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„Gedanken über Arbeit“ von Dagmar Kaufmann


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Liebe Dagmar,
Arbeit, die man liebt kann man so lange machen, bis einem von selbst die Augen zufallen. Jenes, was man notgedrungen macht, weil man sonst nicht anders gefunden hat, stinkt einem an. Wer von der Schreibsucht befallen ist, spürt nicht das Bedürfnis aufzuhören. Außer beim Entstehen einer Schreibblockade!
Ein interessantes Statement zum Thema Arbeit, was derzeit für Zündstoff sorgt. Friedrich Merz sagte halt; "Wir müssen länger arbeiten!" Dennoch kommt das "Wir-Gefühl" nicht gerade überzeugend rüber. Statt dem Wir würde es heißen; "Ihr habt gefälligst länger zu arbeiten!"
LG. v. Michael

Dagmar Kaufmann (20.05.2025):
Lieber Michael, danke für den Kommentar. Das Statement von Friedrich Merz ist ein Widerspruch in sich. Wenn Arbeit immer mehr automatisiert und digitalisiert wird, bedeutet es normalerweise höhere Arbeitsproduktivität, zugleich Arbeitszeitverkürzung bei gleichzeitig höherem Lohn und nicht wie üblich Arbeits- und Leistungsverdichtung bei gleichem Lohn. Die Stundenzahl allein sagt nichts über die Arbeitsproduktivität aus. Ich kann 60 Stunden unproduktiv arbeiten und 30 Stunden sehr produktiv. Mit anderen Worten, wir müssen intelligenter und nicht länger arbeiten. Viele Grüße, Dagmar

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...Dagmar, nach einem Unfall, wo du nicht schuld bist; bekommst du Schmerzensgeld. Nicht immer automatisch, meist musst du klagen.
Je nach dem Angestelltenverhältnis gibt es so und so keine Selbstbestimmung.
LG von Adalbert.


Dagmar Kaufmann (19.05.2025):
Lieber Adalbert, vielen Dank für die Rückmeldung. Mir hat vor einiger Zeit jemand aus der Gastronomie erzählt, dass das Bedienungspersonal auf Trinkgeld von den Gästen angewiesen ist, da ein Vollzeitgehalt nicht ausreicht. Diese Person hat den Begriff "Schmerzensgeld" für das Trinkgeld verwendet. Je nach Branche sind die Rahmenbedingungen in lohnabhängigen Angestelltenverhältnissen unterschiedlich. Die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in diesem Arbeitsverhältnis sind subtil, mal brutal. Aufgrund dieses Abhängigkeits- und somit ungleiches Machtverhältnis steht für mich "Schmerzensgeld" sinnbildlich für Lohn und Gehalt.

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