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„Ministerium... und Bürgerwohlsein“ von Hans K. Reiter


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Hans, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man noch drüber lachen.

LG von Adalbert.

Hans K. Reiter (04.11.2025):
Lieber Bert, du hast so recht, aber leider vergeht einem jeder Humor mit solch ausgesuchten Zementköpfen, wie die sich überall mausern und große Töne spucken. Servus und eine gute Zeit! Hans

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Lieber Hans,

danke für dieses literarische Zukunftsfeuerwerk voller Ministerien, Lager und Stellschrauben.

Ein bisschen Orwell, ein bisschen DDR, ein bisschen schlechte Science-Fiction, aber mit dem beruhigenden Gefühl, dass wir alle dabei sein dürfen.

Natürlich klingt ein - Ministerium für Staatssicherheit und Volkswohlsein - wie der Albtraum eines Politikwissenschaftlers, der zu viel Energydrink hatte ... oder ...

Wusste gar nicht, dass der Staat jetzt offiziell dieselbe Abteilung für Volkswohl übernimmt wie früher das Fußpuder deiner Oma.

„Volkswohl“, damals für die Füße, heute für den Kopf. Beides gegen Geruchsbildung.

Immerhin weiß man dann: Der Staat kümmert sich. Und zwar so richtig !

Die Opposition halbiert, die Demokratie entschlackt, großartig !

Endlich keine lästigen Diskussionen mehr. Diskurs ist doch sowieso nur die Vorstufe zum Chaos.

Die totale Kommunikationskontrolle per KI finde ich persönlich sehr praktisch.

Ich schicke demnächst nur noch leere Mails, die jeweilige Regierung füllt dann schon aus, was ich eigentlich hätte sagen sollen.

Spart Zeit und falsche Gedanken.

Diese Kategorisierung in:
Zuverlässig, bedingt zuverlässig, lernwillig, lernfähig und unverbesserlich.

Hoffe, ich werde letzteres !

Das klingt irgendwie nach Umerziehungslager, oder 40 Jahre Ehe-Domestizierung im Selbstversuch !?

Naja, andere nennen es Coaching, mit sprachlicher Auspeitschung seitens des Partners.

Manche bezahlen man sogar freiwillig -Außerhaus - dafür, bei den Damen an den Schaufenstern die immer klopfen, wenn man bei uns an der Frauentiermauer abkürzt, für das Ausleben des Tourette-Syndroms anderer.

Ja, ich schweife ab ... jedenfalls ...

Der Satz „Wahlen werden unschlagbar sein“ gefällt mir außerordenlichst.

Wozu wählen, wenn das Ergebnis feststeht ? Die Demokratie wird dadurch viel effizienter !

Wir sind ja bekanntlich Weltmeister im Effizientsein. - Kurzum:

Wenn der Staat erst mal komplett weiß, was wir schreiben, denken und fühlen, dann müssen wir uns nicht mehr darum kümmern.

Klingt doch nach Volkswohlsein, oder ?
Darauf einen Dujardin .... wohlsein zusammen ... hupslall ...

Bleibe lieber aufmerksam, aber nicht zu aufmerksam, sonst steckt mich die KI am Ende in die falsche Kategorie.

Mit staatsbürgerlichem Gruß und freundschaftlicher Stellschraubenakzeptanz.

Egbert


Hans K. Reiter (03.11.2025):
Servus Egbert, richtig hineingelesen und kommentiert. Danke dafür! Es gibt einige Möglichkeiten, wie so oft: Es wird nicht so kommen, wie überzeichnet dargestellt oder es kommt schlimmer. Eine dritte Variante: Das Wahlvolk fängt an zu denken, analog zu Holland, und gibt den braunen Staubaufwirblern einen Tritt. Übrigens im Zusammenhang: Zwischen Volkswohl und Fußwohl ist tatsächlich so viel Unterschied nicht. Das eine verstaubt des Volkes Hirne, das andere die Füße und schädigt die Socken. Weniger schädlich ist allerdings Letzteres. Da schauen wir gelassen in die Zukunft und vertrauen auf das Regulativ der Vernunft, auch wenn‘s schwer fällt. Ciao Hans

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