Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„... Flughafen-Berlin - ist überall: WIESO_1“ von Egbert Schmitt

Kurzgeschichte lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Egbert Schmitt anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Gesellschaftskritisches“ lesen

Funky (hansreiterme.com) 25.05.2019

Lieber Bert,
es scheint mancherorts tatsächlich so zu sein, dass Kompetenz und Impertinenz eine wohlfeile Komplizenschaft eingegangen sind. Du nennst Berlin als Beispiel. Ich ergänze: Es ist dort nicht nur der (vermutlich) niemals fertig werdende Flugplatz. Tatsächlich habe ich auch auch von anderer, mit enormer Kompetenz ausgestatteter Impertinenz gehört. Woher kommt's? Es hat mit der Halbwertszeit zu tun. Könnte man nicht meinen, dass die Halbwertszeit der eingebrachten Kompetenz direkt proportional zur Wertigkeit der Funktion/Position abnimmt? Auf Deutsch: Je höher die besetzte Funktion/Position, desto schneller baut sich die Kompetenz ab. Damit wir keine unnötige Zeit verlieren, setzen wir am besten gleich jemanden ins Amt, der kompetenzfrei ist. Wo nix ist, kann auch nix abgebaut werden! Begabungs- und Kompetenzfreiheit garantieren auf diese Weise ein beinahe unendliches Überleben in gesicherten Pfründen und Schaltzentren, jedenfalls bis ins hohe Alter und möglicherweise sogar darüber hinaus.
Aufmerksam folge ich deinen Zeilen über die künstliche Intelligenz. Könnte es sein, dass du die Sache insofern verkennst, nämlich: Der angesprochene Kreis ist weitgehend selbst mit KI ausgestattet (Probanden), die relevanten Chips tun sich jedoch (noch!) schwer, die diffusen big Data in den Gehirnen der Auserwählten in die Selbstlernprozesse zu integrieren. Du brauchst einfach eine gewisse Durchlässigkeit und wenn es daran mangelt, stösst selbst der noch so unvoreingenommene, vorurteilsfreie und bedingungslose Algorithmus an seine Grenzen. Dies untermauert nunmehr tatsächlich deine rIchtige Schlussfolgerung, wonach künstliche Intelligenz weniger Jobs gefährde als so mancher Vorstandsvorsitzender. Anders ausgedrückt: Künstliche Intelligenz in den Händen von Kompetenzlosen führt ins Desaster.
Zu abschweifig meine Gedanken. Vermutlich bin ich selbst schon infiziert, ein Proband ohne es zu Wissen.
Schlecht vorbereitet auf die Zukunft, sagst du, sind sie, die Kids. Auch das ist richtig, wie ich selbst beobachten kann. Und jeder kann das sehen, wenn er will und, das ist allerdings die Voraussetzung hierfür, er nicht selbst dem begabungsfreien Level der Zukunftslosen angehört. Denn nur die Letzteren glauben fest daran, dass sie und nur sie das Heft in der Hand haben. Dabei sind sie ohne es zu wissen schon dazu auserkoren das Heer der Pflegefälle ungebremst weiter zu vergrößern. Denn wer ständig irrt, sein ganzes Leben lang einem Mythos nachhängt, wird eines Tages dort landen, wo die Zahl der schlecht bezahlten Fachkräfte (Pflegepersonal genannt) dem Ansturm nicht mehr gewachsen sind. Impertinent ist es im Übrigen auch, dass solcherart Einrichtungen, gleichermassen wie Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen jeglicher Art nicht nach den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sind, sondern ausschließlich betriebswirtschaftlichen Kriterien gehorchen müssen. Und ganz oben sitzt natürlich die kompetenzloseste Sparte (jedenfalls in diesem Zusammenhang): BWL, Controling und Jura.
An dieser Stelle schließe ich und freue mich schon auf den nächsten Teil deiner kritischen Be- und Durchleuchtung!
Ich grüße dich
Hans

 

Antwort von Egbert Schmitt (28.05.2019)

Hallo Hans, habe diesen Text - bereits gestern - verfasst, aber beim Abschicken ist ER ins Nirwana entfleucht. - Nun ja, deine (wieder mal) sehr fundierte Antwortanalyse ist, so gesehen, weitaus besser geworden als mein erster Teil vorab von den Vieren. Leider werden viele deinen Textkommentar nicht gebührend lesen und entsprechend mit eigenen Beispielen ergänzen, so wie ich dies jetzt anfüge, als den Vergleich über Juristen, die unser Import-Land lähmen, wo es ist wie mit Eunuchen, welche zwar wissen wie’s geht, aber nie … NUN, es geht nichts voran momentan in unserem Land, da sich mittlerweile jeder von Technokraten unterwanderter Berufszweig, für jede spontane Entscheidung bis zum Erliegen schriftlich absichern muss, sobald sich eine juristisch-relevante Änderung im Ablauf ergibt. Der Irrsinn verselbständigt sich proportional im Juristen-Quadrat. … Nehmen Sie/Ihr/Du (mein) unmittelbares Wohnumfeld. 1,2 km im Kareè. … WIR erleben es tagtäglich. Jeder Besuch beim Arzt benötigt eine Unterschrift, jedes mal neu. Selbst am Bankautomaten müssen alle ihre – per Zufallsgenerierte – neue Kontonummer NOCHMALS bestätigen und mit Ihrem Wunsch-Code am Automaten neu erstellen. Die meisten nehmen dann ihr Geburtsdatum. Da freut sich der Daten-Klauer. … Am städtischen Flaschen-Container an der Straße, stapeln sich (monatelang davor) das Leergut meterweit, weil der ausgelagerte Subunternehmer nicht gewillt ist zu unterschreiben und dafür zu haften, wenn Alt-Flaschen einen parkenden Pkw beschädigen – könnten -. Derweil der Standort auf privaten Gelände sich befindet, aber der Leih-Container auf der städt. Fahrbahn. Die Stadt aber keinen neutraleren Standplatz anbietet und so nichts voran geht. – Kümmert keinen ernsthaft. … Sei‘s denn, ob nun die Telekom (wie vor unserer Haustüre) 8 Monate (in Worten: ACHT) brauchte, um ein (etwas)-schnelles Internet - mit offener Baugrube – einzurichten (versuchte). Aber nach etlichen Monaten - erst bemerkte -, dass der Kabelbaum zu dick ist und nicht in die vor Jahren verlegten schmalen Plastikrohre passt, bei gleichzeitiger Sperrung von 15 raren Autostellplätzen. Kurz vor Dezember-Jahresabschluss wurde alle zugeschüttet und im neuen Januar-Jahr wieder aufgerissen, da vermutlich ein neuer Auftrags-Vertrag gezeichnet wurde. Ach, wieder nachgepflaster hat keiner, statt der Teerdecke. Weitere abstruse Beispiele hebe ich mir - für den zweiten Teil - sowie deiner durchdachten Antwort(en) auf. Gruß vom Egbert, der einiges (immer wieder) von Dir schon gelesen-kommentiert hatte.


deniseglrt (denisegehlert96web.de) 23.05.2019

Wahre Worte.

 

Antwort von Egbert Schmitt (23.05.2019)

... ja, ich denke auch dass Sie das sind .... WAHRE WORTE, auch in den Fortsetzungen. ABER seit gestern hat mich REZO in Youtube schwerst beindruckt, denn ER hat es geschafft, mehr Personen anzusprechen, als alle im Einleitungstext aufgeführten Mahner des deutschen Politkaberetts in den letzten Jahrzehnten sinnfrei gegen die Parteien taten .....


Bert (egbert.m.schmittgmx.de) 23.05.2019

... ja, ich denke auch dass Sie das sind .... auch in den Fortsetzungen. ABER seit gestern hat mich REZO in Youtube schwerst beindruckt, denn ER hat es geschafft, mehr Personen anzusprechen, als alle im Einleitungstext aufgeführten Mahner des deutschen Politkaberetts in den letzten Jahrzehnten sinnfrei gegen die Parteien taten .....


Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zur Kurzgeschichte verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).