Margit Kvarda

Freundschaftbund (aus der Bürgschaft)

Unser Chef zu Dyonis ein Tyrann aber ein Fescher.
So a Feigling braucht immer seine Häscher.
Denn wollt i aus seine verhatschten Schuach blos’n.
Wia g’ságt seine Kiwara hábn mi net lássn.
Des is doch feig, eich san so vü,
hätt i nur gwunna hängast du dá am Stü.
Auf die Knia muaß i singga,
mei Schwester muaß i zum Heiraten bringa.
Übern Fluß muaß i drüber,
wenn sich’s der Depp überlegt bleibt’s ma über.
Owa wart in dem Hotel, dá kenn i an Trottel.
Um den is eh net schád, weil er eh kann Durst hát.
Denn nimmst dir áls Pfánd, drauf gib i mei Hánd.
I kum eh wieder zruck, i geh nur dá über die Bruck
und ins Gasthäusl eini, dá sitzt er da Heini.
Zur Schwester gezerrt, mir is egal wenn er bleat.
Hauptsách die Schwester hát an Mánn und i háb mei Pflicht tán.
Daweil i net dá bin, tua já nix mein Freind, wünscht da net mi áls Feind.
I was sonst net wás i tua, i druck da die Gurgel zua.
Warum i des ság und mein Freind so gern mág.
Gánz ehrlich, beim Kart’ln ság i nur dir, blieb er mir schuldig a Kisten Bier.
Jetzt frage ich dich, láßt ma so an Freind in Stich?
Der König grinst, der fálsche Hund, er erlaubt’s und ságt net den Grund.
Drei Tage will ich dir geben, jetzt laufe um sein Leben.
Mir is eh wurscht, jetzt kriag i an Durscht.
Gebt’s her no an Most, dánn ab mit der Post.
Mei Pflicht hab i gmácht, mei Schwester sie lácht.
I saus wieder zruck, wás siach i ka Bruck.
Die Bruck hát er brochn, jetzt versteh i sein Láchn.
Mei Bier siach i schwimma, mein Freind áber nimma.
Mir bricht fást des Herz, des is doch ka Scherz.
I schwimm übers Wásser, komm drüb’n an áls a Násser.
I renn übern Hügel, dort brauch i an Prügel.
Die fünf Kiwara dá, de hálten mi á.
Jetzt hát er um drei wenga, mein Freind kánn i ihm dá net schenga.
I kum in die Stádt, wo man scho aufi g‘hängt hát.
Der Freind kriagt ka Luft, durch die Menge er ruft.
Du damischer Wed’l, gib aussa sein Sched’l.
Der Henker wird láng, jetzt hängt er am Stráng.
Der König wird g‘holt, weil’s ihm gár so gut g’fállt.
Spricht er schon ganz weich, i mág mehr ka Leich.
Ságt zu mir und mein Freind, i bin nimma eicha Feind.
Kart’ln ságt er glei, is eh schena für drei.

 
© Margit Kvarda

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.08.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Als junges Mädchen erfand ich schon lustige Geschichten, die ich meiner Nichte erzählte. Meine Dichterei geriet in Vergessenheit, erst meine Kinder Walter und Beatrix gaben mir, durch ihren herzigen Kindermund die Idee wieder zu schreiben.
Wie sie sehen, ging meine Phantasie mit mir durch und etliche Gedichtbände kamen raus. Ich hoffe auch sie finden das Eine oder Andere, worüber sie lächeln können. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht ihre Margit.

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