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„Zeitreise - Brief an mein Neunzehnjähriges ICH“ von Manfred Bieschke-Behm

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Bert (egbert.m.schmittgmx.de) 22.05.2017

... ja das prägt. Aber auch Positiv. Manfred glaube mir, das bringt einem als 19 Jähriger weiter. Bin jetz bald sechzig. Was erzähle ich Dir, der du etwas älter bist. Die Generation Väter Deiner und Meiner CJugendzeit hatte ganz andere immerwährende Probleme. Meiner starb schon Anfang der 90er. Bin quasi schon älter geworden. Die Generation ging nicht zum Arzt. Könnten alle noch leben, wie auch mein Schwiegervater. Fataler ist. UNSERE Kinder hatten KEINE GROSSVÄTER. Viel schlimmer. Meine starben schon als ich 4 war. Kriegsteilnehmer erster W-Krieg 18 83 geboren. Im zweiten Söhne verloren. Hat meinen Vater mit über 50 gezeugt, als Malefitz-Schlussstein. Andere OPAS immer krank, durch ZEIT-Geschehen-Verletzungen. Mein Vater war Rundfunkmusiker an der Posaune und auch nie daheim. Habe ERST MIT !) von Ihm mehr gehabt. Waren keine Pädagogen als Kriegskinder.
Heute gibt ES auch wenig Väter, sind im Beruf und anderweitig Geschieden verschollen. Wieder wachsen Buben ohne Vorbilder oder männliche Bezugspersonen auf. Zu Hause, in Kindergärten oder Grund-Schulen, nur Frauen die Sie erziehen. Motorisch unterfordert, da Mädchen pflegeleichter.
Vermutlich hast Du und dein Halbbruder SICH SELBER ERZOGEN, wie in einem Gedicht von Erich Kästner.
(Auszug):
Nun ich mich ganz von euch löse,
hört meinen Epilog:
Freunde, seid mir nicht böse,
dass ich mich selber erzog!

Gruß vom Egbert
(habe heute einen übrigens einen Text eingestellt)

 

Antwort von Manfred Bieschke-Behm (23.05.2017)

Hallo Egbert, ich danke dir für das, was du mir geschrieben hast. Ich hätte nicht gedacht, das dieser mein Text so viel Zuspruch findet. Da dem so ist, zeigt es mir wie wichtig es scheint sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen. Meine Erfahrung ist, das schon beim aufschreiben Klarheiten, Wahrheiten und Widersprüche deutlich werden. Vergangenes lässt sich nicht korrigieren, was geht, mit seiner Vergangenheit so umzugehen, dass sie weniger schmerzt. In diesem Sinne grüß dich Manfred


ChristinaS (christina.joyweb.de) 16.05.2017

Lieber Manfred,

Deine Geschichte ist eine so wichtige Geschichte. Es tut gut, dass Du die Verletzungen so von Dir abteilen kannst und doch als wichtige Erfahrung verbuchst. Ich glaube, es war hilfreich für Dich, dass Dein Halbbruder dieselbe Erfahrung mit diesem Vater gemacht hat. Schade, dass die Mutter keine Hilfe für Deine Selbstfindung gewesen ist. Was muss in ihrem Leben passiert sein, dass sie oder die Großelternso abblocken. Ein Entscheidendes um selbst ruhiger nach solchen Erfahrungen zu werden ist vergeben zu können und dankbar auf das zu blicken zu können, was schön ist.
Viele Grüße
Christina

 

Antwort von Manfred Bieschke-Behm (18.05.2017)

Liebe Christina, ich bedanke mich sehr für deine Nachricht. Es war für mich ein langer Weg bis ich zum dem wurde, der ich heute bin. Heute gelingt es mir anderen durch meine Erfahrungen zu helfen. Ich wäre nicht der, der ich bin, ohne meine Erfahrungen. Gruß Manfred


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