Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„Ein Nazi wohnt in meiner Nachbarschaft! Was tun?“ von Hartmut Wagner


Kurzgeschichte lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Hartmut Wagner anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Gesellschaftskritisches“ lesen

Bild vom Kommentator

Dann schmeiß ihn doch einfach raus!

Bild vom Kommentator
Jedes Extrem ist immer schlecht,
jedes Extrem ist außerhalb vom Recht,
Je mehr man etwas beachtet und kritisiert,
es damit immer schlimmer wird.
Ihr tut mir beide leid, von Herzen, Ehrenwort,
besser treibt Ihr beide einen Sport,
da könnt Ihr euch im Wettkampf messen,
und pubertäre Machtkämpfe vergessen.
Ich will auch nichts mehr von Früher wissen,
mein Herz und Geist sind rein, und mein Ruhekissen.
Menschen die dauernd auf die Vergangenheit schauen,
können leider keine Zukunft aufbauen.
Ich hoffe für Euch beide, wirklich wahr,
Ihr kommt mit der Gegenwart einmal klar.
Das Licht und der Schatten gehören zusammen,
da beide nicht alleine kamen.

Ich wünsche wirklich inneren Frieden in der Gegenwart.
Ich bin kein Freund von Extremen, kein Freund von Fingerzeigern und kein Freund von Menschen die ständig Angst haben und in der Vergangenheit leben....




Hartmut Wagner (24.09.2021):
Lieber Igo, vielen Dank für Dein schön gereimtes Kommentargedicht. Ich muss Dir aber leider widersprechen. Wer ist extrem? Einer, der 6 Millionen vergaste Juden und 50 Millionen dahin geschlachtete Zivilisten und Soldaten für das Ergebnis eines historisch einmaligen Verbrechens hält wie ich oder einer, der das gut findet wie mein Nazi-Nachbar? Ich glaube, diese geschichtlich einmaligen Schandtaten für eine unmenschliche Mordwalze zu halten, ist sehr normal und überhaut nicht extrem. Sie aber als gut zu betrachten, ist einfach verbrecherisch, und im höchsten Maße extrem. Mein Nachbar ist ein brauner und gefährlicher Naziextremist. Ich bin demokratischer Kriegsdienstverweigerer und Pazifist. Du hältst das wahrscheinlich für Pharisäertum. Nur Menschen, die hin und wieder in die Vergangenheit schauen, können übrigens eine vernünftige, friedliche und glückliche Gegenwart und Zukunft aufbauen, nicht aber geschichtsvergessene Traumtänzer. Nur, wer illusionslos die Fehler der Vergangenheit: Religionsterror und -intoleranz, ob von christlicher, islamischer oder sonstiger Seite, kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und unverschämte Adelsüberheblichkeit, mit den Erkenntnissen aus der Geschichte bekämpft, überall wo sie ihre schmutzigen Häupter erheben, wird es zu einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen mit gleichen Chancen bringen. Was daran pubertär ist, industrielle Judenvergasung und kriegerisches Massenmorden als Verbrechen zu benennen oder wie mein Nazinachbar gut zu heißen, möchte ich gern wissen. Du schreibst da ein Friede-Freude-Eierkuchen-Gedicht, das falsches Rechnen impliziert und Gleichungen, bei denen 2 plus 2 gleich 7,5 ist. 2 plus 2 ist nun aber ausschließlich 4, und nicht und niemals irgendetwas anderes. Ich bin jedem englischen, französischen, amerikanischen, russischen Soldaten und allen polnischen, französischen, jugoslawischen Partisanen und den leider nur wenigen deutschen Widerstandskämpfern dankbar für jeden getöteten Soldaten der deutschen Naziarmee. Ich hätte, wenn ich damals dazu in der Lage gewesen wäre, ich bin aber erst 1944 geboren, so viele Nazisoldaten wie möglich getötet, ohne jeglichen Gewissensbiss, denn das war eine bittere und schreckliche Notwendigkeit. Der zweite Weltkrieg war auf Seiten der Alliierten einer der wenigen gerechten Kriege und bitter notwendig obendrein, daneben sind nur noch die Befreiungskriege der Drittweltländer in Afrika, Asien und Lateinamerika zu rechtfertigen. Ich bilde mir nicht ein ein besserer Mensch als mein Nazinachbar zu sein. Aber ich vertrete in dem speziellen Fall das Gute, Wahre, Schöne und er nur braune Jauche, Rassismus, Antisemitismus, Hass auf Behinderte und alles, was anders ist. Es ist nicht alles wahr und gleich gut, was sich Menschen ausdenken und Dein Gedicht, halte ich für ganz, ganz schlecht! Nicht, was die Form angeht. Die hast Du ganz gut hinbekommen. Aber der Inhalt setzt sehr Gutes mit sehr Schlechtem gleich und Du Dir die Schlafmütze des deutschen Michels auf, indem Du beides zu einem ungenießbaren "geistigen" Gebräu zusammen mischst. Ein Kunstwerk aber ist nur gut, wenn es der Vernunft, dem Guten Wahren und Schönen dient. Es muss erstens zumindest unterhalten, zweitens ins Herz der Leserinnen und Leser treffen und drittens, wenn es ganz besonders gut ist, uns zu einem neuen Verhalten in Richtung auf das Gute, Wahre, Schöne bewegen. Dein Gedicht beinhaltet verdrehte und falsche Anschauungen und führt bestenfalls zu gar nichts und schlechtestenfalls zu Verhaltensweisen auf der Basis verdrehter und falscher Anschauungen. Wir sind nicht besser als der letzte Verbrecher, weil weder der noch wir über einen freien Willen verfügen, stattdessen wir und er Ergebnisse unserer Gene und unserer Umwelt darstellen. Was kann ein Blödmann dazu, dass er blöd ist? Mit welchem Recht also sperren wir Verbrecher ein oder töten sie gar vollkommen zu Recht in Notwehr? Mit keinem Recht als dem des Selbstschutzes! Da Verbrecher gefährlich sind, müssen sie aus Schutzgründen eingesperrt oder wenn anders kein Schutz zu erreichen ist, in Notwehr auch getötet werden. Das rechtfertigt aber nicht die Ansicht, dass wir besser sind als ein Triebtäter oder Mörder. Trotzdem müssen die eingesperrt oder im Notwehrfall sogar getötet. werden. Die Todesstrafe allerdings ist vollkommen unmenschlich und wirkungslos. Verbrecher sollten, falls möglich, im Gefängnis arbeiten, um so ihren Schaden zumindest ansatzweise wieder gutzumachen. Nazis zu töten, war im 2. Weltkrieg völlig gerechtfertigt, da sie im Überlebens- oder gar Siegesfalle die ganze Welt in ein Schachtfeld verwandelt hätten Aber ein "friedliches Ruhekissen" in dieser über weite Strecken höchst brutalen Welt, da kannst Du genauso gut 20 Liter Rum auf einen Streich trinken oder Dir den goldenen Schuss Heroin setzen, dann bist Du genauso tot. Trotzdem freundliche Grüße, alles Gute, Gesundheit und genügend Geld, Hartmut! Nur

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zur Kurzgeschichte verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).