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„Wir sind Kinder der Sterne“ von Heinz-Walter Hoetter

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Funky (hansreiterme.com) 10.11.2019

Danke! Dein Beitrag regt an und lenkt die eingefahrenen Gedanken auf andere Gleise. Dazu: Ist nicht Ewiges schon per Definition zeitlos? Bewegen wir uns im zeitlosen Raum, ausgestattet jedoch mit einer Vorstellung von Zeit, damit wir nicht verlorengehen und uns in der Zeitlosigkeit als vergänglicher Körper (was nicht stimmt, weil selbst wir nur den Aggregatzustand verändern) überhaupt nur zurechtfinden können? Birg nicht schon der Begriff Gegenwart eine zeitliche Komponente?
Ich grüße
Hans

 

Antwort von Heinz-Walter Hoetter (10.11.2019)

Hallo Hans! Der Begriff "Gegenwart" ist nur der Ausdruck dessen, was ich die "Dauer des Andauernden" nenne, wobei dafür keine Zeit nötig ist, welche jedoch entsteht, wenn wir erst eine (willkürliche) Skala anlegen, die wir dann als "Zeit" bezeichnen. Die Gegenwart (die Dauer des Andauernden) ist (vermeintlich) "real" (für unsere Sinne, die diese Gegenwart registrieren), wobei die Zeit eigentlich nur eine Illusion ist, die jedoch benötigt wird, um uns in der Gegenwart zurecht zu finden (z. B. in ihr Zeitpunkte zu setzten, um uns beispielsweise zu verabreden bzw. treffen zu können). Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass es zwar wichtig ist, die Gedanken auf "andere Gleise" zu lenken, jedoch ist es viel wichtiger, die Grundlage unseres Denkens zu verändern, welches das "Bewusstsein" ist. Das Bewusstsein ist die Grundlage (Basis) unseres Denkens überhaupt. Sich ein Nicht-Bewusstsein zu denken geht nicht, da, wäre so etwas real möglich, wir uns selbst die Grundlage unseres eigenen Denkens entziehen würden. Nun, ich vergleiche gerne das menschliche Bewusstsein (oder den Geist) mit einer absolut sauberen Wasserquelle, die rein und unverfälscht ist. Würde man das Wasser dieser Quelle z. B. Verschmutzen, wäre es eingetrübt und damit unter Umständen ungenießbar. Das gilt auch analog für unser Bewusstsein, das von allen möglichen Ideen, besonders von irgendwelchen Weltanschauungsideologien, besetzt (oder verseucht) werden kann, die es schädigen. Das gilt auch für alle das Bewusstsein eintrübende Mittel wie alle Art von Drogen. In so einem besetzen (verseuchten) Bewusstsein kann kein erkenntnisreicher Gedanke gedacht werden, der den klaren Verstand der Wissenschaft zuwiderläuft (Wissenschaft = Wissen schaffen). Alles hängt also zuerst von einem sauberen (reinen) Bewusstsein ab, damit wir klar denken können. Als Freidenker mache ich mir so meine eigenen Gedanken zum Sein und Geschehen in dieser Welt. Was ich damit sagen will ist, dass alles, was ich denke und zu Papier bringe, nicht unbedingt wahr sein muss. Aber ich versuche, mich auf meine Art und Weise der Wahrheit anzunähern, sofern es diese für uns Menschen gibt. Es könnte auch sein, dass ich nur einer Illusion folge, denn möglicherweise ist unser ganzes Leben nur eine einzige Illusion. Wer weiß das schon? Denk mal über den Tod nach und über die Fragen woher wir kommen, was wir hier sollen und wohin wir gehen. Gruß Heinz-W. Hoetter (nur auf der Durchreise)


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