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„Terminbeginn (1) ... bitte nehmen Sie im Wartebereich Platz, bis …“ von Egbert Schmitt


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Lieber Egbert,
wieder eine deiner gelungenen, haarscharf an der Realität gedengelten Geschichten. Ich weiß, wovon du sprichst! Andere möglicherweise nicht, weil sie zeitlebens noch niemals Ämter einer Großstadt aufsuchen mussten. Sei es, dass sie aus wohlgeordneten Kleinstädten oder allgemein gesprochen, Gemeinden herstammen oder sie zu keiner Zeit jemals irgendein Dokument gebrauch haben. Weil sie keinen Führerschein besitzen, kein Lebenszeugnis für Versicherungen etc. benötigen, niemals ein Auto an- oder abgemeldet haben usw. Quasi Menschen sind, die es in dieser Form eigentlich gar nicht gibt oder zu jenen Spezies gehören, die beständig von allen Unbillen des Lebens ausgeschlossen sind und deshalb deine Story nicht verstehen (können). Hinzu kommt noch, dass sie ohne Wenn und Aber keinesfalls zu irgendeiner Zeit in den Hafen der Ehe oder einer sonst vergleichbaren Bindung eingefahren sind. Bei genauer Betrachtung haben sie nicht gelebt, sondern maximal ein kümmerliches Dasein gefristet. Und weil wir, wie die Mehrheit, nicht dazugehören, müssen wir hierfür die von dir geschilderten Realvorkommnisse ertragen. Zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass in unserm Stadtteil die online Terminvergabe funktioniert und ich tatsächlich bisher nur freundliche Wesen jeden Geschlechts angetroffen habe. Allerdings, als ich noch viel, viel jünger war und niemand die geringste Ahnung von einem digitalen Zeitalter hatte. Von online gar nicht zu sprechen und schon überhaupt nicht auf die Idee verfallen wäre, einen Termin beantragen zu müssen. Wie auch? Da bist du einfach hingegangen und hast bekommen, was du brauchtest. Freundlich war sie damals allerdings weniger als heute, so meine Erinnerung (respektive Karl Valentins Buchbinder Wanninger bildet das damalige Erleben detailgetreu ab). Aber alles kannst du eben nicht bekommen!
So grüße ich dich, mein Freund!
Servus
Hans

Egbert Schmitt (23.03.2023):
... oooch, ja Hans, da bin ich zur Zeit nur noch genervt, von den vielen Kleinigkeiten die (nicht nur MIR) bewusst auffallen und mich im Ablauf meiner täglichen Aufgaben ausbremsen, weil ich dummerweise in einer Industriestadt (49% Migration) lebe, die in größten Teilen nur noch Dienstleistungen abwickelt. Aber die Bevölkerung aus Leuten besteht, die früher zupackten, jetzt entweder in Rente oder keine Arbeit haben bzw. mit den Niedriglöhnen die Wohnungen und das tägliche Leben nicht mehr bestreiten können. Meiner-einer ist kurz davor, trotz Doppelverdienst zu pleitieren. Im zweiten Teil, setzt sich der Erste fort, wo du merkst DIE LEUTE wurstel unbedacht so vor sich hin und wenn es nur (als Beispiel) Kosmetikartikel sind (Douglas), wo ich versuche, weil ich mit dem Rad und der Holzkiste durch die Innenstadt komme und für meine Frau DIVERSES besorgen soll, weil es bei UNS DRAUßEN mangels Fachgeschäften, die einen ohnehin schlecht beraten, da die (meist Damen) solche Dinge aufzutreiben nicht als IHRE AUFGABE sehen, es im Computer zu sichten und nachzubestellen. Hinzu kommt der Phlegmatismus der Billig-Kräfte in unserer Wirtschaftsflucht- Wohnstruktur, die aus putinnahen Denkschemata sich rekrutieren und die eigensprachliche Klientel abdecken. Jüngere Bundesbürger kaufen DEN SCHMONZES eh Online. Aber diese Verkäufer erfassen die Situation nicht, dass durch UNLUSTberatung der Rest der Alterspyramide dann AUCH NOCH ausbleibt und dann Karstadt & Co auch deswegen pleite gehen, wenn in einem Stockwerk nur noch zwei Personen zugegen sind, inklusive Kasse. Vor Monaten hat mal ein Generfter gegen Abend lauthals – FEUER- FEUER - mehrmals geschrien, damit jemand kommt. Nicht einmal der Brandschutz kam. Zudem sind viele Warengruppen - untervermietet - an selbsttätige Kleinunternehmer, die aber, wenn - wenig los - ihren Schmuck Strümpfe oder Brotaufstriche ab- zudecken und um 14 Uhr entschwinden und DU keine Strümpfe kaufen kannst, weil sich keiner auskennt. Meist soweit nur seine Sprache spricht; die du nicht kennst, außer du hast vor 1989 in der DDR gelebt. Erfahre jeden Tag postfaktisch den real existierenden VEB-Sozialismus. Tenor: Kurze Unterwäsche giebds hier nüschd im Untergeschoß. Keine langen Unterhosen gibt es im zweiten Geschoss. Beim Douglas ist das Prinzip, seit abflauen der Pandemie, das jenes Produkt das dein Eheweib seit Jahren ordert, zu DM-Zeiten 26 Mark kostete, bis vor der C19 Zeit sich auf 34 Euro hochschaukelte. Danach 42 Euro kostet. Jetzt derzeit 59 Euro. Da ich ja firn bin seit Ehegedenken, weis ich, dass es Geschenksets gibt an Weihnacht, wo das Produkt (Biotolin 15 mg, im Kilogramm theoretisch 3735 Euro) im Geschenkset knappe 41 Euro kostet mit, einem Hautroller z.B.. Als Mann einkaufend im Hauptgeschäft zur Innenstadt, wirst du von den Schlauchbootlippenaufgespritzen GUS- Damen nicht für voll genommen. Du musst dir das Set quasi erbetteln, dass Sie in den Rollschränken für ihre (Putin-ist- ein-schöner-Mann)-Freundinnen bunkern, weil ich sehe, dass es ja auch ONLINE vorhanden ist. Leider ausverkauft, dies sagen. Darum kaufe ich dieses Set, wenn ich ihr den Schubschrank zeige, wo Sie es versteckt haben (machen Sie mal da auf, da war es letztes Mal ….) unter deren Zähneknirschen gleich 5 Sets an Feiertagen für den meinigen Keller. Es gibt ja noch ein weiteres Set mit einer Chreme wo ich nicht 59 Euro zahlen muss, sondern nur 39, aber WO SIE DIESES verstecken, weis ich noch nicht … Jedenfalls machen Sie es jetzt Neuertags so, dass sie die Sets zerlegen und die Teile einzeln ins Regal stellen. Wenn du die jetzt einzeln kaufen tätest nun über 70 Euro zahlst. Online bekommst du alles, wenn vorrätig, zum Onlinepreis ohne grüne Punktekarte. So gesehen macht das Verkaufspersonal und die Geschäftsführung der Standortläden das falscheste was man nur falsch machen kann. Sich den eigenen Ast absägen. Wie früher wenn im Bekleidungsgeschäft fünf bis 7 Größen an Kostümen von der Stange kamen, von jedem Größen-Teil immer nur 3 mitkamen. (Meine Schwieger waren Bekleidungs-Ingenieure mit eigener Fabrik). Was damals und bis heute dazu führte, dass für die kleinen Dünnen Damen und die Dicklicheren nur 60% verkauft wurden und von der gängigen Größe eigentlich 40 Stück hätten verkauft werden können, da hier die Anfrage groß war, aber nicht geordert, weil dass nicht ging, von den Einkäufern, die die Problematik ignorierten. Was übrig war wurde dann im Schlussverkauf verramscht. Obwohl man(n) wusste, dass Unter- und Übergrößen fast keiner kauft. Hinzu kommt oder kam noch, wenn in den gängigen Größen die paar Teile in die Kleiderschienen kamen, bereits DIE VERKÄUFERINNEN sich die besten Teile in den gängigen Größen sicherten und A für sich und B für die Freundinnen zurücklegen ließen, die Sie anriefen. Das ist heute, wie gesagt wie beim Douglas, wo, wenn die Freundin kommt, das Lehrschachtel-Set wieder gefüllt wird und billig gekauft werden kann. Der Rest wieder ins Regal einzeln wandert. So macht man den Einzelhandel, als Beispiel von vielen, unbedacht-bedacht und den eigenen Arbeitsplatz zunichte, weil jüngere Käuferschichten DAS THEATER umgehen und weit-aus-billiger sich alles nach Hause schicken lassen sowie - bei nicht gefallen -postwendend zurück. Gruß Egbert

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