Marco Talisman

Die blutigen Hügel

Die Leiche war noch warm, als ich sie kurz nach Sonnenaufgang fand.
 Sie lag am Boden, halb unter einem großen Farn versteckt, an einen vorsintflutlichen Knollenbaum gelehnt. Es war ein Mann gewesen. Jetzt war es nur noch die leere Hülle eines Menschen, der bis vor ein paar Stunden noch geatmet und gesprochen und ein Leben vor sich gehabt hatte. Der Leichnam trug die verschmutzten Kleider eines einfachen Bauern, doch es waren sowohl Hose wie auch Hemd in frisch geronnenem Blut getränkt.
Man hatte ihm die Kehle durchgeschnitten. Die Wunde klaffte wie ein zweiter zahnloser Mund, der einen blutig anlachte. Seine Augen waren noch offen und starrten leer gen Himmel, als ob sie der Seele nachschauten, die sie gerade verlassen hatte und ins versprochene Paradies aufstieg.
 Ich unterdrückte ein Schaudern und strich dem Mann über die Augen um sie zu schließen während ein leises Gebet an die Götter über meine spröden Lippen glitt. Mehr konnte ich nicht für ihn tun, mir blieb keine Zeit für ein menschenwürdiges Begräbnis. Seine Angehörigen, falls sie noch am Leben waren, würden die Leiche bergen müssen und ihr die Ehre erweisen, die ich ihr in meiner Eile nicht gewähren konnte.
 Die Fährte war immer noch klar und deutlich zu erkennen. Sie führte in östlicher Richtung geradewegs auf das Hügelmeer zu, auf direktem Wege durch das Herz des Waldes. So eine wagemutige Entscheidung traf man nur, wenn entweder Verzweiflung oder der Nebel des Wahnsinns einem im Schädel aufstiegen. Dieser Weg führte durch dunkle, verlassene Orte der Welt, die lange kein Lichtstrahl mehr erreicht und bestimmt seit Jahrhunderten keine lebende Seele verlassen hatte.
Offensichtlich wussten sie, dass ich ihnen auf der Spur war.
 Es dürfte nicht mehr als eine Meile zwischen mir und dem Banditentrupp gelegen haben, als ich den toten Bauern im Gebüsch hinterließ und ins ewige Grün des Alten Waldes eindrang, den Bogen um die Schultern geschlungen und das Schwert griffbereit zu meiner Linken. Die Glieder brannten mir von der Anstrengung der letzten paar Tage und der Weg durch die dichte Vegetation war eine zusätzliche Strafe, die mir die Banditen angehängt hatten. Sie wussten, dass ich alleine war und keinen hatte, der mir Mut und Hoffnung auf Gerechtigkeit zurief, wenn meine Kräfte mich in der Dämmerung verließen. Es war ein mühsames Vorankommen, ein Kampf um jede Meile, doch die Fährte wurde immer frischer, die Fußabdrücke immer deutlicher, die Blutspuren immer heller, und mein Herz trieb mich hasserfüllt zu größeren Schritten voran.
 Ich würde sie einholen.
 Und dann würde ich sie alle töten.
 Niemals vergessen, niemals vergeben.
 Meine Gedanken schweiften in die Vergangenheit. Die Stille des Waldes und meine monotonen Schritte schienen mich zum Beobachter meiner selbst werden zu lassen. Tarov, der Dorfälteste, hatte mir gesagt, er würde sich freuen mich in seine Familie aufzunehmen. Er versprach mir Wohlstand, ein Stück Land zum bearbeiten, einen Platz im Dorfrat, seine schönste Tochter zur Frau. Das Land, das Gold und die Position im Rat waren mir gleichgültig gewesen, meine Seele hatte er schon in jener Sekunde gekauft, in der ich Liona, seine Tochter, erblickte. Plötzlich ergab mein Leben einen Sinn. Das Kämpfen, das Kriegen, das Töten, alles ergab einen Sinn in jenem Moment, da mir dieses vollkommene Geschöpf entgegentrat. Es waren nicht fleischliche Gelüste, die in mir aufstiegen. Es war eine innere Ruhe, die meine Seele in sanfter Sicherheit wog, die meine wilden Gemüter stillte und bezwang.
 Nach so langem Suchen hatte ich endlich den lang ersehnten Frieden mit mir selbst gefunden. Die Gegenleistung, die für diese Vermählung von mir erwartet wurde, war für mich eine Selbstverständlichkeit und eine Kleinigkeit anbetracht dessen, was mir angeboten wurde.
 Ich war ein Richter. Als solcher war es meine Pflicht, Gerechtigkeit gelten zu lassen. Töte den, der ungerecht tötet, bestrafe den, der Ungerechtes tut, und befreie die Welt von den Leeren. Dies waren meine Gesetze. Durch sie lebte ich und durch sie, so war ich überzeugt, würde ich auch eines Tages sterben. So hatten die Weisen Richter es mich in meiner Ausbildung gelehrt und seitdem übte ich mit meinem Schwert Gerechtigkeit aus, mal in diesem Land, mal in jenem, wo auch immer meine Füße mich hintrugen.
 Mein Inneres verkrampfte sich bei der Erinnerung an die Freude, die mich noch vor wenigen Tagen ergriffen hatte. Tränen liefen unbemerkt über meine vor Anstrengung geröteten Wangen, als ich im Geiste Liona vor mir stehen sah und ihre Stimme in meinem Schädel sang. Der Schmerz trieb mich voran. Ich würde sie rächen und meinen Frieden wiederfinden.
 Niemals vergessen, niemals vergeben.
 Die Fährte teilte sich auf. Der Trupp floh immer noch direkt nach Osten, aber ein leichter Fußabdruck und ein paar abgebrochene Äste am Boden abseits des Pfades verrieten den Mann, der sich dort von seinen Kumpanen getrennt hatte. Fast hätte ich die subtilen Hinweise übersehen und das hätte mich auch bestimmt das Leben gekostet.
 Kaum hatte ich den abweichenden Abdruck in der Erde gesehen und mich gebückt um ihn näher zu betrachten, da sang auch schon ein Bogen in der Nähe und ein schwarzer Pfeil durchbohrte die Luft an jener Stelle, wo sich eben noch mein Kopf befunden hatte.
 Sogleich ließ ich mich fallen und rollte hinter den nächstgelegenen Baumstamm, wo meine Hände schnell Pfeil und Bogen ergriffen.
 Ich spähte um den Stamm herum in die Richtung, aus der der Pfeil gekommen war. Wieder vernahm ich das Singen eines Bogens und ich zog mich hastig zurück, ehe der zweite Pfeil sich tief in das Holz neben mich bohrte. Jetzt wusste ich, wo sich der Schütze verbarg.
 Auf allen Vieren kroch ich ein paar Dutzend Fuß im Bogen um den Mann herum, so tief an den Erdboden geschmiegt, dass Büsche und Farne mich vollkommen unsichtbar hielten. Ein kurzer Blick über das Grüngewächs hinweg zeigte mir den Schurken von seiner Linken. Er hatte nichts von meinem Manöver bemerkt und hielt immer noch mit gespanntem Bogen Ausschau nach mir.
 Ich legte in einer fließenden Bewegung einen Pfeil an, zielte kurz und ließ ihn fliegen. Er fand sein Ziel und drang tief in das schwache Fleisch ein.
 Der Mörder starb schnell und schmerzlos ohne zu wissen wie es ihm erging. Seine Leiche sah ebenso leer aus wie es die des Bauern am Morgen getan hatte. Die Leere schien mich erdrücken zu wollen, so kam es mir vor als ich wieder einmal mein Werk betrachtete. Die Leere und der Tod würden mich nie verlassen, nicht jetzt, wo ich meinen Frieden für immer verloren hatte. Ich schloss die Augen des Mörders nicht und diesmal verließ auch kein Gebet meine Lippen, als ich mich dem Wald zuwandte, um die Verfolgung wieder aufzunehmen.
 
Die Banditen schienen mich zu unterschätzen. Ich war ein Richter. Kein einzelner Bandit würde mich aufhalten können, soviel müsste ihnen klar sein. Vielleicht hatten sie mich mit diesem Mordversuch nur solange aufhalten wollen um entkommen zu können, aber das schien mir unsinnig. Wohin wollten sie entkommen? Sie flohen immer tiefer in den Wald, da gab es kein Entrinnen. Auf der anderen Seite gab es nur das verfluchte Hügelmeer mit der leeren Verdammnis die jeden heimsuchte, der sich auf die öde Landschaft hinauswagte oder ihr zu nahe kam.
 
Ich war ihr Schicksal, an mich hatten sie sich in jenem Moment gekettet, in dem sie das Dorf niedergebrannt, die Alten ermordet und die Jungen gefangen genommen hatten.
 Womöglich hatten sie nicht gewusst, dass ein Richter sich zu dem Zeitpunkt im Dorf befunden hatte. Sicherlich hätten sie sonst den Angriff nicht gewagt. Und sie hätten auch nicht wissen können, dass unter ihren Gefangenen die Versprochene des Richters war. Ihr Leben war mein Leben. Ohne sie zurückzukehren wäre nicht nur meine Schande sondern auch mein Tod gewesen. Tarov würde mich erhängen lassen, wenn ich nicht seine Tochter, meine zukünftige Frau, lebend und unverletzt in die Überreste des geplagten Dorfes zurückführen würde.
 Nicht, dass Tarov oder sein Zorn mir Sorgen bereiteten. Sie waren weit entfernt von alldem, was mir in meinem Rachezug durch den Kopf ging. Alles war Luft und Asche angesichts des Verlustes den ich erleiden würde, wenn ich nicht Liona heil wiederfand.
 Mein Seelenfrieden. Mein Lebenswille.
 Ich hielt inne als sich nochmals alles in mir zusammenzog und der Schmerz in meiner Brust schwarze Schleier vor meinen Augen aufsteigen ließ. Es konnte nicht mehr weit sein bis zum Trupp. Sie waren müde von der Flucht und hatten bestimmt wenig Proviant, zudem mussten sie mindestens zwanzig Gefangene vorantreiben und diese wenigstens mit Wasser versorgen, wenn nicht sogar mit fester Nahrung. Darunter waren auch Frauen und Kinder, die sie aufhalten würden. Den wenigen Männern, die noch versucht hatten Widerstand zu leisten, hatte man die Kehle aufgeschlitzt. Der Bauer war der achte Mann gewesen, den ich auf diese Art und Weise hingerichtet am Waldboden wiedergefunden hatte. Inzwischen dürften nur noch Frauen und Kinder übriggeblieben sein.
 Derartiger Grausamkeit war ich in meinem kurzen Leben als Richter noch nicht begegnet. Mein Verstand sagte mir, dass es sich hier nicht mehr um Menschen handelte, sondern um Abtrünnige unserer Gattung, die mehr den Leeren ähnelten als sie es uns taten. Die Leeren aus dem Hügelmeer hatten keine Gefühle mehr, sie waren mit den dunklen Mächten der alten Hügel in Kontakt gekommen und ihren verdammten Stimmen verfallen, sie waren jenseit von Gut und Böse, sie waren einfach leer von Menschlichkeit.
 Sie durften nicht existieren. Es gehörte zu meinen Pflichten als Richter sie zu eliminieren wo sie meinen Pfad kreuzten. Doch diese Banditenbande, die schien mir wahrhaftig bösartig zu sein. Die Leeren waren leer. Sie tötete ich, weil sie aus Mangel an Menschlichkeit Unheil anrichteten. Die Banditen waren voll. Voll willkürlicher, gegen die unschuldige Bevölkerung gerichteter Bosheit und voll von Eigensinn und Selbstsucht.
 Voll von Ungerechtigkeit.
 Die ersten Stimmen hörte ich, als ich mich wenige Stunden später einer Lichtung im Wald näherte. Ich zwang mich dazu, langsamer zu gehen und vorsichtiger zu sein. Mein Atem zischte laut durch meine zusammengebissenen Zähne. Meine Augen brannten mit Schweiß und Tränen, die über mein Gesicht liefen. Ich hatte sie eingeholt.
 Leise und unsichtbar pirschte ich mich an die Lichtung heran bis ich nah genug war, um mir ein Bild von der Raststätte der Mörder zu machen.
 Sie hatten sich um ein kleines Lagerfeuer gesammelt, um sich die Hände an diesem kalten Herbstmittag wärmen zu können. Es waren neun Männer am Lagerfeuer und drei patrouillierten am Lichtungsrand. Vier weitere bewachten die Gefangenen.
 
Die entführten Dorfbewohner saßen eng aneinander gedrängt in der Mitte der länglichen Lichtung. Verzweifelt suchte ich unter ihnen ein Gesicht, das ich kannte, aber ich war am entfernteren Ende der Lichtung, zu weit weg, um Einzelheiten zu erkennen. Es waren bis auf ein paar Kinder nur Frauen, soviel konnte ich aus der Entfernung noch ausmachen.
 
Mir war klar, dass ich nicht sechzehn abgehärtete Banditen in einem Frontalangriff überwältigen konnte. Selbst für einen Richter gibt es Grenzen. Ich würde die Nacht abwarten und sie im Dunkeln einzeln töten müssen. Bis zum Abend blieb mir genug Zeit um die Dreckskerle zu beobachten und ihre Fähigkeiten mit den Waffen abzuschätzen. Der Führer der Bande musste zuerst sterben um Verwirrung und Angst in den übrigen Männern zu erwecken. Dann die Wächter der Gefangenen um deren Leben zu schützen. Der Rest würde folgen.
 Die Entscheidung war getroffen, mir blieb nun nichts weiteres übrig, als mich tiefer ins Gebüsch zu drängen und abzuwarten, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand. Die Wachen erweckten einen müden und zermürbten Eindruck, als sie nur wenige Fuß von mir entfernt den Rand der Lichtung patrouillierten. Ihr Wille war offenbar gebrochen von der langen Flucht, dem erbarmungslosen Anführer und dem Gedanken, ein Richter verfolge sie. Ihre Gesichtszüge hingen schlaff am Schädel, dunkle Augenringe ließen ihre Augen in Höhlen unter der schmutzigen Stirn verschwinden. Ich konnte keinen Kampfgeist in ihnen erkennen.
 Der Gedanke, diese Mörder umso leichter bekämpfen zu können, stärkte mich nicht sondern machte mich nur traurig. Es war kein Mitleid, das ich empfand, sondern ein tiefes Trauern um die Menschen, die zu solchen Ungeheuern mutiert waren. Ich bemitleidete das, was diese Männer einmal waren. Ihr jetziges Dasein war die Luft nicht wert die sie einatmeten.
 Ich glaube, mein Geist fiel im Laufe des Nachmittags in die gesegnete Ruhe des Schlafes. Jedenfalls begann es bereits zu dämmern, als ich zu plötzlicher Aufmerksamkeit gezwungen wurde. Es war ein Kind, ein kleines Mädchen, das schrie. Es war nicht nur Angst im Kindergeschrei, sondern auch viel Zorn und Elend. Es brach mir das Herz, den Klage- und Anklageton dieser Stimme zu hören. Die Mutter versuchte verzweifelt das arme Ding zu beruhigen, denn die Wachen drohten ihnen mit gezückten Schwertern und Äxten. Das Geschrei würde den Richter zu ihnen führen, riefen sie. Dass er bereits bei ihnen war konnten sie nicht wissen.
 Ich schloss die Augen und richtete mein Gehör auf das Rauschen des Windes in den Bäumen, als der bärtige Mann mit der Axt das Mädchen aus den Armen der Mutter riss und ihr mit einem Hieb das Genick brach. Das schluchzende Kreischen der Mutter hörte ich schon nicht mehr, mein Gehirn verarbeitete es zu Hass und Zorn. Die abrupte Stille, die auf den zweiten Axthieb folgte, verarbeitete ich zu Mordlust.
 Langsam wurden die Schatten der Bäume länger. Die übrigen Gefangenen aus dem Dorf verhielten sich ruhig, es gab kein weiteres Blutvergießen. Die Wachen fielen wieder in ihr abgestumpftes Wandeln zurück und kreisten weiter um das Lager.
 In den Nachmittagstunden war mir ein kräftig gebauter, glatzköpfiger Mann mit schwarzer Lederausrüstung aufgefallen, der einige Male anderen Banditen Befehle erteilen zu schien. Er hatte, im Gegensatz zu den übrigen verblödeten Entführern, wache und aufmerksame Augen und er bewegte sich auf eine sanfte Art und Weise, die ihn als einen erfahrenen Schwertkämpfer auszeichneten. An seiner Seite hing ein Kurzschwert und seine muskulösen Arme sahen aus wie diejenigen eines Mannes, der täglichen Umgang mit scharfem Stahl pflegte. Sein Gesicht prägte ich mir ein. Der Anführer würde zuerst sterben.
 Die Gefangenen schienen mir ungewöhnlich ruhig zu sein. Ich vernahm weder Schluchzen noch Fluchen, nicht einmal ein leises Flüstern aus ihrer Gruppe. Die Wachen hätten auch schlafen können und es wäre keiner geflohen, so kam es mir vor. Erst als ich dieses Detail bemerkte vollzog ich die letzten Gedankenschritte, die mir das nackte Entsetzen ins Bewusstsein jagten.
 Die stumpfen Gesichtsausdrücke der Banditen. Die zahmen, geistlosen Gefangenen. Der leere Blick des Axtträgers, der die Frau und das Kind kaltblütig umgebracht hatte. Seine Augen waren leer gewesen. Und der Anführer mit seinen entschlossenen Befehlen und seiner zielstrebigen Flucht geradewegs auf das Hügelmeer zu.
 Das Hügelmeer.
 Brennendes Eis bohrte sich in meine Brust, meine Glieder erstarrten wie in Stein gehauene Gebilde. Das Hügelmeer war nahe. Zu nahe. Ich hatte es nicht bemerkt, zu sehr war ich mit dem Spurenlesen und der Verfolgung beschäftigt gewesen, doch jetzt, da ich mir der Situation bewusst geworden war, spürte ich die dunklen Mächte, die an meinen Gedanken zerrten. Die finsteren Gestalten mieden mich, da sie einen Richter in mir erkannt hatten, und flossen fast unsichtbar an meinem Bewusstsein vorbei. Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf sie und erschrak als ich ihr Unwesen inmitten der Menschen auf der Lichtung spürte.
 Richter sind von Natur aus gegen magische und dämonische Einflüsse widerstandsfähiger und ihr Wille wird weiterhin durch die harte Ausbildung und eine strenge Selbstdisziplin gestärkt. Andere Sterblichen hingegen sind durch solche Kräfte leichter manipulierbar. Der Gedanke, dass Dutzende solcher fürchterlichen Wesen schon seit Stunden die Seelen dieser Menschen vergifteten, ließ mich verzweifelt aufstöhnen. Das Hügelmeer musste unweit von der Lichtung entfernt beginnen, wahrscheinlich handelte es sich lediglich um einige hundert Fuß.
 Der Anführer musste dies von Anfang an geplant haben. Was er damit bezweckte, indem er sowohl seine Gefangenen als auch seine eigenen Kumpane zu geistlosen Leeren werden ließ, war jenseits meiner Vorstelltungskraft. Sogar er selbst würde früher oder später an diesem verfluchten Ort seine Seele an die Mächte der ewigen Hügel verlieren, dessen war ich mir sicher. Es würde nicht mehr lange dauern bis jegliche Menschlichkeit in diesen Leuten erlosch und nur noch ihre Körper sinnlos in dieser Welt weiter existierten.
 Mir blieb keine Wahl. Die entführten Dorfbewohner würden zu Leeren werden, wenn ich nicht sofort handelte. Lionas Seele würde verloren sein, wenn ich nicht jetzt eingriff und sie so schnell wir möglich aus dem Bann der boshaften Hügeldämonen entriss.
 Es gab keine Zeit für Planung und Strategie. Auf den Schutz der Nacht musste ich wohl verzichten. Meine Hände führten die notwendigen Bewegungen selbständig aus, legten Pfeile an den gespannten Bogen, ließen sie auf ihr Ziel zujagen und zückten den nächsten für das folgende Opfer. Ehe die Banditen sich meiner bewusst wurden lagen die Wachen der Gefangenen von Pfeilen durchbohrt am Boden.
 Das Reaktionsvermögen der abtrünnigen Männer war durch den Einfluss des Hügelmeeres beeinträchtigt worden, denn sie handelten zunächst nur mit trägen Bewegungen, als ob sie sich unter Wasser befinden würden. Es fielen zwei weitere durch meine Pfeile bevor sich die anderen auf Nahkampfentfernung genähert hatten und das Bogenschießen unmöglich machten.
 Ich ließ Bogen und Köcher fallen und griff nach meinem Schwert. Die jahrelange Ausbildung übernahm die Führung über meine Handlungen, die lange Klinge vereinte sich mit meinem Körper und zischte aus der Scheide. Fünf Männer kamen mit gezückten Waffen auf mich zu und versuchten mich zu umzingeln. Ich hatte den dichten Wald im Rücken, was mir zumindest auf dieser Seite einen gewissen Schutz bot, aber ein simultaner Angriff von drei Seiten würde selbst meiner Kampffertigkeit überlegen sein. Mein einziger Ausweg war anzugreifen bevor sie mich in ihre Mitte gedrängt hatten.
 Ich holte tief Luft und dachte an Lionas sanfte Züge als ich sie zuletzt gesehen hatte. Ich dachte an die lachenden Kinder des Dorfes und die zufriedenen Gesichter ihrer Eltern. Ich hörte Tarovs Versprechen eines ruhigen Lebens im Dorf. Ich spürte die Glückseligkeit des einfachen Lebens auf dem Land, ohne Gewalt, ohne sinnloses Blutvergießen, ohne Mord.
 Dann sah ich wieder die fünf bewaffneten Mörder vor mir und die Ungerechtigkeit, die sie darstellten. Meine Pflicht rief mich. Mein Herz schrie nach Rache. Mein Schwert lechzte nach Blut.
 Ich war ein Richter.
 Ich richtete.
 Das Zwielicht arbeitete für mich, denn meine geschärften Sinne kompensierten für das beeinträchtigte Sehvermögen während meine Gegner sich in der heranbrechenden Dunkelheit schwer taten, mich im Licht des Lagerfeuers zu halten. Mein Schwert tanzte abermals an ihrer Verteidigung vorbei und verletzte, verstümmelte und tötete das Fleisch, auf das es traf. Bei koordinierten Angriffen drängten die Axt- und Schwerthiebe mich in verzweifelte Abwehrmanöver und mehr als einmal verspürte ich den scharfen Schmerz einer zugefügten Wunde. Mann für Mann schlachtete ich mir einen Weg durch ihre Ränge bis schließlich fünf entstellte Leichen im Gras um mich herum lagen.
 Die übrigen Banditen kamen mir bereits mit erhobenen Waffen entgegengerannt, unter ihnen der glatzköpfige Anführer mit seinem Kurzschwert. Ich wurde mir von dem Geschrei auf der Lichtung bewusst und realisierte, dass der Anführer die Gefangenen abschlachten ließ. Meine Hände bebten vor Wut und Entrüstung angesichts solch sinnloser Grausamkeit. Nochmals erhob ich mein Schwert und ließ es auf meine Gegner losblitzen. Ich hielt es nicht zurück, dafür war es nun zu spät. Es würde für diese Mörder kein Entkommen mehr geben, wenn die Schlacht einmal begonnen hatte, wenn die Klinge einmal Blut geleckt hatte. Mir fehlte die Willenskraft dazu, meine eigenen Rachegelüste in Schach zu halten und wenigstens ein paar meiner Gegner die Flucht zu ermöglichen.
 Ich rannte ihnen entgegen und schrie ihnen mein Urteil zu.
 Wie lange der Kampf in die Nacht tobte weiß ich nicht mehr. Die Zeit verliert im Kampf ihre Bedeutung, man wird von den Schmerzschreien und dem metallischen Blutgestank überwältigt. Der Körper agiert und reagiert selbständig und der Geist zieht sich zurück, um den abscheulichen Einzelheiten des Gemetzels zu entkommen. Am Ende hinterbleiben nur die elenden Gefühle der Reue und des sinnlosen Mitleids.
 Einige Zeit (Minuten? Stunden?) später stand ich alleine auf der Lichtung. Mein gesamter Körper schmerzte wie eine einzige riesige Wunde. Unzählige Verletzungen bedeckten mich, einzeln gesehen zwar relativ harmlos, aber ihre Summe ergab ein bedrohliches Ergebnis. Es hatte angefangen zu regnen und eine kühlende Brise wehte mir frische Luft zu. Die Nacht war herangebrochen, nun war das halb erloschene Lagerfeuer die einzige Beleuchtung auf der Lichtung. Wasser und Blut flossen an mir herab.
 Sechzehn Leichen tränkten den Erdboden mit Blut um mich herum. Es sollten Jahre vergehen ehe an diesem verfluchten Ort wieder Gras oder sonstiges Grün wachsen würden.
 Erschöpft ließ ich mein Schwert fallen und taumelte auf die Gefangenen zu. Meiner hatte sich eine Stumpfsinnigkeit angenommen, die mich momentan noch vor meinen eigenen Emotionen und Befürchtungen fernhielt. Sie erlaubte es mir, ohne Zögern die weiteren Leichen, die ich am Rande der Lichtung fand, umzudrehen und ihre Gesichter zu betrachten. Es waren nur wenige darunter, die ich erkannte. Selda, die Tochter des alten Schmieds, lag mit verzerrtem Gesicht auf ihrem Rücken, ein Messer bis zum Heft in ihren Bauch gerammt. Inda und Geldin, die beiden Müllerinnen, hatten sich im Todeskampf noch schützend umarmt.
 Als ich den nächsten Körper umdrehte zuckte dieser ruckartig zusammen und gab ein gequältes Stöhnen von sich. Ich war zu abgestumpft um mich noch zu erschrecken.
 Die Frau war scheinbar unverletzt, zumindest konnte ich keine Blutflecken auf ihrem hellen Gewand erkennen. Ihre Augen öffneten sich und starrten mich an. Hinter den weiten, unruhig zitternden Pupillen loderte ein Feuer, das dem Wahnsinn nahe war. Die arme Frau hatte miterlebt wie ihre Bekannten und Angehörigen regelrecht geschlachtet wurden und war in Ohnmacht gefallen. Die Wachen hatten sie wahrscheinlich für tot gehalten und liegengelassen. Wenn sie den Geistern der Hügel noch ein wenig Widerstand leisten könnte, dann würde sie sich vielleicht auf dem Heimweg noch erholen. Vielleicht.
 Ich half ihr sich hinzusetzen und flüsterte ihr sanfte Worte zu um sie zu beruhigen. Immer wieder streute ich in meinen Monolog die Frage nach Liona ein, doch die verstörte Bauersfrau schien mich nicht zu hören. Sie blieb sitzen ohne mich als Stütze zu benötigen, also ließ ich sie in die Nacht starren und begab mich auf die Suche nach meiner Geliebten. Es gab noch einige Leichen, die ich noch nicht aus der Nähe betrachtet hatte.
 Drei zerstochene Körper später sah ich den Glatzkopf mit der schwarzen Lederausrüstung im Gras liegen. Er erwiderte meinen Blick mit glasigen Augen und zwinkerte mehrmals um sich den Regen aus den Augen zu halten. Mit einem Arm hielt er sich den Bauch, in dem eine tiefe, tödliche Wunde klaffte. Er musste vom Schlachtfeld bis hierher trotz der schweren Wunde gekrochen sein, während ich mit seinen Kumpanen weiterkämpfte. Wie groß musste sein Hass wohl gewesen sein, um solche Qualen zu erleiden, nur um noch ein paar unschuldige Frauen zu ermorden?
 Um ihn herum lagen drei tote Bauersfrauen mit durchgeschnittenen Kehlen, ein letzter Sieg dieses Ungeheuers über die Menschlichkeit. Ich kniete neben ihm nieder.
 „Hast du gefunden, was du suchst?“, sagte er mit einem blutigen Zähnefletschen.
 Ihn abzustechen war sinnlos, er würde sowieso innerhalb weniger Minuten verbluten. Die Qualen, die er gerade litt, wollte ich ihm nicht durch einen schnellen Tod ersparen.
 „Wieso hast du das getan?“ Entgegnete ich verständnislos. Ich konnte nicht begreifen, weshalb ein Mensch derartige Boshaftigkeiten freiwillig tat. „Warum mussten sie sterben? Ich hätte euch am Leben gelassen, wenn ihr die Frauen freigegeben hättet. Warum hast du sie getötet?“
 Der Mann in schwarz schaute mir in die Augen und lachte. Er lachte mich aus. Er lachte die ganze Welt und ihre dummen Menschen aus, die noch an Gut und Böse glaubten um dem Leben einen Sinn zu geben. In dem Moment wurde mir klar, dass es hier nicht um Geld oder Gier ging, auch nicht um Sadismus oder Boshaftigkeit, sondern um eine völlig andere Denkweise, die mit der meinigen nicht koexistieren konnte. Ich dachte in schwarz und weiß, er sah die Welt in tonlosem grau. Ich richtete die Menschen nach Gut und Böse, er richtete gar nicht. Ich sah Freude und Elend, er sah nur das kurze Leben vor dem unvermeidbaren Tod.
 Aber er gab mir keine Antwort bis ich das Gesicht neben seinem freien, ausgestreckten Arm sah.
 Liona.
 Sie lag mit offenen Augen auf der Seite und betrachtete uns beide im Regen, der Sterbende und der Lebende. Ihre Brust hebte sich mit jedem Atemzug und an ihrem Körper konnte ich keine Wunden erkennen. Ich barst vor Freude als ich verstand was ich da sah.
 Liona lebte. Ich konnte es nicht fassen.
 Der glatzköpfige Mörder war sofort vergessen und ich stürzte meiner Liebe entgegen, umarmte sie und drückte sie an mich, küsste ihr Gesicht und streichelte ihr nasses Haar. Ich gab sinnloses Zeug von mir, alles in Liebe und Freude verlorene Worte die aus mir heraussprudelten wie Regen vom Himmel. Mein Leben würde doch noch ein glückliches Ende finden. Tarov würde seine Tochter lebend wiedersehen und mich in das ruhige Landleben willkommen heißen.
 Der Mann in schwarz lachte wieder auf. In dem Lachen, diesem krächzenden Geräusch das aus seiner Kehle ertönte, war kein Vergnügen zu erkennen. Es bestand aus etwas Anderem. Schadenfreude? Zufriedenheit?
 Ich wollte Liona so schnell wie möglich von diesem ungeheuren Ort wegführen. Mein ganzer Hass diesen Männern gegenüber quoll aus mir hervor als ich dieses widerliche Lachen wahrnahm.
 „Sei still! Verdammt, sei still, du Aasfresser!“ Die unnötigen Worte verließen meine Lippen ehe ich mich wieder beherrschen konnte.
 Er lachte weiter, lauter als zuvor. Dann hustete er plötzlich staccattoartig und spuckte mit schmerzverzerrtem Gesicht Blut auf die Wiese, aber der spottende Gesichtsausdruck verließ ihn nicht.
 „Du Narr! Glaubst du, du hättest gesiegt? Du bist ein Narr, Richter!“ Er lachte mich wieder an und nannte mich in seiner krächzenden Stimme abermals Narr, Dummkopf und Verlierer.
 „Wieso stirbst du nicht endlich, Dämon?“ Sagte ich und drückte Liona an mich und drehte mich so, dass sie sich die Todesfratze des Mörders nicht anschauen musste. „Deine Worte sind die eines sterbenden Lügners.“
 Der Mann spuckte noch einmal aus ehe er mir antwortete. Er war sehr blass geworden, sein Körper würde bald nicht mehr genug Blut haben um zu leben.
 „Sterben? Nein, Richter, ich sterbe nicht. Ich kehre nur in meine Heimat zurück, in der ich jetzt neue Brüder und Schwestern haben werde. Hast du Geschwister, Richter?“
 Ich konnte sein blutiges Grinsen nicht mehr sehen, es kostete mich meine volle Beherrschung, ihm nicht sofort die Kehle aufzuschlitzen. Lionas Gegenwart hinderte mich daran. Sie sollte nicht nochmal sehen wie ich den Tod sähte.
 „Schweig, Dämon, und stirb. Wo du hingehst gibt es keine Geschwister.“
 Das Lachen klang dieses Mal schwächer und feuchter. „Du irrst dich, Narr. Du glaubst an die Hölle, doch die gibt es für mich nicht. Weisst du, wer meine neuen Brüder sind und wohin ich sie mitnehme, wenn ich diesen fleischlichen Körper verlassen habe, Richter?“
 „Ich will es nicht wissen. Nimm deine Worte mit ins Grab.“
 „Sie werden mir folgen, wie Lämmer dem Schafhüter, Richter. Ihre Geister sind schwach, sie können uns nicht widerstehen. Nur du warst stark genug.“ Seine Stimme wurde auf einmal kräftiger, als ob er aus seinen eigenen hasserfüllten Worten noch Lebensenergie gewinnen konnte.
 „Deine Worte ergeben keinen Sinn. Gib auf und stirb.“ Trotz meiner gleichgültigen Worte hatte ich eine unheimliche Vorahnung. Ich wollte nicht hören was er sagen würde, aber ich stand auch nicht auf um fort zu gehen. Innerlich hoffte ich er würde schnell sterben, bevor er mir seine grausame Botschaft mitteilen konnte.
 „Ich bin bereits daheim, närrischer Richter. Ich bin nicht vor dir geflüchtet. Nein, ich bin geradewegs nach Hause gelaufen nachdem ich das Dorf verlassen hatte.“ Liona stöhnte leise, klagsam und geistesabwesend. Ich hielt sie mit gestreckten Armen vor mir um ihr Gesicht zu sehen. Mich drückte der Verdacht, dass sie doch eine Verletzung davongetragen hatte. Der Glatzkopf lachte wieder. „Schau sie dir an, deine wiedergefundene Frau. In ihren Augen wirst du mich zurückblicken sehen. Sie gehört jetzt zu meiner Familie, zu meinen Schafen, Richter.“
 Lionas Blick war leer, ihre Augen schweiften ziellos über mich hinweg ohne mich wahrzunehmen. Ich rief ihren Namen, aber sie reagierte nicht darauf. Ich erschauderte, aber nicht wegen der nächtlichen Kälte. Mein ganzer Körper war kalt, und das hatte nichts mit Regen und Wind zu tun.
 „Siehst du die Hügel in ihren Augen, Richter? Die ewigen, dunklen Hügel?“ Seine Stimme wurde schwächer, es war fast nur noch ein Flüstern, das er von sich gab. Liona, meine Liebe, mein Herz, starrte durch mich hindurch in die Nacht. Sie blickte verständnislos die Welt an und in ihr regte sich nichts, das noch menschlich war. „Die rollenden Hügel und ihre dunklen Mächte, Richter. Siehst du sie in ihren Augen?“
 Meine Schreie hallten noch lange in die Nacht hinein nachdem der Mörder gestorben war. Er lag auf dem Rücken, das Gesicht gen Himmel gewandt, den Arm auf die Bauchwunde gelegt. Neben ihm lag eine einst schöne junge Frau, das ausdruckslose Gesicht in den Schlamm gedrückt, mit dunklen Einblutungen an ihrem zarten Hals wo ich sie erwürgt hatte. Tarov würde ich erzählen, sie sei im Kampf gestorben. Ich glaubte nicht, dass er mich erhängen lassen würde. Das Dorf hatte genug gelitten, keiner würde noch die Kraft oder den Willen haben seinen Zorn an mir auszulassen.
 Aber das machte mir nichts aus. Sterben würde ich im Kampf, nicht am Galgen. Und ich hatte ein anderes Ziel, an dem mich viele Kämpfe erwarteten.
 Jenseits des Waldes, wo die rollenden Hügel sich in die Ewigkeit erstreckten.

Die Story ist ein bisschen lang geraten. Hab mich bemüht, sie dafür spannend zu halten... Freue mich über jeden Kommentar :DMarco Talisman, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.07.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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