Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„... über das KI-Jenseits mit Familienanschluss (Final-Akt_3) “ von Egbert Schmitt


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Lieber Egbert, das hast du wieder humorvoll und toll geschrieben. Ich habe auch die nachdenklichen und mahnenden Bytes aus deinem Text gelesen. Auch deine Mutter ist mir sympathisch ans Herz gewachsen und ich gönne ihr den Frieden. Der Tod ist noch nicht das Ende, da gibt es sicher noch manch KI-freie Überraschung.

LG Uwe

Egbert Schmitt (07.10.2025):
Danke dir Uwe, was gefährlich wird ist bei der KI, dass nicht Sie sondern WIR unsere Vergangenheit in Bilder die mal gemacht wurden, zu verändern und dahingehend zu manipulieren, weil einem seine eigene Vergangenheit und jetztige Weltsicht nicht mehr zusagen. Also seine Erinnerung zu beschönigen. Habe in meinen KI-Übungen als erlernter Mediengestalter mich z.B. mit Catherine Denöf und meinereiner vermischt und in meine Jugendzeit verknüpft. Außenstehende merken es nicht, selbst als ich ein Bild mit meiner Tochter wie ich 60 wurde, Sie austauschte und die Denöf im Alter platzierte. Man muss alles am ersten Set schaffen. Sobald man etwas nachbessert halluziniert die KI. Ich werde attraktiver und Dinge in der Umgebung verändern sich. Plötzlich hast du einen Finger mehr oder ein Körperteil wird doppelt. Und der Catbot erklärt dies glaubhaft, ist aber manipulativ, weil wir nicht bedenken daß die KI uns als Person nicht von einem Schrank bewusst ansieht. Wir sind nur Atome, die man bearbeitet. Gruß Egbert

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Servus Egbert,
Teil drei macht den Sack zu. Viel Arbeit steckt drin, das will ich lobend nur erwähnen! Nachdenkliches auch. So warten wir auf den Zeitpunkt der KI gerechten Gefühlsansteuerung, damit uns beispielsweise ein Despot oder, wie deine KI-Mutter meinte, a Depperle ans Herz wächst. Wobei für den über dem Teich die Verniedlichung dem Depp weichen muss! Und das wär noch zu wenig. Freilich werden Gefühle immer und irgendwie bewegt, aber ich meine, die gezielte ins Gehirn hineinblasende, gewollte Steuerung. Quasi ins Zentrum feuernd! Da mußt halt die Gefühle wegmeditieren, werden die wissenden Schlaumeier einwenden. Worauf ich antworte: Ist aber ein Nichtgefühl nicht auch ein Gefühl? Jetzt spätestens werden die philosophisch angehauchten Gehirndiagnostiker sich zu Wort melden. Ein neuer Berufszweig mit 18-semestrigem Studiengang ist in der Geburtsschleife. So schaut's aus, während wir bereits zu Millionen gefühlsmäßig manipuliert und versaut werden. Hilfe ist da nicht mehr zu erwarten! Der überm Teil bekommt daraufhin seinen Preis und der aus Moskau auch. Und die Welt findet‘s dank KI gut so. Spannend wird‘s! Und du lieber Egbert hast einen der ersten Steine hierfür gelegt. Respekt!
Ciao
Hans

Egbert Schmitt (03.10.2025):
Ja, die KI-Gefühlssteuerung … ich hab sie schon ausprobiert. Version 1.0. Da war nur „leicht beleidigt“ und „mittelmäßig verliebt“ drin, für den Anfang. Version 2.0 bringt jetzt „philosophisch angehauchte Depression mit leichter Ironie“, also quasi unser Grundzustand. Worte, wie deine, wehen wie digitale Weihrauchschwaden durch mein neuronales Resthirn. Aber während du noch von Gefühlsansteuerung sprichst, haben sie bei mir schon den Beta-Test für Gefühl 7.3 eingespielt: Milde Ehe-Resignation mit gelegentlichem Hauch von Frühjahrsputz. Wie bei mir im steten Dauerstaubsaugen auf Geheis meiner Mynfru, die zwar nicht Ilsebild heißt, aber trotzdem meine Restseele mit immer neuen Dedikten maltretiert. Meine Gehirndiagnostiker, von denen du sprichst, die sitzen bestimmt schon im Hörsaal. 18 Semester? Ja freilich ! Bachelor in Weinerlichkeit, BwL-Master in Optimierte Gleichgültigkeit. Am Ende die Doktorarbeit, verfasst von der KI. Gefühlskontrolle Unlimited, da wächst dir selbst ein Putin ans Herz, mit Kuschelfunktion ! Während der eine oder andere Despot drüben längst sein Herzerweichungsupdate 12.4 aufgespielt hat, krieg ich nur noch die kostenlose Testversion. „Diese Träne läuft in 7 Tagen ab – bitte Emotion kaufen!“ Wir dagegen kriegen wieder nur die Gratis-Testversion: drei Tränen, zwei Lachkrämpfe und am Wendetag, wie heute ein Gratis-Zorn, über die blühenden Landschaften. Aber weißt du, Hans, im Grunde brauch ich gar keine KI, ... denn ... Warum ein Nichtgefühl auch ein Gefühl ist, siehe empirische Studie am Beispiel bayerischer Männerstammtische. Für gezielte Gefühlssteuerung reicht ein Franke mit leerem Bierglas, mit falschem Industriebier vom Oktoberfest, ... Der dann lieber Cola trinkt, wenn er in Munich gefragt wird, von seiner dortigen Anektionsions-Verwandtschaft, warum Cola und nicht wenigstens a Halbe ? Antwort: Na, wenn ihr schon ka gscheids Bier saffts, dann trink i a kanns ... Da geht’s sofort von Philosophisch zu Revolution, ohne Umweg über die Cloud ! Wie Jochen Malsheimer sagte: Wer (hier dem Franken) ungefragt ins Rot-Bier reinredet, fängt sich ein Paar Gnack(Genick)- odder a Rennschelln in Mittel- Ober- bis Unterfrankonien, mit seinen 250 schmackhaften Dorfbrauereien. Doch keine Sorge, Hans. Am Südfriedhof bleibt WLAN und Maßkrugfreie Zone. Dort sitz ich dann, offline, ohne Abo, ohne Update, und stell mir vor, wie Hanns Dieter Hüsch im Jenseits sanft lacht und sagt: Der Mensch, Hans, geht net in die Cloud ein. Er geht in die Erd nei, und net einmal die EU kann des regulieren. Also Hans, wir beide: Kein Update, kein Abo, kein Despot im Herzen. Nur Kabarett ... und ... Vielleicht a Gutmann Weizenhalbe, obber lieber Dahamm, oder im Kastanien-Biergarten. (Bild kennst du ja) Gruß vom Egbert

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