Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„über steten Alltags-Murx und diverse Krisen !_(# I)“ von Egbert Schmitt


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Lieber Egbert, du hast eine sehr ausführliche Darstellung von vielen Übeln geliefert. Ich glaube schonmanchmal, dass ich in einer anderen Welt lebe. Wir können nur aufzählen, aber verändern können wir alleine nichts. Liebe Grüße Norbert
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Lieber Egbert,
wunderbar zusammengetragen, was wir unsere heutigen Lebensumstände nennen können. Zucker z.B., in anderen Ländern längst per Gesetzt als Zu- und Beimengung in der Menge reduziert, erfreut sich hierzulande dümmlichen politischen und gesetzgebenden Zuständigkeiten, die (so Julia Klöckner als Beispiel) fortwährend darüber schwadronieren, dass sie auf Freiwilligkeit setzen, was natürlich und logisch zu nichts führt, wie jedermann sieht. Und so finden wir zu dieser Linie passend neuerdings plötzlich, wie aus dem Nichts hervortretend, die Ethik als politisches Steuer- und Managementvergnügen. ICH, sagt der Bundeskanzler und ICH, sagt der Gesundheitsminister, und ICH..., sagen auch andere aus dem neuen Regierungsverbund, bin für eine allgemeine Impfpflicht, um, weil sie im eigenen Regierungslager auf schwachen Beinchen stehen, dann stante pede NICHT zu tun, was von ihnen zu erwarten wäre. Wegen der Ethik, so die Argumentation, überlassen wir es dem Parlament, und zwar ausschließlich. Von uns, der Regierung, kommt da nichts! Wegen der Ethik, wie gesagt! Wer Führung will, der bekommt sie auch, sagt der Neue..., aber nicht von mir, hätte er ergänzen sollen.
MURKS KÜNDIGT SICH AN! Ich gebe dir vollumfänglich recht! Erst in Tröpfchen, dann geballt. Es könnte sein, dass wir die Tröpfchenphase schon überschritten haben. Die mediale Aufmerksamkeit ist gerichtet auf jene, die vorgeben, die wahren Zusammenhänge zu begreifen, sich einen Dreck um Regeln scheren, von Coronadiktatur schwafeln! Damit erlangen sie imaginäre Größe, sind Meinungsmacher, denen die Allgewaltigen nichts entgegenzusetzen haben, so der Eindruck. Im Resultat: mangelnde Kommunikation.
Soweit, so gut (schlecht?)!
Da haben es die Kindlein im Freien doch nachhaltig gut getroffen, nicht wahr?
Servus
Hans


Egbert Schmitt (20.01.2022):
hallo und Super-Dank für die überaus schnelle Kommentierung des ersten Teils. All zuviel VORAB will ich nicht verraten, was- noch-so-kommt rein schreibtechnisch. Aber je mehr ich über ein Thema wie dieses schwadroniere, desto mehr fällt mir ENDLOSES dazu ein. Ich muss immer aufpassen dass ich aus meinem AUFHEBE-Fundus an Textgedanken, mich nicht wiederhole. Manchmal läuft mir die Zeit davon und denke da speziell an Igor Strawinzky (Sacre du printemps), der in seiner musikalischen Schaffensphase, sein Lebtag von allen Seiten - wie ich - ein Getriebener war, ein Jahrzehnt jünger als du Hans. Nun meiner- einer das ernsthafte Gefühl hat, wenn nicht die Pandemie mit Homeoffice eingetreten wäre, ich vermutlich den Alltagsstress - des Geldverdienens - nach beinahe 50 Jahren im Beruf, bislang NICHT überlebt hätte. So wie Igor S es formulierte: Ich habe keine Zeit mehr, mich zu beeilen. Das Impfen hat mich gerettet, mit meinen Alters-Vorerkrankungen. Als Impfunwilliger läge ich bereits im Erdmöbel, wenn erkrankt an C19. Egal in/bei welchem Krankheitsverlauf. Wenn demnächst die Rente eintritt, bin ich zu schwach - für Reformen - auf die Straße zu gehen, so wie die derzeitigen Renten-Luser, die bereits resigniert haben, weil Aufbegehren durch Demo-Sparziergänge die Bertelsmann - Medien und verantwortlichen Regierungs-Beamten mit gutem Solär, sich eins lachen, wenn wir mit Gehhilfen protestierend und fordernd vor den Ämtern stehen, aber ohne Onlinetemin- Vergabe in der zeitverrinnenden Warteschleife kein Einlass oder Gehör finden, wenn die Viren weiterhin mutieren. Wann wir also den Eindruck haben, dass uns Entscheidungen aufgezwungen werden, die uns im Alltag einschränken, und zum Sparen und Verzichten drängen … Während „die da oben“ diese Einschnitte Gar nicht spüren. Forscher beklagen, dass die tatsächlichen Eliten kaum noch eine Ahnung davon haben, wie die breite Bevölkerung lebt. Sie haben einen anderen Alltag, andere Hobbys, andere Chancen. Die Löhne der Gutverdienenden sind gestiegen, gleichzeitig wurde der Niedriglohnsektor ausgebaut. Gemeint sind auch „und vor allem“ ökologisch und umweltschonende Bürger, denen eine Preiserhöhung überhaupt nicht weh tut. Welche in der Stadt wohnen und ihr Fleisch oder Tofu beim BIO-Markt mit dem Einkaufsrad einkaufen oder zur Arbeit radeln. Sie können das alles, weil sie Geld haben, gegebenenfalls sich für weltoffen halten und gerne reisen, weil sie sich „diese Freiheit“ nicht nehmen lassen wollen, um sich auch künftig teure Flüge, „bei bester Gesundheit“ sich zu genehmigen. Ökologisch ja, aber nur bis zur persönlichen Grenze „der Oberlehrer-Zunft“. Abgehängt werden jene, die sich vorher keinen Urlaubsflug leisten konnten und ironischerweise „eh schon keine“ Öko- Fußabrücke hinterlassen haben. Die auf dem Land wohnen, wo sie nicht jederzeit in den Bus, die U-Bahn oder den Zug steigen können, um zur Arbeit zu fahren, die ES wiederum in ihrem Dorf gar nicht gibt. Die einfach zu alt oder krank oder schlichtweg zu unsportlich sind, um kilometerweit mit ihrem alten 3-Gang Oma- Fahrrad zu radeln. Gruß an Dich vom Egbert

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