Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„Erinnerungsluecke“ von Dirk Hofmann


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eine schwierige Situation. Ich sah auch Filme über so etwas und die armen Würmchen taten mir sehr leid. Auch meine Tochter ist alleinerziehend, aber der Enkel kommt immer zu uns. Wie sehr die frühen Jahre ein Kind prägen, das sieht man daran, dass unser Kleiner Kölsch spricht so wie ich, seine Mama nicht, dass er Baklava gerne isst so wie ich, seine Mutter nicht. Ich denke, du verstehst, was ich sagen will.LG von Aylin

Dirk Hofmann (16.08.2021):
Ich verstehe, was du sagen möchtest. Ich war ja "nur" fast ein Jahr dort. Woche für Woche und am Wochenende zu Hause, vielleicht. Leider kann ich mich nicht wirklich darin erinnern, gut wenn man ab der 12ten Woche dorthin kommt, bleibt nicht viel im Gedächtnis, aber manches hat sich für mich geklärt, durch diesen Umstand. Danke Lg Dirk

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Lieber Dirk, deine autobiografische Erzählung hat mich sehr berührt! Man sagt ja immer, die ersten 3 Lebensjahre sind besonders prägend... doch prägen sie wohl mehr das Unterbewusste, als das konkrete Erinnern. Und manche Kinderseele hat wohl auch Dinge vergraben, weil sie sich selbst schützen wollte.
Manches, das man als Erwachsener nicht versteht, erklärt sich plötzlich, wenn man in der Vergangenheit gräbt und Hintergründe erfährt, die einem nicht mehr in Erinnerung waren... so wie das jetzt bei dir war. Oft kommen dann mit der ersten Erinnerung auch andere Bilder wieder hoch, die das Unterbewusstsein gespeichert hat... und manches setzt sich dann wie ein Puzzle zusammen.
Ich bekam im letzten Jahr von meiner Mama einen Stapel "alter Briefe" mit, die sie über viele Jahre an meine Patentante geschrieben hatte und die dann beim "ausmisten" wieder bei ihr gelandet sind... und beim weiteren ausmisten dann bei mir. Erst wollte ich sie wegwerfen, aber dann las ich sie doch und es war spannend, zu erfahren, wie es meiner Mama in den ersten 10-15 Jahren meiner Kindheit oft so ging... Dinge, die sie vor uns Kindern nicht zeigte, aber der Freundin schrieb... Schmerzen, die sie hatte und uns auch verbarg die meiste Zeit... - manches hat sich so erklärt, das ich als Jugendliche spürte, aber nicht verstanden habe...

Einen herzlichen Gruß! Anschi

Dirk Hofmann (15.08.2021):
Ich bin ja nur durch eine Reportage darauf gekommen. Es gab da ein paar Dinge die gezeigt wurden und mir irgendwie bekannt erschienen. Wie ich schon schrieb, nun ist mir einiges bewusster, wieso ich manches so mache und wieso meine Mutter sich manchmal so verhält. Früher, na ja sogar bis ins erwachsenen Alter, habe ich es auf die verflossene erste Liebe geschoben, weil dieser Lebenspart ist auch nicht abgeschlossen, weder von meiner Mutter noch von mir. Dies ist aber eine andere Geschichte. Danke Lg Dirk

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