Egbert Schmitt

… das Schlüssel-Syndrom

 

 


WER kennt es NICHT
folgendes Syndrom-Szenario …

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F: ist Ehe-Frau
V: sei der Mann dazu
T: die erstgeborene Tochter
S: der zweitgeborene Sohn
M: außenstehende Besserwisser

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F: WO IST MEIN HAUS-Tür-SCHLÜSSEL,
ich muss doch gleich weg … (SIE in den Flur rufend)


V: WO ER hinsoll. (Mann „sitzt kurzfristig” auf der Toilette)

F: DA ist keiner …

V: Wo ist KEINER !?

F: Im Eingangsbereich beim Acryl-Telefontischchen, –
Ja, sag mal, wo bist DU DENN, mach doch die Bad-Tür zu …
du Schlüssel-Schlamper.


V: Wieso Schlamper, ICH !
Es ist DEIN Sch....-Bund und nicht MEINER.
Auf den FON-Tisch gehört er sowieso nicht hin,
sondern an den Schlüsselhaken nebenan am Küchenbuffet.
Und wenn du in den Flur reinbrüllst
muss ich ja die Toilett'-Tür einen Spalt öffnen.
Außerdem es ist „wie immer” DEIN SCHLÜSSEL der fehlt
und nicht DER MEINIGE.


F: DER DEINIGE hängt ja AUCH nicht DORT,
wo er nach deiner Meinung AUCH hängen sollte,
sonst hätte ich ja nicht gefragt,
sonder GLEICH IHN genommen.


V: Halt, momenter'l, – MEINEN Schlüssel brauch ich selbst.
Nimm ihn „nicht gleich” einfach wieder irgendwo mit,
wie meine Tochter, die immer den Schlüssel abzieht
den SIE momentan braucht, weil EIN ganzer BUND
nicht schick aussieht in der engen Hosentasche
und dann finde SIE DIESEN auch nicht mehr.


F: DANN Sag doch DU auch mal was zu deiner Tochter
nicht NUR immer ICH. Bin ich denn die Erziehungs-Buh(mann)frau.


V:: DU wirftst IHN doch immer, wenn die Kinder
IHREN vergessen haben, mit zuviel Schwung
und „ohne Etui” aus dem Fenster.
Aber Immer so weit, dass ihn keiner fängt.
Die landen dann fast alle in Nachbar's-Garten.

Knallten erst auf den Boden und dann schrammen
oder verbiegen sich natürlich die Schlüssel-Bärte.
Dabei gehen die Schlösser „mal wieder” kaputt.


F: So, dann kauf halt „endlich mal” Etuis dafür,
alter Meckerpeter !


V: Hab ich DOCH schon ein paar mal.
Aber IHR KINDER macht SIE ständig ab,
wenn IHR SIE EUCH „ausleiht”.

Darum BEWAHRE ich MEINE desderhalb+dieserwegen
im Fahrrad-Rucksack im Flur auf, weil ICH „SO NIE
einen Schlüssel verlege…


F: Komm erzähl NIX,
gerade DU hast aber IHN aber AUCH schon
überall gesucht …


V: Ja weil IHR IHN entnommen+verschlampert habt
wenn „der EURE” sich nicht auffand.


F: Lass die Kinder aus deiner Schlamperei da raus,
und komm da etz' runter vom Topf.
Der Bub „will auch” auf Toilette …
WAS trödelst du denn da rum, hilf mir gefälligst suchen.

Wegen EUCH komme ich „immer wieder” zu spät …


V: Na, so wie ich das abschätze, steckt „wie so oft
DER besagte Schlüssel am Passat-Lenkradschloss
in der Parkbucht-Tiefgarage.

Meistens sperrst DU ja NIE ab, oder NUR die Hecktüre,
die ich ohne den Werkstattschlüssel nicht öffnen kann,
den nur DU benutzt.

WARUM nimm'st DU denn immer diesen Schlüssel und
warum MUSS man überhaupt eine Hecktüre separat verriegeln,
ist doch völliger Quatsch …

Vor allem wenn ES nur EINEN Schlüssel davon gibt.


F: Na, jetzt reichts aber. ICH HAB' DOCH unterm Tag die Hektik
und nicht DU, der du dich an deiner graphischen MAC-
Computer-Kiste im Geschäft … verlustierst.


T: GENAU Mamma, (Tochter halbnass aus dem Bad)
Immer wenn ich vorbeikomme, sitzen DIE DA rum
und unterhalten sich…untereinander „in so Gruppen”.


F: Weiß ich doch, weiß ich doch - Kindchen,
und dann schreibt er halbwahre Geschichten „über gottweiswas”,
während ICH mit EUCH Schlafhauben „Nach-Lernen” muss…


V: … oder wieder mal EINEN SCHLÜSSEL, oder sonstwas suchst …
während ICH ÜBERSTUNDEN unbezahlt ableiste.

Estens WARST „DU TOCHTER” erst EINMAL bei UNS
und auserdem WAR das (zweitens) am SAMSTAG wo wir ZWEI
wie du wohl vergessen hast, IN MEINER PAUSE
zum Leih-Ski-Händler mussten …FÜR DEINE Ski-Freizeit.

Oder wie so oft IN MEINER unbezahlten Arbeitszeit ich mehrmals
unter der Woche in DEINE Löhe-Schule vorbeikommen musste
weil DU WAS WICHTIGES vergessen hattest …


S: JA, ja Vadder (Sohn mit Asterix-Heftchen verschwindet im Kloo)
HAST' widder dein Schlüssel verlegt, weil du dich so aufregst.
Wie deine Brille die ich DIR morgens „immer” suchen muss.


V: So, WO ist den DEIN Schlüssel explizid, mein Herr Sohn?
(durch die abgesperrte K-Tür rufend).


S: Na, da wo ER hingehört !

V: UND WO ist DAS, deiner Meinung nach!?

S: Na, WAS WEISS ICH, – im Schul-EAST-Pack,
oder wenn nicht, in der schwarzen Hose oder im Flusensieb,
wenn die Mamma immer ALLES was sich in den Taschen befindet,
in der blöden Schrott-Waschmaschine mitwäscht.

Oder MEINE blöde SCHWESTER hat IHN wieder, weil „SIE IHREN” nicht …


T: Wie !? He, WER RUFT denn immer den Papa im Geschäft an,
wenn ER „der Herr Bruder” nichts findet, – ha, WER.

DER Papa sagt DIR per Tele-FON auf den Zentimeter genau,
wo sich DEIN ZEUGs befindet, WEIL ER glaubt ein fotografisches Gedächtnis
zu haben und WIR immer DEIN Zimmer aufräumen …

Währen DU „beim Tobby drüben” ständig Play-Station spielst.


S: Ja, das machst DU, aber nur WEIL DU DAFÜR GELD
von der Mamma bekommst…


V: WAS hör ich Da! Von MEINEM kargen GELD !!

T: kannst ja auch MEIN ZIMMER aufräumen –

S: ICH BRAUCH KEIN GELD fürs Handy
ich komme mit meinem GUT AUS …

Du hast ja nicht mal gemerkt,
als der Papa DEIN ZIMMER Vormittags
an einem freien Tag, frisch weiß-gestrichen hatte,
als du um 13 Uhr aus der Schule kamst…
und nun geh endlich aus DEM Bad raus,
ich MUSS meine Haare geelen …


F: WER DEN SCHLÜSSEL FINDET, bekommt 10 EURO ! ? !
(ruft die genervte Frau, die alle Jacken durchforstet hatte) !


V: Soweit kommts noch …(sagt der EHE-Mann halbangezogen) !

S: ICH brauche KEIN Monney, nur weil IHR
auf EUER ZEUGs nicht achtgebt …

DAS TELEFON (Station) KLINGELT…


F: Geht doch mal einer ran, –
WO IST DAS verd. TELEFON ?!


V: Bei meiner Tochter vermutlich …

F: Mann, such doch schnell mal den Hörer …

V: ich find' in dem Durcheinander-
Ersatzteil-Wäsche-Lager NICHTS …


F: HABE ES, (das Telefon) entdeckt –
(war „ausversehen” in IHRER Handtasche)
Ja BITTE, wer ist dran, ach DU BIST ES !?


V: WER will denn WAS, um die Zeit

F: Jaaaa Schwieger-OMA, – einer kommt heute Abend vorbei!
Red mal mit DEINEM Sohn, DER hat MAL WIEDER
wie so oft DIE SCHLÜSSEL verschludert …
und ICH komm HIER nicht weg …

DA deine Mutter, fürs Buberl


M: Ihr müsst MAL WAS für eure EHE tun,
und ausspannen. – Warum legt IHR denn
EURE SCHLÜSSEL nicht in Eure Taschen,
oder ans Schlüsselbrett
!?


V: Mensch Mutter, – machen WIR DOCH.
Apropos EHE, kannst DU mal unsere Kinder
nur so zum Ausspannen” nehmen?


M: Hmm, heut' und am Mitwoch geht's nicht.

Morgen „workin Nordic“ ich mit der Fam. Meusel
wegen meinen Krampfadern durch den Reichswald.

Am Donnerstag ist Kegeln.
Freitag Stammtisch und dann „fohr i ja scho'”
in den Urlaub ins Gebirge !!


V: Aber du warst ja erst in Agypten mit den …

M:Ja, darum MUSST DU heute Abend kommen
und den Schlüssel mitnehmen,
damit IHR MEINE Blumen gießt.

Und die Balkonpflanzen von der Frau X
über mir auch, weil DIE fährt doch auch mit …–
Aber kann ich überhaupt beruhigt fahren,
wenn IHR DAUERND die teuren Schlüssel
verschlampert
… Adee bis später.


F: UND,– hat SIE dir gesagt was für ein …

V: WAS redest DU DA.
ES ist immer noch DEIN Schlüssel.
Hab keinen Nerv zu telefonieren,
muss Ja AUCH los, wenn mal das Bad frei wird …


S: Dann musst DU halt früher …
(sagt DER halbfertige Sohn)


T: und nicht immer so lange am Kloo …
(mault die halbtrock'ne Tochter)


V: zu T: & S: Abflug ihr beiden, WO ist denn der FÖN?!

T: wo er hingehört. – In meinem Zimmer ! –

V: da gehört ER NICHT HIN,
sondern HIER in die LINKE Schublade,
wo mein Rasierzeug „normalerweise” auch liegt .
WO IST DER RASIERSCHAUM, nasses KIND, sag doch mal …


T: In der Dusche oder im Zieh-Schubfach am linken Spiegel.
wo die teure Gesichtscreme von Mamma ist …


V: WER hat den DEN Nass-SCHAUM DA ...
REINgelegt....–

ACH WAS,” – ich werd' nicht mehr…!?!
WAS LIEGT DENN DA drinnen –.?


T: Tüpisch ELTERN, – aber mich anpflaumen …

V: Schau EHE-Frau „WAS ICH” DA gefunden habe.
Rate MAL wo der SCHLÜSSEL war…
– ICH WILL JETZT gleich 10 EURO von DIR.


F: Hab dich jetzt nich' so …Wird aber auch ZEIT
das DU ENDlich mal AUCH WAS findest,

ABER was ICH für EUCH den ganzen Tag suche
und aufräume, davon spricht keeener wa'tt.
Ja jetzt da stehste da. Bekomme ICH dafür GELD…? ! ?

Genau, GIB MIR mal GELD, ich muss los.
DU hast doch bestimmt noch was in deiner VON MIR
frisch-gewaschenen und gebügelten Hosen(tasche).

Pass DU das nächste MAL besser auf,
sonnst verlierst DU das lose Geld irgendwann;
und dann ist MEHR VERSCHWUNDEN als
ab und an” MAL „EIN verlegter SCHLÜSSEL”, ja!
Tschüüüüs, ich bin spät d'ran…

ACH JA, dein SOHNEMANN brauch nachher
seine Turnschuhe aus dem Keller.
Beeil DICH in 7 Minuten geht sein BUS.

(Tür zu und weg).


V: (Geht zum Schlüsselbrett).
WER WAR zuletzt im Keller KINDER!?


T: & S: KEINER !

V: Soso, na klar –
WO IST dann DER verd....Keller-SCHLÜSSEL ABGEBLIEBEN !!??

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.10.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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