Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„ein Editorial, das als Kurzgeschichte ausartete (Seite14)“ von Egbert Schmitt

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Bozena Friedrich (bozenafriedrichgmail.com)

17.11.2020
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Turm Babel zu bauen hat sich wirklich gelohnt! :)

Funky (hansreiterme.com)

11.11.2020
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Lieber Egbert,
woran liegt es, dass für die einen 6,79/qm viel ist, für die anderen dagegen unvorstellbar wenig? Nun, es hat mit der Distanz zu tun. Die einen wohnen in Nürnberg, die anderen in München. Wobei mir die 6,79 sogar für Nürnberg sehr niedrig scheinen. So ist es mit Distanz schon erklärlich, dass manche sagen, solange haben wir noch nie in Frieden gelebt und andere nicht einmal nachempfinden können, was gemeint ist. Als die Planung für den BER vor, ich weiß es nicht, sagen wir 30 Jahren begann, hätte sich niemand in seinen kühnsten Träumen vorstellen mögen, dass dieses Epochenmonster mehr als 7 Mrd. Euro verschlingen wird, die Nachlaufkosten von einer weiteren Milliarde nicht eingerechnet - und was sonst noch kommt! Womit wir wieder bei der Distanz sind. In 2006 dachte man, das ganze für 2 Mrd. zu bekommen. Jetzt werden es halt vier mal so viel! Übrigens ein interessanter Multiplikator. Die LMU hat in einer Studie u. a. festgestellt, dass wahrscheinlich vier mal mehr Menschen mit Covvit-19 infiziert sind als mittels Tests festgestellt. Distanz bemisst sich folglich nicht nur nach Längenmaßen, sondern auch in Geld, in viel Geld oder sogar in Viren pro Kopf. Von München nach Nürnberg sind es also nicht nur rund 150 km Luftlinie, sondern auch so und so viel in Euro bezüglich Mieten, Lebenshaltung usw. Vielleicht sollten Arbeitnehmer deshalb künftig besser danach fragen, um wieviel ihr Leben am Arbeitsort teuerer oder ggf. auch billiger wäre im Vergleich zum gegenwärtigen Lebensmittelpunkt. Das andere ist die Fahrstrecke, auch eine Distanz, zugegeben, aber was macht das schon? Sitzen wir halt länger im Auto, der Bahn oder im Bus. Weil dieser Umstand sogar zu Kosteneinsparungen führen kann, wenn wir an die Stunden verhinderter Freizeit denken, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Herr Scholz bereits darüber nachdenkt, ob dies nicht den Tatbestand des geldwerten Vorteils erfüllt und somit zu besteuern wäre.
In diesem Sinne weiterhin frohes Schaffen und sei mir gegrüßt!
Hans

Egbert Schmitt (12.11.2020):
... hallo-hallo Hans, schon von Dir zu lesen. Ja, ich vermute dass die Miet- und Eigentumspreise, sich proportional mit den qualifizierten Arbeitsmöglichkeiten parallel ansteigen. Nürnberg war seither eine Arbeiterstadt und das fränkische Umland hin zur Fränkischen Schweiz, für Restbayern und Restdeutschland spottbillig. Das hat sich nach der Wende geändert. 1985 als ich mit meiner jettigen Holden zusammenzog, kostete ZUR MIETE eine 2einhalb Mietwohnug WARM im grünen Langwasser 840 DM. Jetzt weit nach der Euroeinführung kostet Sie (die gleiche) 1200 Euro. Fatal ist, dass sich die Löhne und Renten halbierten. Damals verdiente ein KFZ- Facharbeiter oder Busfahrer 2000 auf die Hand. Heute haben Sie 1800 Euro ohne gestrichene Zulagen (deswegen Streik) und wohnen nicht mehr in Nürnberg, sondern in Ansbach oder Weißenburg. Es ist wie bei Dir in München. Schon vor Jahren wohnten Busfahrer die zuzogen hinter Manching Richtung Franken bereits auf Chapmingplätzen. Polizisten wollen NICHT in die Landeshauptstadt, trotz Finanzausgleich und OHNE Altersbeschränkung bei Eintrittsalter. Meine Schwägerin mit Mann bezahlen in München-Pasing für ein Mieteckhaus über 3000 Euro im Monat. Kaufen kannst du da nichts. Für das Erbhaus meiner Frau bekamen wir in Kulmbach (nach 5 Jahren erst), ob wohl da wie in Starnberg DIE SITUIERTEN Franken wohnen., nur 10% von dem was in München das selbe Objekt erkauft wird. Weit draußen Richtung hinter Niederbayern. München ist diktatorisch zentralisiert mit den guten Arbeitsplätzten. Der Rest versucht jetzt in Nürnberg zu leben oder studieren (Home-Office). Hier in Langwasser kommt ein(weiterer) neuer Uni-Campus. Erlangen mit Siemens und Vorzeige-Uni hat keinen Platz mehr. Auch UNBEZAHLBAR. Auf einem ehemaligen Bahngelände werden um die Uni. 1600 Wohnungen gebaut. Es WERDEN ABER 6000 GEBRAUCHT: ZUMAL DIE WENIGEN GÜNSTIGEN WOHNUNGEN AUCH NICHT FÜR DIE FLUCHT-ZUGEZOGENEN FREI SIND: Es herrscht Wohnungsmangel. Unsere Eigentumswohnung ist um ein Drittel im qm-Preis gestiegen, was mir nichts bringt, weil wir darin wohnen und DIE ABGABEN (Hebesatz) sich exorbitant erhöhen. Ich zahle bereits SOVIEL Nebenkosten, dass ich mehr Ausgaben habe, als wenn ich Sie vermiete.

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