Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„Nothing else matters oder zwischen zwei Weihnachtsabenden“ von Patrick Rabe

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Renate Tank (renate-tankt-online.de)

11.09.2020
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So, nun habe ich mich hierher verirrt, Patrick.
Wollte doch mal sehen, ob ich deinen Erzählstil lieben könnte
- und ja, er hat mich wirklich elektrisiert.
Ich spüre halt auch hier den tiefen Wunsch heraus, die wirklichen
Wichtigkeiten des Lebens zu erkennen und zu erfahren, und
das auch über "neue Straßen".
Musik ist bei dir der Schlüssel, dem Leben Melodien abzu-
lauschen oder selbst zu schenken. Jeder Mensch trägt wichtige
Noten dazu bei.
Du hast mir deinen besonderen Tiefgang gezeigt, der sich
öfter schon hinter "schnodderigem Humor" verbarg, und dann
fühle ich mich sogar manchmal wie "geritzt".
Was mir ganz besonders gefiel, das war deine Kunst, dein
Empfundenes so zu vermitteln, dass auch ich diese Personen
real vor mir sah und ihre Aura aufnehmen konnte.
Prosa liegt dir ebenfalls sehr - mein Kompliment.

"Man sollte nie jemanden unterschätzen. Und nie von jemandem, der sich einmal in Kellern herumgetrieben hat, denken, er sei der Teufel. Der Auferstandene zeigt sich selbst noch im Geringsten unserer Brüder."

Das ist eine Aussage, die ich nochmals ausdrücklich hervor-
heben möchte, denn genau an dieser müssen wir unser Leben
lang immer wieder arbeiten.

Liebe Grüße sendet dir Renate

Patrick Rabe (12.09.2020):
Danke, Renate! Du hast mir wirklich eine echte Freude gemacht mit deinem Kommentar. Meine Freunde hier im Stadtteil interessieren sich wie üblich nicht dafür. Weder die Christen, noch die Nichtchristen. Die mögen es halt lieber ein bisschen simpler. Und halt tatsächlich auch eher so, dass man sich mit ihnen auf eine Ebene begibt. Damit habe ich aus Gründen von Dünkel ja keine Probleme. Aber diese Geschichte hier hätte ich wirklich nicht im "Ey, alter, lass uns f***en-Ton schreiben können. Ich verstehe auch wirklich nicht, warum man alles immer angeblich erst verstehen kann, wenn man es in einer Art ausdrückt, die jegliches Niveau unterschreitet. Ich habe einfach keine Lust mehr, es meinen Lesern/Leserinnen so einfach zu machen. Bin ja keine 15 mehr. Liebe Grüße und hab eine schöne Zeit, die dir Freude macht und dich aufbaut. Hoffnungsvolle Grüße von Hamburg nach Nauheim, Patrick

Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de)

10.09.2020
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Lieber Patrick,
diese Geschichte aus deinem Leben hat mir tiefer berührt, als alles, was ich von dir kenne! Prosa ist etwas, dass mir so gar nicht liegt (zu schreiben meine ich), obwohl ich ein paar Geschichten geschrieben habe. Aber vieles von dem, was du schreibst, ist mehr verstiegen, kommt von einem Punkt auf den Nächsten und verläuft sich im Absurden. Aber diese Geschichte hier hat so ein gleichzeitig hoffnungsvolles und melancholisches Gleiten. "zerbrochene Generation" ist vielleicht das Wort, um das sich die Geschichte dreht. Für mich war sie wieder zu voll mit irgendwelchen Musikern, die mir gar nichts gelten, aber in diesem Fall ließ ich mich ein bisschen mit reinziehen. Du wolltest wissen, wie die Geschichte bei mir ankommt. Wie gesagt, für mich ist sie einer deiner echten Höhepunkte. Gratuliere!
Liebe Grüße vom schottischen St. Andrew zum irischen St. Patrick

Patrick Rabe (11.09.2020):
Oh, dann sind wir ja wieder sehr nah beieinander. (Schottland/Irland) Lass uns doch schnell besuchen, bevor sie den Brexit vollenden. Ich als Sprachennerd sehe ja auch das Land der Abgeschotteten und das Land der Irren darin. Immerhin verbirgt sich in "Eire", dem gälischen Originalwort für Irland auch die Friedensgöttin Eirene (Zufall? Ick jlob det nich), dieja auch auf der Quadriga des Brandenburger Tors steht, und ihre Rosse lenkt. In "Schottland" hingegen verbirgt sich "Scot", das laut einer Sprachforschungsquelle aus dem Internet das altenglische Wort für "Steuer" ist. Ob damit allerdings die Hundesteuer oder das Steering wheel gemeint ist, darüber schweigt sich diese Quelle aus. Oh, mein Teekesselchen pfeift. Das steht immer neben dem Schwein. Ich hatte die leise Hoffnung, dass das Schwein von dem Teekessel das Pfeifen lernen kann. War aber nicht so. Jetzt will ich die dumme Sau loswerden, kann eh kein Kabarettprogramm mit ihr machen. Ja, und um es abzuschließen: Natürlich landet auch so mancher Steuereuro aus Hamburg in Berlin. Damit habe ich auch die heute noch fällige politische Provokation abgearbeitet. Ich freue mich, dass dir mene Geschichte gefällt. Ich bin auch ganz glücklich mit ihr. Ich habe schon viele Jahre lang nach Worten für diese Phase meines Lebens gesucht. Und mit den Musikern? Naja, das ist Stilmittel.Hat ein bisschen mit dem zu tun, was "meine" Generation so an Prosa und auch an Lyrik hervorgebracht hat. Und natürlich hat mich das beeinflusst. Wäre ja auch komisch, wenn nicht. Ich empfehle zu demThema gerne die Bücher von Tino Hanekamp und Heinz Strunk. Besonders im Werk von Tino Hanekamp spielt das Erwähnen und zitieren von Musikern eine Rolle, Heinz Strunk macht es, z.B. in "Fleisch ist mein Gemüse" auch. Was mich aber völlig geflasht hat, ist der halbbiographische, im Fragmentstil verfasste Roman von Dirk von Lowtzow (dem Sänger von Tocotronic) selber. Zuvor hatte ich es aufgegeben, Bücher oder gar Romane von "Rockstars" zu lesen. Die fand ich alle doof. (Ausnahme "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave). Gerade über die Bücher von deutschen "Rockern" konnte ich allmählich nur noch den Kopf schütteln. Aber das Buch von Dirk von Lowtzow "Aus dem Dachsbau" ist schon echt feiene Kost. Wahrscheinlich kann das aber auch nur ein echtes "Mitglied" meiner Generation so lesen, dass man seine helle Freude daran hat. Dennoch möchte ich dir Mut machen, da mal reinzuschauen. Tocos sind Best. Haben mitgeholfen den sog. "deutschen Rock" zu retten. Grönemeyer was not amused. Liebe Grüße vom King of Queens. Der King of Kings ist immer mit dabei Und der King of Kong lässt heute, am 11. September, hoffentlich New York in Ruhe. Bis bald, dein Patrick vom Bornbach.

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