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„... Frühjahr 68 ! ... Gescheitert oder erfolgreich ? “ von Egbert Schmitt

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Funky (hansreiterme.com) 17.02.2018

Lieber Egbert,
gute Arbeit! Natürlich oder auch nicht werden manche meinen, das Thema sei doch viel zu komplex, um es in dieser Form abzuhandeln (und denken dabei an die zahlreichen, vermutlich nicht überschaubaren Arbeiten aller möglichen akademischen Würdenträger und solcher, die es dadurch geworden sind).
Ich denke, man sollte sich daran machen und lesen, was du hierzu bereits schon viel früher geschrieben hast.
Nun glaube ich allerdings daran, dass revolutionäre Bewegungen, weil von Menschen gemacht, auch das menschliche (Grund-)Verhalten einschließen und selbiges nun in aller Regel nicht zwangsweise mit den verfolgten und geäußerten Idealen übereinstimmen muss und es, wie die Geschichte zeigt, auch nicht tut. Insofern werden sich eben auch bestimmte Verhaltensnormen und -formen niemals ändern, egal wer wann und wie regiert, wer König ist, wer Vorstandschef ist, usw. Und das gilt natürlich auch für die 68er. Beispiele (Belege) hierfür gibt es zur Genüge und nicht nur in der Politik. Wer nichts hat, revolutioniert sich leicht, aber später, wenn ihn das System nach oben geschwappt hat, dann gehört er dazu. Jetzt könnte ich noch stundenlang weiterfaseln, aber Schluss damit.
Ciao und servus
Hans


 

Antwort von Egbert Schmitt (20.02.2018)

Hallo Hans, vielen Dank fürs Lesen und fundiertes Kommentieren. Habe am Montag noch kurz vor der Orchesterprobe im Zeitungscaffè der Zentralbibliothek hier in Nürnberg, einige französische hiesige überregionale Zeitungen überflogen. Erstere sehen in der deutschen Politik einen Thriller in Zeitlupe: alle paar Tage ein Schock. Der an die politische Klasse gerichtete Ruf „Abtreten“ hat nach Frankreich auch das andere Rheinufer erreicht. Eine in den Vierzigern- Fünfziger Jahren geborene Politiker-Generation hat für die öffentliche Meinung offenbar auf die anstehenden Probleme nicht mehr die richtige Antworten“ … … … der Koalitionsvertrag bietet dafür bedauerlicherweise nur ein paar dürftige Ideen. Vor allem mangelt es ihm an der Dosis Selbstbewusstsein und Größe, die nötig sind, um die Dimension dieser Aufgabe zu verdeutlichen. Und den Koalitionären mangelt es an kommunikativer Kraft, um die Botschaft in die Welt zu tragen: Es geht um nicht weniger als um ein kräftiges System Update, eine Vergewisserung, dass es mitnichten falsch und hohl war, was den Westen in den vergangenen 70 Jahren ausgemacht hat. Und dass all dies eine Zukunft hat … … … … man ahnt, wie der neue Heimatminister darauf achten wird, dass wie „an der der Weltspitze im Bereich der digitalen Infrastruktur“, „allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen geben, damit Leistung und Talent über die persönliche Zukunft entscheiden, nicht die soziale Herkunft“. Es ist die leider unübersehbare Tatsache, dass eben nicht Leistung über die persönliche Zukunft entscheiden, sondern die soziale Herkunft. Ist es nicht längst bekannt? Steht sie nicht seit Jahren in allen Parteiprogrammen? Wenn man sich durch diese 180 Seiten Koalitionsvertrag quält, hat man den Eindruck, es ist vielleicht genau der Grund, warum viele Wähler den sogenannten Volksparteien den Rücken zugedreht haben ? … … … … auch in Deutschland wird sich zeigen, ob das alte System die Kraft zum Selbsterhalt aufbringt, oder ob es hinweggespült wird von jenen großen Trends der internationalen Unordnung, die jene Überlegenheit des westlichen Lebensmodells infrage gestellt haben. Verzagtheit, wachsende Ungewissheit über die Zukunft – das sind die dump waberden Großwettergefühle einer Gesellschaft, die sich überfordert sieht mit dem Zerfall von Ordnung. Gruß vom Egbert, der den zweiten Teil schon hat, aber noch etwas wartet ...


Finchen (meyer-cieslaarcor.de) 16.02.2018

Hallo Egbert,
die Grippe plagt mich und so muss ich mich ernsthaft bemühen, deinem Geist zu folgen....obwohl es doch so einfach ist und immer war.
Der König regiert, so dumm er auch ist.
Der Arbeiter arbeitet sich halbtod, damit er nicht verhungert. Früher, wie auch heute.
Der Dumme kommt am besten klar, keine Ansprüche...keine Defiziete...kein Kampf...kein Frust.
Der arme Intelligente wird zum Rebell und kämpft vergeblich bis zu seinem Lebensende für das, was unsere Bürger dieses Landes niemals verstehen werden. Aber so hatte wenigstens sein Leben einen Sinn.
Vor einigen Wochen hatte ich einen Termin bei einem Anwalt. Er fragte mich, nach meiner Erklärung mit meinem Anliegen, was ich denn nun wolle. Ich antworte mit ernergischem Ton "Gerechtigkeit"!
Da sagte der Mann ganz ernst: "Die gibt es nicht"! Ich beharrte aber: "Wenn es die Gerechtigkeit nicht gäbe, warum gibt es dann das Wort und wer hat es erfunden"?
Seine Antwort mit einem mitleidigen Grinsen:" Es gibt ja auch das Wort Gott".
Wobei ich hier niemand Gläubigen auf die Füße treten will.
Ich bohrte weiter, ob er dann, wenn es keine Gerechtigkeit gäbe, ein "Unrechtsanwalt" sei?
Nein, sagte er, er kümmere sich um den sogenannten Rechtsfrieden.
"Das ist nur ein fauler Kompromiss", sagte ich.
"Ja", war seine Antwort," wenn man so will".
Und das ist, lieber Egbert, das Leben. Ein fauler Kompromiss.
Es bleibt uns überlassen, ob wir diese Spiele mitspielen.
Ich jedenfalls nicht. MEIN Geist will das nicht.
Und deiner auch nicht. Also reg dich nicht mehr auf über Dinge, die du eh nicht ändern kannst, weil sie nicht in deiner Hand liegen.
LEBE!
Oh man, hab ich jetzt Kopfweh.
LG Bettina

 

Antwort von Egbert Schmitt (16.02.2018)

Einfach LEBEn ist ist manchmal fatal. - Wer Bettina, setzt Hoffnung auf eine spätere alt-2018 unreflektierte Generation … !?! Wenn „der Klimawandel“ in 30 finalen Jahren durchschlägt, der postfaktisch und kognitiv von den sogenannten Elite unseres Globuser wissentlich geleugnet wird. Die Alt68 haben zwar den Mund aufgemacht, aber nur eigene Probleme lösen wollen, die, wenn selbst in trockenen Tüchern beruflich, stagnierten und alles verschludern lassen. Welche, die einen derzeitigen Übersee-Präsidenten wählten, wollen DEN AUCH und verdienen Ihn ebenso, weil Sie nicht Probleme lösen wollen, nur Verdrängen gelernt haben. In allen Bevölkerungschichten. Sich wundern wenn dann 200 Millionen „ohne Perspektiven“ sich schier endlos, auf den Weg „hier in diese gelobten Länder“ (auf)machen ! Gruß Egbert, der auch bls redet und schreibt


tryggvason (olaf-luekenweb.de) 12.02.2018

Zeit-Historisches vom ALLERFEINSTEN. Dankeschön.
Das war einmal:
Aufgrund der Geburt, ist der EINE König, der ANDERE Schäfer.
Der Zufall schuf diesen Unterschied. Nur der Geist kann alles
ändern.

Olaf Lüken (Tryggvason)

 

Antwort von Egbert Schmitt (13.02.2018)

... DANKE Olaf, für die durchdachten AntWORTE. MEINE pers. Fazit-Meinung: Letztendlich hat „eine Arbeiter-Generation“ der 78er (1957+/-) diese demokratischere Gesellschaft weiter gebracht. Ich mich pers. „ohne Studium“ beruflich-redaktionell hocharbeitete, hindurch alle Krisenzeiten und dem 7ten-technolgischen Sprung seit Guttenbergs Rätsel der beweglichen Lettern. - Hin ins digitale Zeitalter, um für „die gleiche Leistung“ nunmehr - zwei bis drei Gehaltsgruppen - unter der noch-alt 68er und ab neu-98er Theorie-Elite agiere. Eine jetzt situierte 68 Generation die Zinsen-Früchte einstrich, ihres kurzzeitigen Theorie-Tuns „mit früherer Renten“ u.d.g. bei vollem Lohnausgleich und gefüllten Konten ! WIR Glücklicheren einer Spätgeborenen Generation müssen dies mit unseren Kindern und der Globalisierung, dem zunehmenden Finanzfaschismus, der real-existierenden Renten-Altersarmut und dem „resultierenden Rechtsruck“ langfristig ausbaden, während DIE, welche ES durchaus SOZIALdemokratisch korrigieren könnten, vor der Amts-WIRKLICHKEIT zurück(schrecken)schulzen und sich wie der ehemale Totengräber der SPD, als rhetorischer Regierungspudding Schröder, (festnageln Fehlanzeige) nach getaner Selbstdarstellung sich vom Politik-Acker macht ... Gruß vom Egbert (alt78er)


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