, wenn B ein fehlbarer Mensch ist, dann ist alles, was A dem B gesagt hat, und was B wiedergibt, ebenfalls fehlbar, selbst wenn A unfehlbar war. Zu glauben, etwas, was von Menschen ausgesprochen oder niedergeschrieben wurde, könne die unfehlbare Wahrheit sein, ist die Höhe der Arroganz.



Es ist die dreiste Selbsterhöhung von Menschen, die sich selbst an die Stelle Gottes setzen, und die sich oder andere für unfehlbar wie Gott selbst halten.



Jede sog. „Offenbarung“ stammt von fehlbaren Menschen und muss in der Tat mühsam interpretiert werden, von jedem ein wenig anders. Auf diesem Fundament eine absolute Wahrheit errichten zu wollen bedeutet, auf Sand zu bauen.



Man muss schon mit Strafen drohen, damit das jemand für eine gute Grundlage hält. Von alleine käme kein vernunftbegabter Mensch auf diese Idee. Glauben ist ein bequemer Ersatz für den Einsatz der Vernunft.



Das Gott (oder Allah) ein Universum schafft, welches überall vernünftig ist und ohne Ausnahme sein Werk nach widerspruchslosen Naturgesetzen arbeiten lässt, um uns dann zu nötigen, diese Vernunft (oder das Wissen von den Naturgesetzen) über Bord zu werfen, sobald es um die wichtigen Fragen geht, kann man nur glauben, aber nicht vernünftig begründen. Kann Gott / Allah keine vernünftigen Mittel einsetzen? Diese Idee hat *Richard Dawkins in ähnlicher Form in einem Interview geäußert.



Das Universum ist genau so beschaffen, wie es beschaffen ist (oder sein müsste), um ohne einen Gott auszukommen. Es ist genau so vernünftig, wie es der Glaube nicht ist.



Deswegen ist auch nur im Glauben Platz für Gott, aber nicht im Universum oder der Vernunft.



Wenn Gott die Zukunft ganz genau kennt, dann gibt es keinen freien Willen, weil alles genau vorherbestimmt ist.



Wenn es aber einen freien Willen gibt, dann kennt Gott die Zukunft nicht. Also ist die Annahme, dass Gott alles Böse besiegen wird, nicht gerechtfertigt, denn nicht einmal Gott weiß, ob dies geschehen wird.



Warum wurde das Böse geschaffen oder zugelassen, wenn es doch am Ende besiegt wird oder besiegt werden soll? Wenn es besiegbar ist, WARUM dann nicht SCHON JETZT?



Dort, wo Einsicht und Vernunft von wissenden Menschen gelebt werden, haben die verdummenden, amoralischen Monoreligionen keinen Platz unter uns und damit auch kein dauerhaftes Bleiberecht.



Sie sind wie schleichendes, tödliches Gift für die freie Seele des Menschen, für die Freiheit des menschlichen Geistes und der daraus resultierenden Wissenschaft.



Im Gegensatz zu den sog. „Offenbarungsreligionen“ erhält der Buddhismus auch im Westen immer mehr Zulauf. Möglicherweise liegt das daran, dass im Gegensatz zu den semitischen Monoreligionen (Judentum, Christentum und Islam) im Buddhismus die Suche nach der Wahrheit das Ergebnis individueller religiöser Erfahrung ist. Eigenes Erleben steht im Vordergrund, nicht das dümmliche Befolgen von Dogmen und schwachsinniger religiöser Vorschriften (bis zum Erbrechen).




Der Buddhismus könnte ein Modell für die friedliche Koexistenz der Religionen sein.



*Clinton Richard Dawkins, FRS, (* 26. März 1941 in Nairobi, Kenia) ist ein britischer Zoologe, theoretischer Biologe, Oxford-Professor und Autor wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Literatur.

Er wurde 1976 mit seinem Buch The Selfish Gene (Das egoistische Gen) bekannt, in dem er die Evolution auf der Ebene der Gene analysiert. Er führte den Begriff Mem für den Bereich Kultur als hypothetisches Analogon zum Gen in der biologischen Evolution ein (siehe auch Memetik). In den folgenden Jahren schrieb er mehrere Bestseller, unter anderem The Extended Phenotype (1982), Der blinde Uhrmacher (1987), Und es entsprang ein Fluss in Eden (1995), Gipfel des Unwahrscheinlichen (1996) und Der Gotteswahn (2006) sowie kritische Beiträge zu Religion und Kreationismus.

Dawkins ist Atheist, Humanist und eines der bekanntesten Mitglieder der Brights, für die er mehrere Artikel verfasste.





©Heinz-Walter Hoetter


 

Antwort von Patrick Rabe (16.04.2017)

Sehr geehrter Heinz-Walter Hoetter, es ist ja schon eine gewisse Form von Unverschämtheit, mir einen so langen Kommentar zu schreiben. Inhaltlich: gepflegtes Halbwissen. Sie schreiben, Jesus hätte gesagt: "Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." und leiten daraus ab, Jesus hätte keine Religion gewollt. Nun, zunächst mal. Jesus war gläubiger Jude. Also könnte man sagen, er wollte vielleicht die Religion reformieren. Oder aber, es ging ihm überhaupt nicht um Religion. Dafür würde sprechen, dass sich die Jesuanische Botschaft nur mit sehr viel Phantasie auf die Thora beziehen lässt. Meines Erachtens teilte er einfach seine privaten Erleuchtungserkenntnisse mit, die er ins Gewand der Sprache seiner Zeit kleidete.(Um zumindest halbwegs verstanden zu werden.) Am Ende ist Ihre Herleitung aber vor allem deswegen nichtig, weil das von ihnen genannte Zitat im Johannesevangelium steht. Das Johannesevangelium ist relativ spät entstanden und weicht textlich von allen synoptischen Evangelien ab. Wenn schon die Echtheit der Jesus-Sprüche in den synoptischen Evangelien höchst umstritten ist, so kann man davon ausgehen, dass im Johannesevangelium KEIN EINZIGER Satz steht, den der historische Jesus wirklich gesagt hat. Also aus einem Satz, den jemand nie gesagt hat, herleiten zu wollen, dass er keine Religion wollte, und dann im nächsten Abschnitt zu schreiben, die drei monotheistischen Religionen seien sowieso Lügenreligionen, finde ich abenteuerlich. Also sie stützen ihre "Lügenreligionthese" mit einem Satz aus diesen "Lügenbüchern" und ziehen als beglaubigende Autorität für ihre These einen nie wirklich gefallenen Satz des "Lügenmessias" heran... Jawoll, so macht man Wissenschaft! Auf den Rest ihres Kommentars möchte ich nicht eingehen. Einiges würde ich sicherlich unterschreiben, anderes nicht. Nur eins noch zu Richard Dawkins: "Der Gotteswahn" ist schlecht recherchierter, populistischer Mist. Dawkins schreibt über Religion, ohne sich vorher über Theologie sauber schlaugemacht zu haben. Es gibt einen einfachen Grundsatz, der lautet: Kenne deinen Feind. Dawkins ist von namhaften Theologen in der Luft zerfetzt worden, einfach, weil er schlecht vorbereitet war. Deswegen sind ja nicht alle seiner Thesen falsch. Aber wenn ich gegen etwas argumentieren will, sollte ich mich zumindest ein bisschen damit auskennen, finden sie nicht? Aber mit der Auskennerei ist das bei Dawkins so eine Sache. Er ist bekanntlich Evolutionsbiologe. Und Darwinist. Er ist ein so überzeugter Darwinist, dass er an einigen Darwin-Thesen immer noch festhält, obwohl sie längst offiziell widerlegt sind. Dawkins ist auch in seinem eigenen Fachgebiet alles andere als auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und hält aus Liebe zu Darwin an längst widerlegten Thesen fest. Wenn das nicht religiös ist, weiß ich auch nicht. In meinen Augen ist Dawkins einfach ein profilneurotischer Spinner, der gerne in der Öffentlichkeit steht. Bright? Wohl eher Breit. Vor Narzissmus. Wenn sie wirklich mal ein gutes, ausgewogenes atheistisches Buch lesen wollen, empfehle ich ihnen "Das Manifest des evolutionären Humanismus" von Michael Schmidt-Salomon. Das ist eine Freude für den Geist. Liebe Grüße, Patrick Rabe


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