Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„Gedanken über meine KInder“ von Doris Fischer


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Liebe Doris,

man kann das Elternsein ja nicht erlernen, da muss man dann einfach mit klar kommen. Auch ich fasse mir an die eigene Nase, wenn ich deinen Text lese. Gehe nicht zu streng mit dir ins Gericht.

Liebe Grüße von Sabine

Doris Fischer (23.08.2021):
Liebe Sabine, vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte. Es wird wohl immer so bleiben, dass man als Eltern Fehler macht. Das Schlimme daran ist, dass man die Auswirkungen erst viel später zu spüren bekommt und weiß, dass man nichts mehr ändern kann. Diese Gewissheit werde ich für den Rest meines Lebens mit mir herumtragen. Dir eine gute Zeit und liebe Grüße Doris

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Liebe Doris,
ist das die gleiche Tochter, die im gestrigen Text die Eltern den Umzu erledigen ließ? Als Eltern macht man IMMER in der Erziehung etwas falsch... zu streng, zu lecker, zu behütend, zu lasch... Das Schwierige ist, dass die gleichen Fehler bei unterschiedlichen Kindern ganz unterschiedliche Effekte bewirken. Und natürlich lassen sich diese Fehler nicht rückgängig machen, doch jeder erwachsene Mensch hat die Chance, diese Dinge auch aufzuarbeiten und zu verändern... wenn er das denn will. Besonders wir Mamas meinen auch dann oft noch, WIR müssten das auch dann noch "reparieren"... aber erwachsene "Kinder" können das selbst! Oder sie können sich ihr restliches Leben darauf berufen, dass sie "Opfer ihrer Erziehung" sind... Doch Erziehung ist nur ein Teil ihrer Persönlichkeit... und sie selbst können dies verändern, auch wenn die Prägung sehr stark ist. Ich kenne Menschen mit einer schweren Bürde aus Kindertagen, die es dennoch schafften, als Erwachsene ihr Leben gut zu meistern... und sich auch mit ihren Vätern oder Müttern wieder auszusöhnen. Und als Eltern hat man auch die Möglichkeit, auf die erwachsenen Kinder zuzugehen und sie um Verzeihung zu bitten - und ihnen die neue Botschaft mitzugeben, dass man ihnen zutraut, dass sie ihr Leben meistern können!
Ich konnte meinen Kindern auch nicht das Trauma einer Scheidung ersparen... ich hatte einige Jahre, wo ich für sie nicht so da sein konnte, wie sie es vielleicht gebraucht hätten... und auch mein Exmann konnte dies nicht so, wie es gut gewesen wäre. Was sie aber wissen, ist, dass wir sie lieben und stolz auf sie sind... denn trotz aller Probleme wurden sie tolle Erwachsene!
Du kannst auch heute noch deiner Tochter vermitteln, dass sie ihre Probleme selbst lösen kann! Sie notfalls zu einer Therapie ermutigen, die ihr dabei hilft! Sie in der Therapie auch unterstützen, aber ihr auch sagen, dass zur Liebe ganz besonders auch das Loslassen gehört, was du zu spät erkannt hast. Aber traue ihr zu, dass sie die Dinge auch selber kann, die sie sonst aus Gewohnheit an die Eltern delegierte. Denn wie soll sie sonst einmal klar kommen, wenn sie auf die Eltern nicht mehr zugreifen kann?
Fehler machen wir Eltern alle... das werden auch die Kinder merken, wenn sie selbst einmal Eltern werden. Aber wenn wir die Fehler erkennen, können wir etwas verändern. Nicht das Vergangene... aber das Jetzt!

Ganz lieben Gruß! Anschi

Doris Fischer (20.08.2021):
Liebe Anschi, vielen Dank für deine offenen Worte. Mit deiner Einschätzung und deinen Empfehlungen hast du mir aufgezeigt, wie ich mit diesem Thema weiterkommen kann. Viele liebe Grüße Doris

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