Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„über steten Alltags-Murx und diverse Krisen !_(# III)“ von Egbert Schmitt


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Lieber Egbert,
detailreich und wahr, mit wachem Auge verfolgt, vor allem auch täglich erlebt, und in Buchstaben zementiert.
Du meintest kürzlich, wahrscheinlich durchdringt sie eh keiner (deine Texte). Es fehlt das Verständnis. Die Leute möchten sich mehrheitlich (Annahme) gar nicht vorstellen, es könne eine andere Welt geben, als die ihrige. Und dieses Verständnis setzt sich in allen Lebensbereichen, gesellschaftlichen Wahl- und Hineingeborenenstrukturen sowie den politischen Führungskadern fort. Daraus entstehen dann u.a. obskure Anschauungen, wie etwa jene, dass der Rest der Welt gefälligst so zu leben und zu denken habe, wie wir das auch tun. Da es aber nicht so ist, kommt es zu unüberbrückbaren Differenzen, die man dann ganz einfach, wieder so ein Aberglaube, durch Sanktionen und militärisches Geprotze zu beheben glaubt. Aber, auf der anderen Seiten sitzen zwar anders Denkende, im Kern jedoch die gleichen "Murkser" und versauen so die schönen aber unbrauchbaren Ideen der hiesigen Eliten. Wobei "hiesig" weit gespannt ist und "Eliten" nichts mit Verstand zu tun hat. Gibst du mir so geb ich dir oder gerne auch umgekehrt hat schon immer besser funktioniert und zwar allerorts als das Androhen von Strafen, die dann auch noch auf den Strafenden zurückfallen. Schon im Wilden Westen - früher zahlreiche Romane gelesen und einschlägige Filme gesehen, deshalb muss ich es wissen - wusste der Viehbaron, dass es langfristig nur wenig bringt, Viehdiebe ständig sofort aufzuknüpfen, weil andere unablässig ihren Platz einnahmen, und so schon sehr bald Aufknüpfungskommandos erforderlich gewesen wären, was aber nicht ging, weil man die Leute zum Viehtreiben benötigte. Also, was tat er? Er stellte dieses Pack in seine Dienste. Anstelle marodierender Outlaws waren sie nunmehr zu bezahlten Securities (damals hießen sie nur nicht so) geworden. Und tauchte ungeachtet dessen trotzdem diebisches Gesindel auf, war dies jetzt Sache der ehemaligen Outlaws. Und je mehr der Viehbaron sich mit solcherart Schutzmannschaften umgeben konnte, desto weniger war er Ziel fremder Begierden. Irgendwann waren alle diese Marodierenden irgendwo bei irgendwem unter Dienst. So haben sich die Probleme auf eine überschaubare Weise reduziert. Manche haben später neue Betätigungsfelder gefunden, z.B. durchaus auch in der Politik, aber das hat die Viehbarone nicht interessiert, solange sie weiterhin, gegen Salär, versteht sich, ihre Interessen vertreten haben...und so fort.
Tut mir leid, bin etwas abgeschweift.
Es ist natürlich so, dass heute ein Ding nicht ewig leben kann und auch nicht darf. Wo soll das schöne Wachstum sonst herkommen? Und, so sagen die digitalen Denker und Entwickler, wie anders sollen wir unser stetig ins unbegrenzte wachsende Wissen an den Mann bringen? Schon deshalb ändern sich ständig (ein Mussgesetz) und fortlaufend Funktionen und Gebrauch. Erst wurden die mobilen Telefone immer kleiner, jetzt werden sie wieder größer und größer (wegen der Bildschirme), weil sie längst zu veritablen Computern mutiert sind und wir schleunigst den Begriff Handy ersetzen sollten. Weil schon sehr bald ein solches Gerät von keiner Hand der Welt mehr zu bändigen ist. Uns so ist es auch mit deinem Siemenselektroherd, Baujahr 68. Die 68er haben ausgedient, Beispiel Gerhard Schröder, ein ehemaliger Kanzler. Heute oder schon sehr bald brauchst du, auch wenn du es noch nicht wahrhaben willst, nicht einen Herd, sondern eine Schaltzentrale, die in Kombination mit deinem Kühlschrank und deinen gespeicherten Essgewohnheiten (Familie des Hausstandes eingeschlossen) eine direkte Verbindung zum autonom fahrenden Versorgungssystem der Gemeinde oder Stadt unterhält. Wenn du dich weigerst (siehe oben Viehbaron), musst du und deine liebe Frau leider den Hungertod sterben oder andere Repressalien verdauen. Niemand wird mehr in einem Supermarkt oder Laden oder Geschäft noch irgend etwas selber einkaufen. Ich bitte dich, das erledigt künstliche Intelligenz! Alles ist ständig, ob benötigt oder nicht, vorhanden. Algorithmen steuern und KI ersetzt, was du mit dem 68er Siemens heute noch selber bewältigst. Na ja, einige übriggebliebene Tölpel und Arbeitsvolk braucht es darüber hinaus vielleicht, aber doch nicht WIR...! Allerdings, sollten wir vorsorgen, falls, wir doch dazu gehören! Ausgeschlossen ist das nicht, denn ich lese deine Texte und kann mir vorstellen, was ggf. mit solchen Outlaws passiert, die schreiben und beständig den Finger in die Wunde legen!
Ja, mein lieben, denk nach, und damit genug für heute!
Servus, ciao und nichts für ungut, weil's wieder ein Endloskommentar geworden ist (die wahren Demonstranten inmitten jener, denen sie eine Plattform beschaffen, müssen warten)!
Hans


Egbert Schmitt (04.02.2022):
Hallo Hans, bedanke mich für den schönen DURCHDACHTEN Kommentar, aber eine vierte Fortsetzung werde ich nicht anstreben. OBWOHL es mir tagtäglich ergeht, dass ich schon AUF MURX oder – da haben einige nicht nachgedacht – stoße oder warte. Auch auf WELCHE, die NUR IHR UMFELD (das Scheuklappen-Erlernte) wahrnehmen. - Jetzt bin ich ja in der komfortablen Lage mit dem Rad, der U-Bahn und dem Bus quer durch die fränkische Diaspora zu zuckeln. Macht insofern keinen Spaß, weil ich zwar nicht derzeit, wie die letzten zwei Jahre größtenteils im Heimoffice gedarbt hatte, und jetzt früh Morgens, bei jedem Wetter - los radle - (kaufe ja noch vorher, wie nachher ein, mit dem Rad). Erlebe so wenigstens etwas (eigentlich einiges) und bewege mich – leidig -. Registriere alles, wie ein Schwamm, der Feuchtigkeit aufsaugt. - Wenn ich damals bei der Tageszeitung (Münchner Merkur) geblieben wäre, so hätte ich seither bestimmt eine Glossen-Kolumne über den NETTO oder - die Verkehrsbetriebe -, so wie Sigi Sommer in M. oder Herr Schamberger hier, von der aufgelösten AZ. Als Freischaffender wird man ja nach Zeilen bezahlt, die einem je nach Gusto zugewiesen werden. Text-Nah die Spalte gerne an den Karikaturen eines Hürlimann, Steiger, Hanitzsch in München oder Stauber bis Haitzinger in Nürnberg, was eine Ehre darstellt/e. - Nun, heute morgen in der führerlosen U-Bahn (auf Nebenstrecken) und der Hauptstrecke zwischen Nürnberg und Fürth - mit Führer -, ist mir DER oder EIN nicht geplanter un-durch-dachter Murx begegnet, der sich seit zwei Jahren nicht aufzeigte. Jetzt erst manifestierte. Denn in den nagelneuesten Siemens-Bahnen mit nur einem durchgängigen Abteil, welche ich bevorZUGe, (Fahr-Abstand 4 Minuten, zur nächsten U-Bahn), ich warten kann, bis DIE NEUE kömmt, weil DA mal einer mitdachte und an den Ausgängen für Alte und Kinderreiche echt Platz einplante. Sogar für Radmitnehmer - wie mich - gut Platz ist, auch zum Hinsetzten. Da von mir bis Fürth die Pegnitzpfeile doch 30 Minuten mit 20 Haltestellen brauchen. Bislang war ja kaum Verkehrsauslastung, laut VAG. Nur 35% zu früher, vor C19. Was so nicht stimmt, denn am Morgen mit Schüler und Abends im Berufsverkehr, ist es WIEDERholt rappelvoll. Abstand unter 30 cm. Was jetzt WENN VOLL zu folgendem Problem wird … WEIL, wenn der Neu-Wagon (jetzt noch schneller) durch die Kurven brettert, sich die Passagiere an den Ausgangstüren stauen und sich zu den Holmen bewegen und mit Körper oder Rucksäcken (+ lauten Kopfhörer) an DIE Notruf-Sensoren unabsichtlich lehnen, die - so was von SAUBLÖD - angebracht sind, dass der Fahrer ständig Durchsagen machen muss (die keiner mitbekommt, an den Holmen, da Kopfhörer), weil er jetzt eigentlich anhalten müsste, da die Notruf-Zentrale durchdreht. Ab schlimmsten ist es bei - den Führerlosen -. Die halten dann eben vorschriftsmäßig - mit Vollbremsung - mitten auf der Strecke. Hier haben einige bei der Realitäten-Planung vermutlich, wie in Flughafen-Berlin nachbesser sollen, aber nicht gewusst WOHIN-DA-MIT und die schlechtesten aller Möglichkeiten gewählt. Ich belasse es dabei, da der neueste Trent vieler Fahrgäste ist, wenn - zu spät - gekommen, (obwohl die Nächste Bahn kurz darauf leer folgt, aber es keiner durchsagt) sich mit Sack und Pack von hinten nach vorne rücksichtslos durchzuschieben, um am anderen Ende den zeit-knappen Bus noch zu erreichen (20 Minuten warten, wenn davongefahren), wenn man dort aussteigt. Da hat man das unbestimmte Gefühl, da ist bereits - der MURX - beim Zeugen mancher Personas passiert – und im/beim Ablauf – eine Schraube fallen gelassen worden, oder hat sich gelockert. DIEse LEUTE (hat ich ja schon beschrieben) triffst du garantiert bei der nächsten Demo wenn es um ihre Rechte als Verweigerer geht. Gruß Egbert

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