Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„... Entdecke die Möglichkeiten !?!“ von Egbert Schmitt

Kurzgeschichte lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Egbert Schmitt anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Arbeitswelt“ lesen

Funky (hansreiterme.com)

14.02.2020
Bild vom Kommentator
Lieber Egbert,
der Punkt ist gemacht. KI oder ohne, egal, wir entdecken die Möglichkeiten! Wobei tatsächlich der Schwerpunkt auf ENTDECKEN liegt, beinhaltet dieser Begriff doch, wie unendlich unmöglich es ist, jemals ein oder das Ende zu finden. Und genau so ist es auch mit der künstlichen Intelligenz. Wie könnte jemand deren Möglichkeiten entdecken, wenn er noch nicht einmal versteht, dass er selbst es ist, der sie speist?
Gut, aber...! Nix ABER!
Seit die Menschheit damit begonnen hat, alle möglichen Prozesse, eben auch Arbeitsprozesse des banalsten Teilnehmers am Wirtschaften, des Menschen, zu sezieren, war und ist es nur ein logischer Schritt, dass jene Details und alles, was damit einhergeht, wie z. B. soziologische Aspekte zunehmend eine untergeordnete Rolle spielen. Denn, ALLES und JEDES lässt sich in Faktoren, Parameter etc. aufdröseln, also auch digitalisieren, NUR der Faktor Mensch nicht. Seine Handlungen vielleicht gerade noch, nicht aber seine Beweggründe, seine Empfindungen, sein Wünsche, sein Glück, sein Leid usw. UND weil das so ist, wird nicht die KI daran scheitern, aber wir, die wir ihr so sehr viel Glauben und ALLESKÖNNEN beimessen.
So sind die 84 Lenze deiner werten Frau Mutter ein Beispiel für 100.000 Dinge, die sich digital erfassen und auswerten lassen, gleichzeitig aber auch dafür, dass noch so viel digitaler Wahnsinn nicht in der Lage sein wird, uns ein verlässliches und dir sofort vertrautes Bild deiner Mutter zu zeichnen.
Stufe zwei der Irrfahrt wird erreicht sein oder ist schon erreicht, wenn wir, jeder einzelne ist gemeint, die Schwachstellen und Fehler der KI noch nicht einmal mehr erkennen. Wie sollen wir auch? Stecken nicht Algorithmen dahinter, die sich unserer Kenntnis entziehen und deren Komplexität und Wirkung noch nicht einmal deren Erfinder zu beurteilen vermögen? Was, wenn Verflechtungen und Verzweigungen stattfinden, deren Geburt nicht vorausgedacht werden konnte? So glauben wir halt daran, wenn uns ominöse Statistiken und Vorhersagen präsentiert werden, die auf ebenso dubiosen Erhebungen und Verarbeitungsalgorithmen beruhen. Wir glauben daran, was automatisierte Facebook-Kommentare signalisieren! Wir glauben daran, was uns als von Maschinen produzierte Meinung aus dem inszenierten Mund eines Menschen entgegenströmt undsofort.
Der gepflegte Bayer begegnet diesem Verfall in aller Bescheidenheit mit dem Ausspruch: Da legst die nida!

In diesem Sinne, Dank für deine wieder gezeigte unermüdliche Arbeit, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Servus
Hans

Gherkin (gherkinhotmail.de)

14.02.2020
Bild vom Kommentator
Lieber Egbert, umfassende, radikale Aufklärung
auch der prekärsten Interna! So kennen und so
lieben wir Dich! Deus ex Machina! Im Wortsinne.

Danke für die Fakten, genial zusammen getragen.
Das ALLES musste endlich einmal gesagt werden.
Und wie Du es in Sätze wuchtest, das Problem -
das ist eben nur Dir so möglich. Klasse Arbeit!
Zum 84. Geburtstag Deiner Mutter Glückwünsche!
Ich fand den Ausdruck stark: "Sie lenzte..."


Gruß von Gherkin

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zur Kurzgeschichte verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).