Susanne Kobrow

Norwegen- Ein fantastisches Urlaubsland(5) Geirangerfjord

 
 
 
Norwegen- Ein fantastisches Urlaubsland
 
(5) Geirangerfjord
 
Von Oldern aus machten wir uns auf den Weg in Richtung Geirangerfjord. Unser Weg sollte zuerst über ein Örtchen Namens Loen führen, wo es eine Stabkirche zu besichtigen gab. Von da aus nach Stryn, einer etwas *größeren Stadt* .Dort wollten wir uns auch unser *täglich Brot* kaufen, welches wir uns jeden Tag frisch gönnten. Die Norweger haben eine sehr große Brotauswahl, und selbst in den kleinsten Läden kann man es täglich frisch kaufen.
 
Aber nun waren wir erst einmal in Loen gelandet und suchten nach der Kirche. Schnell war sie auch gefunden, und ich freute mich auf die Besichtigung.
Leider waren wir zu früh in dem Ort, denn die Kirche öffnete erst um 10 Uhr, und es war erst halb Neun. Außerdem stellte ich fest, dass die Eintrittspreise, um so eine Kirche einmal von innen zu sehen, sehr gepfeffert waren. Also schauten wir nur von außen, machten Fotos und setzten unsere Fahrt dann nach Stryn fort.
 
Dort angekommen, suchten wir uns einen Einkaufsmarkt, um Brot zukaufen. An der Kasse stellte die Verkäuferin fest, dass wir Deutsche waren und sprach uns in Deutsch an. Schnell waren wir in ein kleines Gespräch über unser nächstes Ziel verwickelt Dabei erfuhren wir, dass wir die Strecke über den bekannten Dalsnibba(über 1400m hohe Passstraße), die wir fahren wollten, nicht nehmen konnten, da dieser aufgrund der späten Schneeschmelze noch gesperrt war.
Wir wollten vom Dalsnibba nach Geiranger, von dort mit der Fähre durch den berühmten Fjord nach Hellesylt und dann nach Eidsdal.
 
Was nun? Wir mussten unseren Weg anders planen und die Tour umlegen.
 
Nachdem wir außerhalb der Stadt im Grünen gefrühstückt hatten, stand für uns fest, dass wir auf die in der Karte als 60 gekennzeichnete Straße fahren und dann von Hellesylt aus die Fähre in Richtung Geiranger nehmen würden. Also in umgekehrter Reihe.
Auch diese Straße führte wieder hoch in die Berge, und so kamen wir noch einmal in den Genuss, über ein Fjell zufahren.
 
Hier lag ebenfalls noch sehr viel Schnee. Wir überlegten, wie die Norweger diese Straßen bei den Maßen von Schnee überhaupt finden, um sie so frei zuräumen? Man stelle sich rechts und links etwa 10 Meter Schnee vor, und dazwischen führt eine gut ausgebaute breite Straße, die akkurat bis an den Rand geräumt ist, ohne irgendwelche Schneehöhenlatten wie bei uns üblich.
 
Als es wieder langsam abwärts ins Tal ging, konnten wir zwischen den Bergen immer wieder malerische Fjorde erkennen, die sich in ihrer Schönheit übertrafen.
Zumal heute die Sonne endlich einmal schien und sich somit ein wieder anderes zauberhaftes Bild bot.
Neben uns, aber noch sehr tief unter uns, konnten wir dann Hellesylt sehen.
 
Die Stadt liegt am Sunnylvsfjorden, dem Hauptfjord, von dem der Geirangerfjord ein Seitenarm ist.
Von hier aus müssen auch die Kreuzfahrtschiffe wie die „Deutschland“ (Das Traumschiff), die „Queen Elizabeth“, die“Astor“, oder was es sonst noch alles an Luxuslinern gibt,  in den Geirangerfjord fahren, wenn sie ihren Besuchern diese Zauberwelt zeigen wollen.
 
Pünktlich um 11 Uhr legte unsere Fähre in Hellesylt ab, und sogleich wurden wir in vier Sprachen an Bord begrüßt. Den Passagieren wurde erklärt, wie lange die Fahrt dauert, und wenn es etwas zu sehen gab, wurden wir sehr sachkundig darauf hingewiesen.
 
Als erstes sahen wir oben auf einer Bergterrasse den Hof Skagefla  Er war nur über Leitern erreichbar, die eingezogen wurden, wenn der Steuereintreiber kam.
Man erklärte uns, dass die Bauern ihre Kinder anbinden mussten, damit sie nicht in die Tiefe stürzten. Eine schlimme Vorstellung für mich.
Die Seitenwände erstrecken sich sehr steil in etwa 800 m Höhe.
Daher war ich mehr als erstaunt, dass hier sogar einmal versucht wurde, Landwirtschaft zu betreiben.
Wie hatte man es geschafft, Vieh dort oben hinauf zu bekommen?
Wie war es möglich, auf diesem kargen Boden Feldfrüchte zu ernten?
Doch man hatte es geschafft, denn dieser Hof dort oben war der Beweis. Obwohl ich mir denke, dass es ein schweres Leben voller Entbehrungen gewesen sein musste!
 
Der Geirangerfjord ist berühmt für seine vielen Wasserfälle. Die meisten haben romantische Namen.
Wie zum Beispiel die Sieben Schwestern. Sie sind die berühmtesten Wasserfälle im Geirangerfjord. Sieben Bäche fallen nebeneinander aus großer Höhe in den Fjord hinab.
 
Dann der so genannte Freier. Ein Wasserfall direkt gegenüber den Sieben Schwestern.
Der Sage nach wurde sein Angebot auf Heirat von allen Schwestern abgelehnt, wonach er zur Flasche griff, die nun zwischen seinen beiden Wasserfällen sichtbar wird. (Wenn man sie findet... mir ist es nicht gelungen, sie ausfindig zu machen).
 
Man sagt, der Geirangerfjord wäre der schönste Fjord in Norwegen. Was in manchen Augen auch stimmen mag, und ich muss zugeben, es ist ein sehr schöner Fjord. Aber ich habe festgestellt, dass alle anderen Fjorde in Norwegen dem Geiranger das Wasser reichen können. Und die Fjorde abseits der Touristenströme waren meiner Meinung nach viel reizvoller.
 
Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir den Ort Geiranger. Nachdem wir die Fähre verlassen hatten, ging es weiter in Richtung Stranda. Vor uns lag die *Adlerstrasse*. Sie  führt auf 624 Meter Höhe und bietet noch einmal einen Wahnsinnsausblick auf den Geirangerdfjord mit seinen  in der Sonne liegenden Kreuzfahrtschiffen.
 
Weiter ging es in Richtung Atlantikstraße und zu den Trollstigen, unseren letzten Stationen.......
 
© by Su
 
Fortsetzung folgt......

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Susanne Kobrow).
Der Beitrag wurde von Susanne Kobrow auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.07.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Du brauchst nicht Tischler lernen um ne Yacht zu bauen von Jan van Oosterbeek



Der authentische Bericht über den erfolgreich abgeschlossenen Bau einer Ferrocement Yacht von Laienhand.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (6)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie Reiseberichte Norwegen

Weitere Beiträge von Susanne Kobrow

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

*Der wandelnde Teppich* von Susanne Kobrow (Wahre Geschichten)
Der kleine Finger von Norbert Wittke (Reiseberichte)
Frauenzeitschriften und ihre Titel von Norbert Wittke (Glossen)