Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„... über die wahre Bestimmung des größten Frauenmörders in Gedanken !“ von Egbert Schmitt


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Ich grüße ihn!
Welch tragischer Genuss! Du über einem niemals endenden Stapel von irgendwas, den Tackerkombiniertenklammeraffen in der Rechten. Und wieder zwei Blatt zur Freiheit als Einzelblatt verholfen! Einer Freiheit, die bei näherer Betrachtung in der chaotischen Welt eines Häcksler endet. Dem Blatt als solchem ist es einerlei. Schmerzen tut es nur die auf dem Blatt bis zur Unkenntlichkeit zerfetzten Buchstabenkolonien. Vielleicht sollte jenes mörderische Gerät zutreffender als Hexler bezeichnet werden. Oder ist dies eher der über die Büroklammern Gebeugte…? Schon mal überlegt, verehrter Egbert, wie oder ob deine im Anspruch kaum zu überbietende Tätigkeit ins Raster des Herrn Fratzscher passt? Oder: Welche Tätigkeit ist für mich im Rentnersozialjahr ausgewiesen als für die Allgemeinheit förderlich? Man will ja schließlich nicht nur irgendwas machen! Sinnstiftend sollte es schon sein! Beispielsweise Büroklammernauktionator oder Kurator der gemeinnützigen Stiftung Frau und Büroklammer - wie die Gendersprache das Dasein verhunzt! Ich bedenke allerdings den heraufziehenden Konflikt des männlichen Kurators im weiblichen Umfeld!
Somit wünsche ich ein herrliches, konfliktfreies Wochenende!
Ciao
Hans

Egbert Schmitt (12.09.2025):
Danke Ihro Gnaden Hans, für die Anreden in der zweiten Person. Freund im Geiste. Wie tröstlich, dass wenigstens einer meine Tätigkeit über den gekrümmten Rücken hinweg erkennt Die stille Würde des Büroklammer-Bändigers, die heroische Monotonie des Tackerkombinatenzersetzers. Irgendwo dazwischen wird das Blatt nicht befreit, sondern eben transzendiert. Was sind schon zerfetzte Buchstabenkolonien anderes als Märtyrer der Verwaltung ? Fratzscher würde vermutlich konstatieren, dass mein Tun im gesamtgesellschaftlichen Raster als „nicht optimal allokierte Ressource“ durchfiele. Mag sein. Doch wenn wir Rentner erst beginnen, unsere Arbeit nach dem Raster der Ökonomen zu sortieren, dann endet alles im Excel-Sarg und der Deckel klappt zu, bevor man das Wort „Gemeinwohl“ noch fehlerfrei buchstabieren kann. So bleibe ich lieber beim Kuratieren meiner Klammern. Jede einzelne gebogen, zerdrückt, befreit oder verbannt. Kein Excel, kein Gremium, nur mein Glas Frankenwein und der stille Widerstand gegen die Bürokratisierung des Alters. Du aber sprichst vom „herrlichen, konfliktfreien Wochenende“. Ich halte das für eine Illusion. Denn wo kein Konflikt, da keine Reibung, und wo keine Reibung, da kein Funke; und ohne Funken kein Feuer, das uns im Herbst des Lebens noch wärmt, was gut wäre gegen meine umfangreiche Medikation. Also ertrage ich zumindestens den Konflikt als das kleine Restprivileg, das uns geblieben ist. Wie gefällt dir übrigens mein Schlussbild. Gruß vom Schwerträger und Aushilfskönig.

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Lieber Egbert,
ich habe ja gewusst, dass in dir unheimlich viel Energie steckt, aber so viel kriminelle, lustmordende, war mir nicht bekannt (lach). Dennoch hast du es geschafft, alles in Humor umzuwandeln und der hat es in sich. Noch einen nackten Putin braucht die Welt auch nicht. Mal schauen, was du unter der Glocke noch so ausbrüten wirst. Ich freue mich darauf und wünsche dir ein sonniges Wochenende, mit mordsmäßigem Spaß.

LG Uwe

Egbert Schmitt (12.09.2025):
Ich erlaube mir den Blick ins Tierreich, das manche Konflikte effizienter regelt als wir mit unserem Verwaltungsgerümpel. Denn während wir hier über Stiftung Frau und Büroklammer sinnieren, servieren Orca-Omas einfach Hering, Gorillas schütteln den Kopf und ziehen ins Nachbartal. Die Tierwelt dagegen kennt keine Ausschüsse, keine Sitzungsprotokolle – nur Klartext. Grüße vom Egbert

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