Christin Müller

Doch das Leben geht weiter (Fortsetzung: Anna)

Bis vor kurzem ähnelte mein Leben einem Sonnenstrahl ,hell und glücklich war es , doch seit drei Tagen bedecken dunkle Schatten mein hiesiges Dasein. Was passiert ist? Vor drei Tagen stand meine beste Freundin ,völlig unerwartet ,bei mir in der Türschwelle. Sie hatte eine Tasche in der Hand, und wollte von mir ,dass ich sie gut aufbewahren solle ,ich wunderte mich zwar ,nahm aber dennoch die Tasche an mich. Dann machten wir es uns auf dem Sofa gemütlich und schauten unser Lieblingsvideo. Wir waren genauso gut drauf wie immer. Gegen 4 Uhr fuhr sie dann nach Hause ,weil dort ihr Freund Tim schon auf sie wartete , ich nahm sie also in den Arm und verabschiedete mich von ihr- ich hätte sie nicht loslassen sollen .Um 5 Uhr packte mich die Neugierde ,was wohl in der Tasche drin war? Als erstes viel mir ein rotes Buch in die Hand, eines ihrer Tagebücher ,nun wußte ich dass irgendwas nicht stimmte .
Sogleich viel mir ein Brief entgegen ,als Empfängername stand dort „Anna“ ja, das war wohl ich. Ich faltete den Brief auseinander und begann zu lesen ,die Worte schwirren mir immer noch im Kopf herum.
Liebe Anna,
ich hoffe du findest diesen Brief ,denn dieser ist es, der dir Lebewohl von mir sagt. Du weißt doch sicherlich dass ich seit geraumer Zeit immer wieder starke Schmerzen hatte, oder? Ich war jedenfalls gestern beim Spezialisten, und er teilte mir mit, dass ich unter einer Krankheit leide, die in den nächsten 24 Stunden von meinem ganzen Körper Besitz ergreifen ,und einen tiefen grauen Schleier über mich werfen wird. Daher verabschiede ich mich hiermit von dir ,ich konnte es dir vorher einfach nicht sagen ,ich wollte ,dass du mich so in Erinnerung behältst wie ich war ,glücklich und zufrieden. Ich vertraue dir hier meine Tagebücher und meinen Teddy, den ich über alles geliebt habe ,an. Ich denke du wirst dies alles am besten verwahren können. Vielen ,vielen Dank dass du immer für mich da warst als ich dich gebraucht hab. Du bist die beste Freundin von der ganzen Welt ,ich hab dich furchtbar dolle lieb .Ich hoffe du denkst ab und zu mal an mich.
Leb wohl
Deine Sabrina


Als ich diesen Brief zu Ende gelesen hatte ,packte mich die Angst. Ich hatte das Bedürfnis jetzt bei ihr zu sein .Ich zog mir eine Jacke über ,stolperte die Treppe hinunter und stürzte aus dem Haus. Mit meinem Fahrrad fuhr ich, so schnell ich konnte ,zu ihr. Als ich bei ihr vor der Tür stand ,und mir ihr Vater die Tür öffnete, bemerkte ich seinen, von Trauer geprägten , Gesichtsausdruck . Ich rannte in ihr Zimmer . Ein Schwall von Trauer schwappte auf mich über als ich ihren leblosen Körper in den Armen von Tim liegen sah .Alles um mich drehte sich ,ich verlor die Kontrolle und kippte um .Was dann geschah weis ich nicht ,ich wachte am nächsten Morgen in meinem Bett auf ,total verwirrt. Die nächsten 2Tage und Nächte weinte ich nur , weinte und fragte mich warum es grade sie sein musste ,und heut sitze ich hier ,in meinem schwarzen Kleid und bereite mich auf den Abschied vor .
Heute verabschieden wir sie alle ,heute am 5 Mai ,3 Tage vor ihrem 17ten Geburtstag ,am 5 Mai um 10.00 Uhr.

okay hier ist die 1.fortsetzung meiner geschichte...ich hoffe dass sie euch gefällt!!Christin Müller, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.04.2002. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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