Jessica Fründt-Schauenbug

Abschied von meinem Baby

Positiv , ja positiv ! Der Test ist so eindeutig Frau Burg , dass er nicht nur leuchtet , sondern schon Blinkt !
An diese Worte habe ich mich,  vor 3 Wochen , gern von meinen Frauenarzt erinnert .
Der Traum so glaube ich ist am Montag , mit einer Eileiterschwangerschaft zerplatzt!
 
Manchmal denke ich , ich habe es schon zu vielen Leuten erzählt , weil die Freunde über die Schwangerschaft so groß war , das wir es einfach fast jeden erzählen mussten .Endlich hatte es geklappt, wir hatten es jetzt schon , mehr als drei Jahre probiert mit , allen Höhen und tiefen und eigentlich hatte ich den Traum schon aufgehört zu träumen .
Beschäftigte mich voll und ganz mit unsere Traumhochzeit und vergaß , dass ich Mutter werden wollte .
Die Schmerzen die ich mit der Eileiterschwangerschaft habe , sind ein Witz zu den Schmerzen , die ich jetzt als Erinnerung an mein Baby habe . Viele Leute denken an mich wünschen mir gute Besserung , tun so als läge ich in diesen Krankenhaus , mit einer Lungenentzündung und trotzdem habe ich das Gefühl , es versteht mich ja doch keiner .
Ich fühle mich , als befinde ich  mich in einem Labyrinth und finde den Weg nicht nach draußen .Stoße dabei immer wieder auf Schwangerschaftsmaterial und Herztöne , meines Ungeborenen Kindes . Ich fühle mich vom Köper her , wie vor drei Wochen .
Die Brust ist geschwollen , heiß Hunger Attacken verfolgen mich und Heul Sirenen  , bei der kleinsten Kleinigkeit , nur der unterschied jetzt bin ich ohne Frucht .
Mein Arzt sagte mir das kann jetzt 6 Wochen noch so weiter gehen , ehe sich die Hormone zurück gebildet haben .
Träume verfolgen mich so bald ich einschlaffe , mein Baby , ich soll es retten , innerliche Schuldgefühle , weil ich ihn nicht helfen konnte ?
Die Ärzte kamen gestern zur großen Visite . Sie sagten ein kleiner schups , dann wäre es da gewesen , wo es hätte sein sollen . Hätten sie ihn nicht den Schups geben können ? Nein , natürlich nicht . Statt dessen antwortet Sie , sie dürfen ja in drei Monaten wieder fleißig Üben ! Wie schrecklich will ich jetzt überhaupt noch ?
 
Morgen darf ich wieder nach hause , was erwarte mich da ? Ein Sorgender Mann und meine Tiere , die mir immer Halt und zu versicht gaben .
Weiß nicht wie ich einen ganz normalen Tag schaffen soll , was ist mit meinem werdenden Mann ? In zwei Monaten Heiraten wir . Bleibt er noch bei mir oder verlässt er mich , weil ich noch nicht mal in der Lage bin , unser gemeinsames Kind zu halten .
Wenn mich einer Fragt wie es mir geht , sag ich gut! Aber stimmt das ? Zu meiner Mutter sagte ich , äußere Wunden heilen immer schneller , als innere und sieht man sie nicht .Die Nächte verbringe ich damit , Gedanken über wirres Zeug zu machen . Ich liege in einen Vier Bett Zimmer , mit zwei schwangeren Frau , die den Muttermund zu genäht bekommen haben und dürfen sich nicht alleine aus dem Zimmer begeben , ab zu lutte Bett ruhe .Manchmal würde ich gern tauschen und erwische mich dabei , wie ich Eifersüchtig auf die Situation der Frauen werde , nicht weil sie sich nicht bewegen dürfen , sondern weil sie ein Baby bekommen werden . Ich sollte mich Schämen ! 
 
 
Heute , endlich nach hause .Habe mit Schwiegermutter ein tolles Frauen Gespräch geführt . Sie kann mit leiden , sie hat auch ein Baby verloren  und gab mir den Tipp immer daran zu denken , dass es vielleicht so sein sollte . Vielleicht war es behindert , nicht lebensfähig und halte mir dies vor Augen , kann es dann besser nachvollziehen , aber verstehen , kann ich es nicht . Der Tag ging schnell vorbei und gedacht an mein Baby , habe ich wenig , eigentlich gar nicht .
 
Habe heute das erste mal mit meinen Mann geschlafen , nach der Op . Habe es nicht getan um Spaß zu haben , sondern um mir Bestätigung zu holen .Es geht mir besser !
Habe mich abends ausgiebig gebadet , mit Gesichtsmaske und Körper Rasur. Als wenn ich mich innerlich Reinigen wollte.
 
Die erste Blutung nach der Op , keine Schmerzen ? War zur nach Kontrolle beim Arzt . Er nahm mich zärtlich in dem Arm und ganz automatisch fing ich an zu weinen . Er sagte mit ruhiger und gewisser Stimme ich darf leiden und ich darf trauen ,ich hatte eine Fehlgeburt und das ist zu bedauern . Bei der Untersuchung sagte er , es wäre alles O.K. die Blutung sind nun von der Wunde , die Regel kommt erst noch . Ich soll mich auf starke Schmerzen gefasst machen und drei weitere Wochen zu hause bleiben .Die leichten druck und zieh Schmerzen , die ich jetzt habe , kommen daher weil es Krampfartige Wehen sind , die dafür sorgen das sich sie Gebärmutter auf normal zustand verkleinert .
Nach dem Frauenarzt , war ich unerlaubter weise in der Stadt .Wollte wohl eine Frustkauf machen . Habe es nicht länger als 10 Minuten in diesen Kaufhaus ausgehalten und hätte schreiender Weise raus laufen können , da jede 2 Frau mit einem Dicken Bauch rum lief .Ich habe es nicht ertragen und bin dann heulend bei mir ins Bett gefallen und eingeschlafen .
Mein Mann weckte mich am späten Nachmittag zärtlich und sagte er hätte Post für mich , hätte ich gewusst was es ist , hätte ich ihn nicht geöffnet , ein Babykatalog , in dem ich für unser ungeborenes , stöbern wollte , wenn es an der Zeit war . Leider hatte ich die Zeit nicht und der Tag war für mich gelaufen . Der Katalog wurde in die ewige Verbannung geschickt in dem ich ihn in den Aktenvernichter steckte und auf On drückte 
 
Ich bin aufgewacht mit Schmerzen , richtigen Schmerzen und zwar in meinem unteren Bauch .
Saß auf  Klo und merkte wie es floss , Blut ich habe meine Periode .
Nicht nur das man sich schell daran gewöhnen kann , wie schön es ohne ist , nein nun auch noch diese Schmerzen . Ich weiß nicht wie lange dieser jemand da oben noch mich quellen will . Habe ich nicht genug Busse getan . Nein , immer wieder in den kleinsten Momenten wird man daran Erinnert , was vor 6 Wochen Passiert ist .
 
War gestern lange auf , saß die ganze Zeit bis in die Nacht , auf meiner Terrasse und habe gedacht ! Was weiß ich nicht mehr , bin für mich zu dem Punkt gekommen , dass ich abschließen muss . Nicht vergessen .
Dann habe ich meinen schlafenden  Mann auf die Stirn geküsst und bin ans Wasser gefahren .An die Stelle , an der ich mich am wohlsten fühlte .
Habe einen Roten Edding aus meiner Tasche gewühlt und ein natur Stein in Herz form , den ich bei einen damaligen Strandbesuch gefunden und aufbewahrt hatte . Darauf habe ich Baby geschrieben .
Bin dann bis zu den Knien durchs Wasser gestapft , habe tief durch geatmet und diesen Stein mit all meine Liebe , zu meinem Baby , tief in das Wasser geworfen .
Das war der Punkt an den ich Abschied nahm .
 
Heute ist es so , dass ich in solchen Momenten , an die selbe stelle fahre , mich direkt an Wasser setzte und dann daran denken und trauern darf und es geht mir gut dabei .
 
Ich kann es verstehen , wie man sich fühlt .
Und kein Mensch auf der Welt , kann euch den Schmerz ab nehmen .
Aber lasst es zu und heilt euch selber .
Vielleicht mit einen kleinen unwichtigen Stein und ein unwichtigen Stift ! Aber ich kann sagen ich war fair zu mir und meinem Baby .
Denn ich habe abschied genommen .
 

Diese Geschichte dienen nicht nur Frauen , sondern auch Männern , die von diesen thema betroffen sind .
Ich hoffe diese wahre Geschichte kann euch helfen , eure Trauer zu überwinden , heilen kann man sie jedoch nicht . Ich Danke euch für eure komentare und bewertung . Wenn ihr den austausch zu mir sucht bin ich gern für euch da schreibt einfach eine Email und ich melde mich ganz sicher zurück Lieb Grüße und nur das Beste für euch . Jessy
Jessica Fründt-Schauenbug, Anmerkung zur Geschichte

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jessica Fründt-Schauenbug).
Der Beitrag wurde von Jessica Fründt-Schauenbug auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.07.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Jessica Fründt-Schauenbug als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Autobiografisches" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jessica Fründt-Schauenbug

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Mein Ganz normales Leben - Vorwort - von Jessica Fründt-Schauenbug (Autobiografisches)
Sommer in den Städten von Norbert Wittke (Autobiografisches)
Gläserrücken von Katja Ruhland (Unheimliche Geschichten)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen