Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„1963 - Traumurlaub im Ferienheim“ von Olaf Lüken

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Bert (egbert.m.schmittgmx.de) 12.02.2018

... hallo Olaf,
diesbezügliches wurde mir erspart,
war 63 erst sechs und in den Ferien
immer hinter dem Weißwurst-Äquator,
bei der Sippe meiner Mutter und glücklich,
auch wenn es meist fad war.

Habe darüber einiges geschrieben.

Nur ein einziges mal, als meine Mutter
Ins Krankenhaus musste, war ich
eine Woche TAGSÜBER bei der
Arbeiterwohlfahrt aufbewahrt.

Ging hier ähnlich zu, wie von Dir
und den anderen Leidende beschrieben.

Würde hier den Rahmen sprengen,
und skurril sich darlegen.

Mein Vater als Rundfunk-Musiker
war ständig unterwegs und auch von
jener Kriegskinder-Generation, die ihre
eignen Kinder nicht übermäßig betreuten ...

Aus heutiger Kinder-Sicht ein Traum,
wenn man - auf sich gestellt - den Tag
und die ereignislosen Ferien (aus heutiger Warte)
betrachtet, und kein Zwang hinter allem steckte.

Normale Eltern hatten vor und während meiner Zeit
immerwährende existenzielle Probleme zu lösen,
um in der WiWu-Gesellschaft sich zu behaupten.

Meine Mutter war immer zu Hause
und hielt alles schwierige von mir fern.

Andere wurden schulischer getriezt und sind heute
beruflich weitergekommen als ich, als vorgesehener
Musiker, der aber in einer Zeit aufwuchs in der
das reine Talent (ohne Hochschulabschluss)
nicht mehr ausreichte, um in orchestrale und
die zu großen Fußstapfen des Vaters zu treten.

... aber ich schweifen ab vom Thema.

Gruß vom Egbert


Andreas van Appeldorn (av_appeldorn1web.de) 17.01.2018

Ja, Olaf, diese oder ähnliche Erlebnisse kennen wir alle. Gott sei Dank ist mir diese Verschickung und Kasernierung erspart geblieben, war wohl nicht mehr \'in\' in meiner Generation, dafür habe ich andere Greueltaten erlebt.
Das Essen betreffend - Ich wurde gezwungen, \'gebackene Banane\' zu essen - weil die sooooooo lecker wäre, unbedingt und ohne Zweifel. Ich fand die Banane widerlich, was ich selbstverständlich kund tat und der Zwang wurde mir zuwider... bis ich die ganze verdammte Banane, die ich im Mund hatte, wie in einem Urreflex, über den ganzen Tisch gespeit und gekotzt habe... Da haben die \'beteiligten Personen\' nicht übel gestaunt und anscheinend kapiert, dass da was falsch läuft und das BESTE war, ich hab noch nicht mal ne Ohrfeige bekommen für mein unmögliches Benehmen am Tisch - es geschahen schon damals Zeichen und Wunder...
Macht\'s gut, Olaf.
Andreas.


Bild Leser

Horst Fleitmann (h.fleitmanngmail.com) 15.12.2017

Hallo Olaf.
Bin selbst Jahrgang 1951, war auch mehrfach auf den Inseln in den 50er und 60er Jahren mit fast identischen Erlebnissen aber umgekehrten Vorzeichen. Als Kind mit leichtem Übergewicht trank ich vor den Malzeiten jeweils ein Glas Biomaris (ekelhaftes Salzwasser)... nahm aber nicht ein Gramm ab, weil auch Kinder sich bei der Nahrungsbeschaffung zu helfen wissen.

Die stundenlangen Spaziergänge und anschließenden Mittagsschlaforgien in abgedunkelten Schlafsälen mit pa­t­rouil­lie­renden Matronen sind mir in lebhafter Erinnerung.

Schön geschrieben meint mit herzlichen Grüßen Horst


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