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Egbert Schmitt (02.12.2025):
Lieber Uwe,
Wenn meine kleine Satire es schafft, ein paar Menschen im
nächtlichen Dämmerlicht des -Wachkomas - kurz ins Blinzeln zu
bringen, dann hat sie ihren Zweck schon erfüllt.
Du hast recht, die großen Offenbarungen kommen selten mit
Posaunen, sondern eher leise, schleichend, in winzigen Rissen im
Alltag. Genau dort, wo wir statt hinzusehen, gern den politischen
Beschwichtigungsnebel inhalieren, bis alles irgendwie „passt scho“.
Gerade deshalb ist mein fränkischer Humor für mich das bessere
Warnsignal als jede Drohpredigt.
Er nimmt den Dingen den Schrecken und zeigt trotzdem, wie schief
sie stehen.
Dass du diese Mischung so klar wahrnimmst und wertschätzt, freut
mich sehr. Vielleicht macht es ja doch hin und wieder „klick“, nicht
laut, aber hörbar genug, um den eigenen Schritt ein wenig bewusster
zu setzen.
Grüße vom Egbert
Egbert Schmitt (02.12.2025):
Lieber Freund Hans,
hab Dank für deine verschmit(t)zten Zeilen.
Du verstehst es wie kaum ein anderer, Kritik in Muskatduft zu hüllen.
Manchmal ist es tatsächlich das leise Dröhnen unter unseren Füßen,
das uns zuerst wachrüttelt.
Du hast recht, denn der Schlummer hält lange vor, und er ist bequem.
Vielleicht zu bequem. Aber vielleicht reicht manchmal schon ein
kleiner Stups, ein winziges - he, schau hin !, um jemanden aus der
Decke der Gedankenlosigkeit hervorlugen zu lassen.
.Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher wie ein guter Freund,
der einem das beschlagene Brillenglas putzt.
Ob meine Geschichte das gewünschte Weihnachtsergebnis bringt ?
Wahrscheinlich nicht auf einen Schlag, aber vielleicht sät sie ein paar
Körnchen Zweifel am bequemen Dahindämmern ... und ...
Zweifel, wenn man ihnen Zeit gibt, wachsen ja manchmal zu Einsicht
heran.
Lassen wir also die Verquickung aus Christbaumgrün, schiefen
Laternen, menschlicher Unzulänglichkeit und einem neuen Christkind
einfach weiter wirken.
Vielleicht liegt in diesem seltsamen Gemisch ja doch ein Funke, der
ein paar müde Augen öffnet.
Gruß vom Egbert
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