Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„Ein Schriftsteller, Leser, Nichtleser, Freunde, Verwandte und“ von Hartmut Wagner

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Bert (egbert.m.schmittgmx.de)

26.10.2020
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... Na, ich habe alles aufgegessen (gelesen, narturlement), weil es mir Wert war Hartmut, auch wenn ich am Tablett schreibe und mit Meinen dicken Finger die Oberfläche ertasten versuche.

Nicht nur wegen der Geschichte müsste ich antworten, sondern auch wegen dieser Verlagspraktiken, die verstärkt aus dem Saarbrücker Raum stammen, die Autoren anwerben um mit ihren Bücher verlegen wollen.

Eigentlich müsste ich hier aufhören, denn diese Scharlatanerie ist nicht beispiellos, sondern Gang und Gebe. Wir hier sind keine guten Autoren, und DAS wissen diese Nepper, Schlepper und Bauernfänger aufs genaueste.

Warum erörtete ich dass eigentlich. Vermutlich weil ich gerade ein Bier, als nicht Biertrinker, intus habe und morgen wieder in den Fach_Verlag mich begebe, was ich als gelernter Bleisetzer und jetziger technischer Redakteur nach über 50 Jahren UND sieben Technologiesprüngen noch drei Jahre in einer Software_Genossenchaft unseren Mitgliedern Wissen vermittle, dass Sie im Beruf WIRKLICH benötgen.

Jedes Buch kostet dem Mitglied 18 Euro, auch auf digitalen Plattformen jedlicher Art, aber verlangen müssten wir vom Aufwand eigentlich das dreifache. Es ist ein Mehrwert für Sie von Uns.

Autoren wie wir hier, sind bei anderen Verlagen unrelevat und produzieren für uns letztendlich auf unsere Kosten. Es geht darum Druckmaschinen zu bestücken, der Inhalt ist unrelevant.

Es kauft keiner 20 Stück oder 50 von unseren Machwerken oder Dissertationen. Es benötigt keiner unsere Gedanken, egal wie gut oder schlecht. Es müssen, bzw. WIR müsse die Verlags und Druckkosten für Sie einspielen und dann wenn unverkäuflich, die Restauflage zurückkaufen.

Ihr eitles Geschäftsmodel, spricht uns an. Vor allem sind Ihre Texte nicht gestaltet oder reduziert.

Ich als Profi in diesem Gewerbe brauche Tage für ein Buch um es zu gestalten. WER soll das bezahlen., wenn es eh keiner kauft oder geschenkt haben will. Ich schenke MEINE Bücher, meiner Mutter.

Es sind Unikate von seltener Schönheit, gelinde gesagt, weil mein ganzes machbar Fachwissen untergebracht ist und es eine Handbuchwerkstadt hier in Nürnberg nach Guttenbergs Regeln finalisiert.

KOSTEN reines Material 70 Euro pro Buch, ohne meine Arbeitszeit. Bei größeren Auflagen halbiert sich der Preis. Aber meine Texte, wie auch 95 der Anderen, will keiner.

Die Buchläden sind voll mit weitaus besseren Autoren, die auch keiner kauft. Die 5% Restautoren machen den Umsatz. Es schaffen ja nicht einmal wir hier im Forum UNS GEGENSEITIG zu schätzen.

Dieses Forum ist zu eine Asservatenkammer für Copy and Past Texte verkommen, aber erst seit 2008 und der Wirtschaftskrise. Jeder ist ich seither selbst der nächste.

GRUß vom Egbert, mit 166 Geschichten

Hartmut Wagner (27.10.2020):
Lieber Bert, schönen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Er ist sehr pessimistisch, aber auch sehr realistisch. Für ein vom Univerlag Bochum auf 515 Seiten kopiertes und im DIN-A4 Format hardcover gebundenes Manuskript, das ich Agenten und Verlagen zwecks Verkaufsvermittlung bzw. Verkauf vorlegen wollte, musste ich für fünf Exemplare 150 Euro bezahlen, pro Exemplar also 30 Euro. Hätte ich jedes dieser Exemplare zum Preis von 30 Euro im Buchhandel verkaufen können, wäre ich pro Manuskript 30 Euro los geworden und die Buchhandlung gänzlich ohne Einnahmen geblieben.. Für meine Herkulesarbeit als Schriftsteller ein angemessener Lohn. Hahahaha! Der Universitätsverlag Bochum wollte das Buch gegen einen Kostenzuschuss von 1000 Euro meinerseits veröffentlichen. Hätte er das Manuskript nach dem Kopierverfahren nur auf Anforderung verkauft, bei 30 Euro Verkaufspreis erschien mir der Verkauf auch nur eines einzigen Exemplares vollkommen unwahrscheinlich, wären ihm bei keinem einzigen verkauften Exemplar ohne jegliche Kosten 1000 Euro als Gewinn verblieben, ohne an mich als Autor auch nur einen Cent Honorar gezahlt zu haben. Ich bat dann den Chef der Kulturstiftung der Schwerter Sparkasse, ich wohne in Schwerte, um die 1000 Euro Druckkostenzuschuss als Sponsorengeld, denn mein Buch handelt von Schwerte, doch vergeblich. Dieser Herr unterstützt lieber Schützen- und Sportvereine. Nehmen wir einmal an, die Kulturstiftung der Schwerterr Sparkasse, deren Chef übrigens ein höheres Gehalt als Frau Merkel bezieht, hätte den Druckkostenzuschuss als Sponsorin übernommen und der Univerlag Bochum hätte 8ooo Paperbacks des Buches für 15 Euro in Schwerte und Umgebung verkauft, bei Produktionskosten je Buch von 10 Euro in einer polnischen Druckerei, wäre es bei üblichen Autorenverträgen zu folgender Rechnung gekommen: - 8000x10=80000 Euro - Sponsorenzuschuss von 1000 Euro=79000 Euro Produktionskosten des Verlages - 8000x15=120000 Euro Verlagseinnahmen aus dem Buchverkauf-10% je Buch als Autorenhonorar 12000=108000 Einnahmen aus dem Buchverkauf - Einnahmen 108000-Produktionskosten 79000=29000 Gewinn des Verlages aus den Verkaufseinnahmen abzüglich der Druckkosten und des Autorenhonorars - Autorenhonorar: 12000 Euro. Warum sollte der Verlag das Risiko tragen, auf den meisten Büchern sitzen zu bleiben, wenn er ohne jeden Arbeitsaufwand den Autorenzuschuss von 1000 Euro von mir als Urheber oder von der Sparkassenstiftung als Sponsor einsacken kann? Ich zahlte dem Verlag selbstverständlich keinen Druckkostenzuschuss. Lieber Bert, ich grüße Dich ganz herzlich, wünsche Dir Humor und Gesundheit und schreibe trotzdem weiter, Hartmut!

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