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„... Herbst 68 ! ... Erfolgreich oder Gescheitert ?“ von Egbert Schmitt

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Finchen (meyer-cieslaarcor.de) 26.07.2018

Lieber Egbert,
erst heute erkenne ich...Freiheit ist nur ein Wort. Schon immer gewesen, egal in welches Zeitalter der Weltgeschichte du blickst. Es gibt sie nicht, gab sie nicht und wird sie nie geben. Ein Wunschgedanke nur, eine Erfindung.
Sicher gab es kurze Strecken, wo der Kampfgeist brillierte, Nur winzige Spuren sind es, die jene Kämpfer ihrer Zeit zurück gelassen haben...auf ihre Kosten. Manchmal auch mit dem Leben.
Am Ende sind wir es ganz allein, die dafür Sorgen, dass das Leben ein wenig lebenswert erscheint. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Zusammen mit dem Kampfgeistern.
Wir können uns beugen, mit wenig zufrieden sein und Geranien gießen.
Wir können es aber auch lassen.
Ich hasse Geranien.
Lass uns lieber Bäume ausreißen - ohne Bitterkeit.
Vergiß niemals...den Kopf immer schön oben zu halten, auch wenn der Hals mal schmutzig ist.
Liebe Grüße Bettina
















 

Antwort von Egbert Schmitt (01.08.2018)

Liebe Bettina, komme heute erst dazu, zum Rückantworten. - Musste erst mal Bäume ausreisen (nicht gepflanzte, sondern gekaufte), die mir eingegangen sind. Nicht wegen der Hitze, sondern vom falschen bewässern (meint meine Frau) ... die vieles meint ... Geranien haben WIR auch keine (mehr), da wir in unserer Wohnanlage seit 25 Jahren den Rüsselkäfer eingeschleppt hatten (Larven fressen die Wurzeln und ausgeschlüpft dann die Blätter aller Pflanzungen an). Daran bin ich auch schuld, weil ich SIE nicht abends mit der Taschenlappe einsammle und dezimiere (durchschneiden). WIE DU SIEHST sind das unsere Probleme auf denen WIR (oder Sie) rumreiten, weil an unseren primären existenziellen Problemen WIR kaum Änderungen vollbringen ... . Früher habe ich Kinder gezeugt, Bäume gepflanzt und Häuser (Wohnung) gebaut (gekauft). Mit der Zeit geht vieles, trotz Kampfgeist, den Bach hinunter. Was mal geplanzt wurde, wird herausgerissen, verkauft um zu existieren. Planz-Kinder wollen ihre Ruhe (oder Bares )und WIR altes welkes Baumholz, sind außer - zum Steuerzahlgeldverdienen - und rechtzeitig (vor dem Streiten) im Bett, (getrennt versteht sich - schnarch -), zu-nichts-mehr von der Gesellschaft unbeachtet zu gebrauchen. Die Freiheit im Alter habe ich mit nicht so ausgemalt ... Aber Familien am Ende, haben kein Lobby von den ALTEN Gewiinnoptimierern, egal welches Gesellschaftsmodel Ihnen vorschwebt_e !? Allesamt gescheitert. Erst geht die Idiologie verloren und dann das Geld aus. Keinen tendierts.


Funky (hansreiterme.com) 17.07.2018

Lieber Egbert,
trefflich, trefflich. Ich hab's auf meine Seite übernommen, mit dem Hinweis: Für alle, die's nicht mehr wissen oder schon wieder vergessen haben!
Ein paar verworrene und völlig überzogene Gedanken meinerseits dazu: Was wäre, wenn die Alt-68er heute wieder auf die Straße gingen? Mit leicht angedicktem Bauch führt Joschka Fischer den Zug der Demonstranten an. Nur ein Häufchen ist gekommen. Sie hatten keine Zeit, die Alten, weil Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen und dergl. Aus einer Seitenstraße stößt der Zug (das Züglein) von Gerhard Schröder, genannt der Brioni-Zug, hinzu. Enthusiastisch schwenken die wenigen ihre GAZPROM-Spruchbänder, welche rechtzeitig vorher vom Organisationstross zum Ort des Geschehens gebracht worden waren. Wegen was sind wir eigentlich hier?, fragt einer aus dem Fischergrüppchen. Dass es niemals mehr so wird, wie es 68 war!, sagt einer von den Brionis. Da klatschen sie alle, rollen ihre Fahnen und Spruchbänder zusammen und eilen zurück in ihre Vorstandsetagen, Universitäten und Anwaltskanzleien. Und sie denken: So, wie's ist ist's gut, wer will da schon was ändern? Gut, dass es uns 68 gab! Der Fischer und der Schröder schmeißen sich sofort in den chauffierten Maybach und ab geht's, einen Roten trinken, bester Jahrgang versteht sich und an einem Ort, wo lästiges Volk nicht stört!
Anfang der 60er gab's in München bereits die sogenannten Schwabinger Krawalle. Ob von denen 68 noch einer dabei war, weiß ich nicht. Könnte sein, dass der eine oder andere da schon Brioni trug, weil Studium zu Ende und Karriere vor der Nase. ICH WAR AUCH NICHT DABEI, weil damals anders infiltriert. Vom Alter her hätt's gepasst, aber zweiter Bildungsweg, der Intellekt hat gefehlt, vermutlich! Was sollst machen, wenn der Hauch der Geschichte an dir vorüberzieht und du ihn nicht ergreifst, warum auch immer!
Schreib fleißig weiter so! Es ist stets erbaulich, Erinnerungen hervorzukramen und im Lichte deiner Betrachtungen neu zu sortieren!
Servus
Hans

 

Antwort von Egbert Schmitt (18.07.2018)

Hallo Hans, ... .. vermutlich habe ich bereits alles Relevante aufgeschrieben ... ... und wie der geniale Kabarettist Georg Schramm kurz vor seinem Bühnenabgang reflektierte: .... ES ist alle gesagt, kaum einen hat tendiert. ... .... Erinnere mich an manchen Text in einer-meiner Geschichten wie-folgt: ... ... ... ZITAT: ... Ja, die wirklichen „geistigen Asozialen” leben „ganz woanders” und tauchen in keiner Klein-Kriminal-Statistik auf. Eigentlich kann ich HIER schreiben was ich will. Es liest eh keiner bis zu Ende. – Und die, die es betrifft, die vögeln lieber in der Zeit wo ich hier labere, ihre ausgeglichenen abgesicherten Frauen mit den Selbstverwirklichungs-Esoterik-Hobbys ausdauernd. ZEUGEN „IHR” ein drittes oder viertes wohlgeratenes Kind und lachen sich eins über die in der geistig-verarmten Provinz lebenden, des derzeitigen Pisa-Bildungswesens … NUN, WIESO ich das aufschreibe. – Ja ich glaube mittlerweile felsenfest, dass alle Dinge für die man in seiner Jugend gekämpft hat, Schall und Rauch sind; und manche Alp-Träume den „vorgezeichneten Weg” wie seit Gedenken einschlagen. MANn WIRD genauso WIE SEINE ELTERN ! Oder meistens NOCH SCHLIMMER. ... Dinge, von denen ich mir in jungen Jahren „geschworen hatte" wie SIE bei den „entsprechenden Eltern” der Töchter abgingen, dass DIE bei MIR „SO NICHT” ablaufen werden. ...Mit Schrecken feststelle, dass ich tatsächlich überlege „wenn der erste unpassende Kerl” auf meinem Sofa sitzt, meine „inTolleranz”, die meine Frau mit mir teilt, gedanklich schon mal durchspiele (DIE ICH DAMALS selbst schmerzlich erfuhr). ... ... Mann, was bin ich für ein unreflektiertes Arschloch geworden. Wer gibt MIR noch einen Hauch einer Chance. Gruß an Dich/Euch vom Egbert


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