Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte
„... über eine Alien-Verschwörungstheorie im Häkeldeckchenformat !“ von Egbert Schmitt


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Lieber Egbert,
das alles kann ich sehr gut nachempfinden. Ein paar Jahre früher schon eingetreten, altersbedingt. Diese kosmische Zunft, erlaubt sich allerhand und allerorts. Deren weiblich Abtrünnigen in unserem Verständnis sowie der optischen Erscheinungswelt einen kolossalen Streich spielenden Weggefährten des männlichen (meist oder häufig zumindest) Geschlechtes auf diesem Planeten sind tatsächlich gut getarnt und schlecht zu durchschauen. Wir können es nicht, weil uns die hierfür erforderlichen Sensoren fehlen oder im Laufe der Entwicklung abhanden gekommen sind (Darwin). Die von uns heute optisch (dein Hinweis) verwendete oder intuitiv angewendete Technik ist ganz offenbar von einer hohen Anzahl von Fehlimpulsen gestört. Ich meine, dies sind eindeutige Anzeichen von im Werden beginnenden Phasenverschiebungen, die schließlich im Totalverlust jeglicher Kontrolle enden. Wenn wir dann dereinst völlig frei von den in Fragmenten noch vorhandenen Kontrollschüben sind und endlich erkennen, wer das Sagen hat und wie es praktiziert wird, dann erleben wir den transzendentalen Grad von Erleuchtung und Unbeschwertheit, wie wir es evolutionstechnisch vorgezeichnet haben. Bis dahin, lieber Egbert, musst du die Weisungsbefugnis deiner werten Gattin noch ein wenig erdulden!
Servus
Hans

Egbert Schmitt (16.12.2025):
Lieber Hans, (hat ein bisschen gedauert)... dein Hinweis auf die fehlenden Sensoren trifft den Kern, allerdings fürchte ich, dass es sich nicht um ein evolutionäres Defizit handelt, sondern um eine bewusst eingebaute Sollbruchstelle. Endlich eine Erklärung, warum ich trotz jahrzehntelanger Feldforschung immer noch im Nebel taste. Darwin hätte uns wenigstens eine Warnlampe spendieren können: Achtung, Wahrnehmung reicht nur bis zur Oberfläche. Eine Art männlicher Selbstschutz, der verhindert, dass wir frühzeitig erkennen, worauf wir uns eingelassen haben. Die von dir beschriebenen Phasenverschiebungen beobachte ich ebenfalls. Ich nenne es kulturelle Blindheit. Sie hält ihre Art zu herrschen für universell, dabei funktioniert sie nur in einem sehr schmalen Biotop: zwischen Eigenheim, Krankenversicherung und der stillschweigenden Vereinbarung, dass Männer zwar denken dürfen, aber bitte nicht zu laut. Meist treten sie spontan auf, ohne Vorwarnung, gerne abends oder kurz vor dem Einschlafen. Ein falsches Wort genügt, und schon kollabiert der lokale Realitätskorridor. Kontrolle ist dann kein Zustand mehr, sondern ein nostalgischer Begriff aus der Frühzeit der Beziehung. Denn meine außerirdische Lebensform, du würdest sie vermutlich als „werte Gattin“ klassifizieren, agiert nicht einfach autoritativ. Sie lehrt, wie ihre Schwester und meine stillgelegte SchwiegerMUH, im Acht-Minuten-Takt. Mit der Geduld eines Orthopäden, der exakt eine Untersuchung vorgesehen hat und danach für jede weitere Frage emotional wie administrativ nicht mehr zuständig ist. Ihre Weltanschauungen ist/sind dabei von einer Reinheit, die in anderen Kulturkreisen schlicht nicht überlebensfähig wäre. Nicht, weil diese Kulturen barbarisch wären, sondern weil sie Ironie, Ambiguität und situative Intelligenz verlangen. Eigenschaften, die in ihrem inneren Regelwerk als verdächtig, ineffizient oder gleich ganz verboten gelten. Man könnte sagen: Ihre Moral ist so kompromisslos, dass sie nur in einer vollständig regulierten Umgebung existieren kann, vorzugsweise dort, wo Männer domestiziert, abgesichert und steuerlich erfasst sind. Bereits südlich der Alpen würde diese kompromisslose Prinzipientreue nicht als Stärke, sondern als Einladung zur finalen Fehlinterpretation gelesen. Dort nämlich, wo soziale Realität nicht diskutiert, sondern ausgehandelt wird, wäre ihr pädagogischer Furor kein moralischer Leuchtturm, sondern ein kurz aufflackerndes Missverständnis. Kein Diskurs. Kein Protokoll. Kein Acht-Minuten-Zyklus. Nur die rasche Korrektur eines Systems, das seine Umwelt falsch gelesen hat. Also dies hebe ich jetzt so ausformuliert, weil ich ES so ... wie nachfolgend ... klarer dargelegt ... nicht schreiben darf ... ohne dafür ... bei Wasser und Brot ... [ mit dem Umstand dass Sie, wenn Sie in einem anderen Kulturkreis leben würde, keine 40 Jahre, sondern mit viel Wohlwollen nur 4 Wochen überlebt hätte. Selbst im südlichsten Italien hätte Sie die Camorra geviertelt und noch kleiner geschnitten und an das Federfieh verfüttert. Danach die Hühner geschrettert und das was noch wie Globolie von ihr daseinte, streunende Hunde zu Frass vorgeworfen. Meistens hat man dann die Hunde noch in Salzsäure aufgelöst, sicherhalber ... ] Deine Hoffnung auf transzendentale Erleuchtung teile ich nur bedingt. Ich vermute, am Ende wartet keine Erleuchtung, sondern administrative Ruhe. Der Zustand, in dem man nichts mehr erklärt bekommt, weil man endgültig aufgegeben hat, verstanden werden zu wollen. Bis dahin erdulde ich weiter die Weisungsbefugnis meiner außerirdischen Lebensform, nicht aus Einsicht, sondern aus Langzeiterfahrung. Aus der Gewissheit heraus, dass Evolution manchmal nicht das Überleben des Stärkeren meint, sondern des Anpassungsfähigsten. Kosmisch resignierte Grüße vom Egbert, der schon ein paar Mal nachfragte, bei der Gefängnisküche, ob Sie dass gute Rebellbrot vom Bäcker Geil haben, jenes mit der Salzkruste im Programm. Das Stadtwasser in der Marthastraße, ist excelent. Du siehst der MUTivationslevel hängt manchmal an einem dünnen Weihnachtszweig.

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Lieber Egbert, wenn der männliche und der Weibliche Kosmos beim Rentenbeginn aufeinander treffen, kann das schon zum zweiten Urknall führen und man findet sich dann in einem Schwatzen Loch wieder.
Auf dem Bild ist schön zu sehen, wie du dich mit aller Macht dagegen stemmst. :-)
Deine Geschichte ist wie immer kein Langeweiler und spannend, sehr amüsant und toll erzählt.

Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche.

LG Uwe

Egbert Schmitt (16.12.2025):
Lieber Uwe, der zweite Urknall ist eine sehr treffende Diagnose. Ich hatte bislang eher an ein schleichendes Raum-Zeit-Leck gedacht, aber dein Bild vom Schwarzen Loch erklärt einiges. Licht kommt zwar noch rein, Argumente allerdings nicht mehr heraus. Das „Dagegenstemmen“ auf dem Foto ist übrigens kein heroischer Akt, sondern reine Physik. Wer einmal in den Einflussbereich eines solchen Gravitationsfeldes geraten ist, kann nur noch so tun, als habe er Wahlmöglichkeiten. Tatsächlich handelt es sich um eine Mischung aus Restimpuls und höflicher Verzweiflung. Der Rentenbeginn wirkt dabei wie ein kosmischer Katalysator. Plötzlich kollidieren zwei Universen, die jahrzehntelang durch Arbeit, Termine und äußere Umlaufbahnen voneinander getrennt waren. Nun stehen sie sich ungefiltert gegenüber, ohne Fluchtgeschwindigkeit, ohne Schutzschild, ohne externe Ablenkung. Das Ergebnis ist weniger Harmonie als vielmehr Hochenergie- Interaktion. Dass du die Geschichte amüsant fandest, freut mich sehr. Humor ist vermutlich die einzige noch funktionierende Form der Raumsonde, die man gefahrlos in dieses System schicken kann. Alles andere wird entweder assimiliert oder in moralische Materie umgewandelt. Bleibt also nur, weiter zu dokumentieren, was dort draußen geschieht, nicht als Warnung, sondern als astronomische Beobachtung. Kosmische Grüße, vom Egbert

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