Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„Der kleine Brill oder die richtige Einstellung zum Sonntag“ von Wolfgang Hoor

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chriAs (christa.astla1.net)

14.11.2020
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Servus Wolfgang, ja das waren andere Zeiten. Man durfte nicht schreiben wie man dachte oder empfand, man musst schreiben, wie es dem Lehrer gefiel. Oder ist es heute auch noch so? Meine Aufsätze waren kümmerlich kurz, aus Angst, etwas "Falsches" zu schreiben. Wirklich etwas auszusagen lernte ich erst mit 17 Jahren, dank einer noch jungen Deutschlehrerin, die mich auch richtig für Literatur begeistern konnte. Ich mag deine Erinnerungsgeschichten!

Bert (egbert.m.schmittgmx.de)

12.11.2020
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... ja das fehlt hier im Forum.
Ein Spitzentext, so, wie der deines Klassen-Mitschülers.

Ich stamme auch aus einem Arbeiter-Angestellten-Haushalt,
obwohl meine Mutter zu Hause weilte und mein Vater
als gelernter Dreher (Tenor: die Firma Siemens braucht ---)
und späterer Bankbeamter, dann Mitte der 60iger
als Jazz-Berufsmusiker zum BR-Rundfunk wechselte.

Mir ist es ähnlich ergangen, kann mitfühlen.
Nicht-Beamtenhaushalt war Prekariat, noch heute.

Bin schon - jung68ig - angeeckt, weil ich von der gängigen Musikberieselung,
der Mitschüler, die mir fremd war, nichts damit anfangen konnte und bei den Lehrern
subversiv beäugt wurde, wegen der Jazzvorliebe, die ich von ZU HAUSE
durchwegs hörte und der erlesene Erwachsen-Personenkreis
der DAHEIM stehts ein- und ausging, mich dahingehend altklug machte,
aber beim einfachen Schul-Rechnen u.d.g. glatt versagte ...

Trotzdem waren wir GESLLSCHAFTLICH ein Fach-Arbeiter-Haushalt
aus der Arbeiterstadt Nürnberg in Südbayern (eigentlich Franken)
und nicht aus der DDR, wo ich vermutlich mehr Chancen gehabt hätte.

Ohne fördernde Unterstützung durch den Staat, der noch heute seine Eliten
unterschwellig prorisiert, damit jeder DAHIN HINGEHÖRT, wo er hingehört.

Obwohl ich ERST (oder schon) 1957 die Gnade der späten Geburt erfuhr.

12 Jahre nach dem Krieg und auch 12 Jahre nach den 12 Lumpenjahren,
wo solche Lehrer immer noch sich hinter Befehlsnotständen verschanzten,
mit ihren altvorderer Denkstruktur.

Selbst mein Sohn Nr. 1, auf dem Gymnasium, hatte noch solche Lehrer.

Aber heute können sich die Kinder erwehren, so wie der Meinige
der dem alten Kunstlehrer antwortete (mit 11), er müsse schon ...

... (welcher bei vorgefertigten Klecksographie-Vorlagen nicht das
herausinterpretierte, was der Herr Studienrat so von Schülern
gewohnt erwartete mit seinen Dauerfolien und standarttexten)...

... also ... er müsse schon IHM (meinem Sohn) überlassen,
was er aus DEN Klecks-Vorlagen herauslese ... interpretiere.
Jeder sieht doch individuell was Anderes ...

Die Note war dementsprechend, sowie damals bei MIR
im Musikunterricht, wo ich ES einfach besser erklären
konnte als der verbeamtete Pseudo-KLASSIK-Musikpädagoge,
der von Jazzorchester-Musik null Ahnung hatte
und jedes Jahr DIE MOLDAU auf dem Stundenplan abhakte.

Gruß Egbert

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