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„Liebe oder Angst? Unsere Bildung“ von Johanna Pierau

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tryggvason (olaf-luekenweb.de) 08.01.2018

Liebe Johanna,

dein Essay gefällt mir sehr. Ich bin 65 Jahre alt und sehe seit zig Jahren zu, wie beim Thema
"Bildung" unsere Republik in 16 Teilbereiche auseinanderdriftet. Zu meiner Zeit galt Bildung
der Förderung der Individualität. Ich lernte, lernte und lernte. Ich machte eine Banklehre,
machte den Bankkaufmann, danach den Bankfachwirt und anschließend den Bankbetriebswirt.
Ich bildete mich zum Marketingfachwirt aus, bestand die Ausbilderprüfung, hielt Vorträge,
schrieb Fachartikel und und und. Bevor ein Schlaganfall mich traf, hatte ich es im Bankwesen
zum Direktor einer Hauptstelle mit sieben Bankfilialen gebracht. Übrigens, nicht jeder, der
Filialdirektor oder ä. wurde, bekam einen Schlag. Warum der Stress ? Es war Stress und die Möglichkeit für eine offene Zukunft etwas zu tun. Alles war möglich. Natürlich gab es einen
Preis. Jeder bezahlt ihn, wenn die Perspektive realistisch ist.
Und vieles war möglich. Heute haben die Schülerinnen und Schüler diesen Glauben verloren.
Es herrscht eine nahezu nationale Desillusion. Pisa hin, Pisa her.

Sie legen einen Finger in eine große offene Wunde. Das schmerzt. Die Republik, die
ohnehin auf dem Weg ist eine Frauenrepublik zu werden, hat jetzt die Möglichkeit mit ehrlicher
Empathie die Welt zu verändern. Das allein wäre für mich schon wert, gelebt zu haben.

Herzliche Grüße
Olaf Lüken (Tryggvason)


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