9. Oktober 2005
Merklich länger sind nun die Nächte und auch kühler. Kurz vor dem Eindunkeln am Abend ist es aber trotzdem noch angenehm mild und es lädt einem nochmals ein, ein wenig nach draußen zu gehen, die Verfärbungen des Abendhimmels zu betrachten und den Abschluss eines schönen Herbsttages in sich aufzunehmen.
Feuchtigkeit liegt in der Luft und damit auch der leicht modrige, aber dennoch frische Duft verwelkender Blätter, feuchter Erde und Wiesen. Das noch warme Erdreich gibt nun langsam seine Feuchtigkeit in Form von hauchdünnen, schleierartigen Nebelchen ab, die über Wiesen und zwischen den Bäumen daher ziehen, sich alsdann auflösen um sich gleich wieder neu zu formieren. Auch die Gärten erstrahlen im farbigen Herbstflor. Zwar nicht mehr so üppig wie im Frühling, aber trotzdem nicht minder schön. Hie und da flattert noch ein Schmetterling oder es brummt eine Hummel durch die Lüfte. Hoch oben spielen zwei Falken oder Milane im hellen Licht der letzten Sonnenstrahlen ihr abendliches auf und ab. In allen möglichen Farben präsentieren sich auch die Bäume und Wälder in ihrem herbstlichen Kleid. Von rot – rotbraunen bis zu gelb – goldenen Farbtönen, dazwischen da und dort noch ein schwaches Grün, als wollten sich einige gegen die nun aufziehende neue Jahreszeit wehren. Ab und zu schwebt eines dieser farbigen Blätter wie von Geisterhand geführt dem Boden zu und überdeckt so langsam Land und Wiesen. Ein kleiner Windstoss genügt, um die Bäume schneien zu lassen und deren Blätter tanzen dann Schneeflocken gleich, langsam zu Boden. Dies verleiht dem Erdreich einen bunten, farbigen Teppich, der lustig raschelt, wenn man darüber schreitet. Im nahen Gebüsch fängt ein Käuzchen an leise zu kieksen, sonst herrscht eine friedliche Ruhe in der Landschaft. Doch da, ein Rascheln im Laub. Ist es eine Maus, oder ist es vielleicht ein Vogel, der noch vor dem schlafen gehen einen Leckerbissen sucht? Es ist schon zu dunkel, um zu erkennen was es ist.
Die ersten Sterne beginnen am Himmel zu funkeln und zu glitzern. Aus dem fernen Dorf erklingen die Abendglocken und die untergehende Abendsonne hat aufgehört mit ihrem Farbenspiel am Firmament. Sie hat nun ihr Licht vollends ausgelöscht, um so Mond und Sternen ihren Auftritt zu gewähren. Ja, der Herbst ist ein sicheres Zeichen dafür, dass nun das Jahr langsam zu Ende geht. Unweigerlich und ohne wenn und aber. So ist es nun mal in der Natur, im Leben, auf unsere Erde, altes vergeht und neues entsteht. Ein ewiger Kreislauf von werden und vergehen! Und wir sind mitten drin in diesem Kreislauf, werden älter, verändern uns, genau wie die Natur um uns herum.
Mit einer wärmenden Jacke über der Schulter und einem guten Glas Wein kann man sodann diesen schönen Herbsttag ausklingen lassen, mit diesen Gedanken in die Ferne schweifen und sich einer Träumerei hingeben...
...einer Träumerei hingeben über die vergangen Sommermonate, an schöne Momente die man erleben durfte und an Wünsche für sich, für Freunde und für alle die man gern hat...
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Lieber Egbert, diese Zeilen gehören Dir. Alles Liebe zum Geburtstag.
Hans-PeterHans-Peter Zürcher, Anmerkung zur Geschichte
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.10.2005.
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Unser aller Erbe: Kriminalroman
von Torsten Jäger
Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …
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