Angela Vegh

Glückliche Tage in Ile dòleron

Wir gingen am Strand entlang, die Sonne schien am strahlend blauen Himmel und wir waren glücklich. Endlich hatten wir zueinander gefunden und freuten uns auf diesen Urlaub.

Wir hatten ein kleines Häuschen am Meer gemietet es lag geschützt zwischen großen, vom Meereswind schiefen Bäumen, ganz einsam war dieser Ort. Uns sollte es recht sein.

Wir hatten einander und mehr brauchten wir nicht.
Es wurde bereits Abend, als wir wieder an unserem Häuschen angelangt waren. Mich fröstelte ein wenig, denn der Wind wehte kühl vom Meer her. Wir gingen  hinein und machten ein paar Kerzen an. Mike machte Feuer im Kamin und ich holte eine Flasche Rotwein aus der Küche. Ich machte schnell noch einen Salat und ein paar belegte Brote. Stellte alles auf den kleinen Tisch, der vor dem Kamin stand und wir setzten uns in die großen Sessel. Erst jetzt merkte ich wie groß mein Hunger war. Wir aßen und tranken, unterhielten uns über Dies und Das. Als wir gesättigt waren brachte ich das Geschirr wieder in die Küche und Mike holte noch eine Flasche Wein und wir setzten uns gemütlich auf das Sofa.
Ich hatte meine Hände auf die Schenkel gelegt und betrachtete verträumt das große Bild an der gegenüber liegenden Wand. Mike legte seine Hand auf meine und wir sahen uns an. Seine Augen strahlten in einem Blau das mir den Atem verschlug und mir das Blut in die Wangen trieb. Niemals hatte ich solche Augen gesehen. Er näherte sich meinem Mund, legte sanft seine Lippen auf meine und .... nichts geschah, er ließ seine Lippen nur auf meinen liegen. Ich war erstaunt. Mike setzte sich wieder gerade hin und lächelte mich verschmitzt an. "Deine Lippen sind sehr warm und weich" mein Schatz, sagte er. Ich wollte sie nur berühren und Deinen Duft riechen mehr nicht, meine aller liebste Braut.

Er legte seinen Arm um meine Schulter und zog mich an sich heran, streichelte über meine Wangen und küsste sie. Auch ich legte meinen Arm um seinen Hals und küsste seine Wangen, ich konnte mich nicht mehr stoppen und erreichte seine Lippen, legte meine auf und küsste Ihn voller Leidenschaft. Der Druck seiner Arme wurde fester, seine Lippen, sein Kuss so heiß, das mir fast die Sinne schwanden. Als wir uns trennten schaute ich ihm wieder in die Augen und mein Körper erzitterte, waren doch nun seine Augen so dunkel wie das Meer.

Ich spürte fast körperlich sein Verlangen und schloss für einen kurzen Augenblick meine Augen. Der Abend verging wie im Fluge, denn wir küssten und liebkosten uns und konnten  nicht voneinander lassen. Die Uhr auf dem Kamin schlug schon 1 Uhr als wir beschlossen schlafen zu gehen. Mike ging als Erster ins Bad und ich schlug die Betten auf und nahm meine Sachen fürs Bad. Mike erschien in einem kurzen Schlafanzug und fragte mich "Liebling, welche Seite des Bettes bevorzugst Du"? "Die Rechte" sagte ich und ging ins Bad.

Ich stellte mich unter die Dusche und schäumte mich mit wohl riechender Seife ein. Immer noch spürte ich seine Küsse auf meinen Lippen. Ich spülte mich ab und trat aus der Dusche.

Trocknete mich gründlich ab und bürstete meine langen blonden Haare, putzte mir die Zähne und zog mein Hemdchen an, es war sehr knapp bemessen, fast schämte ich mich, fasste jedoch ein Herz und ging ins Schlafzimmer. Welch ein Glück, Mike hatte Kerzen angezündet, somit konnte er nicht sehen wie kurz und knapp mein Hemdchen war. Ich schlich zum Bett und huschte hinein, deckte mich bis zur Kinnspitze zu und wartete darauf das Mike sich umdrehte und auch ins Bett kam. "Dein Hemdchen sieht entzückend aus" sagte er, und drehte sich um. Auf seinen Lippen lag ein schelmisches Lächeln. Und nun sah ich es auch, dort an der Wand war ein Spiegel in dem er mich sehen konnte, wieder errötete ich.

Mein bezaubernder Schatz, ich liebe Dich so sehr, kann es nicht beschreiben wie sehr.
Als Mike neben mir lag überkam mich ein seltsames Gefühl, mein Herz stach, in meinem Bauch war ein flaues Gefühl und doch...... mir liefen Tränen über die Wangen, ich lächelte vor Glück. Endlich bin ich dem Mann den ich so sehr liebe nahe. Ich schloss die Augen und fühlte die Lippen von Mike auf meiner Wange, er küsste meine Tränen fort. Er nahm mich fest in seine Arme und küsste mich leidenschaftlich. Ich spürte seine heißen Lippen wie sie über meine Wange zum Hals wanderten. So zärtlich küsste er meinen ganzen Hals und dann meinen Brustansatz. Es erregte mich sehr und meine Hand glitt über seine Haare, er küsste schnell noch mal meine Lippen, bis er sich daran begab meine Brust zu erforschen. Ich zitterte vor Erregung und auch er atmete schneller als er meinen Bauch erreichte. Seine Hände wanderten über meine Arme, an den Seiten entlang zur Hüfte du dann weiter unter meinen Po.

Mike küsste meine Schenkel, meine Wade, meinen Fuß, selbst die Zehen ließ er nicht aus. Als er dann noch an dem kleinen  Zeh saugte, war es um mich geschehen und ich konnte ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken. So hatte ich mir meine erste Liebesnacht nicht vorgestellt, so voller Zärtlichkeit. – Mike war mit seinen Lippen an meinem Bauch angelangt und streichelte mit seinen feinen  Fingerspitzen über meinen Bauch und weiter nach unten. –

Ich hielt den Atem an und schloss meine Augen, gespannt wartend was er nun machen würde. Ich erschrak als ich seine Lippen auf meinen merkte. Wir küssten uns leidenschaftlich, ich merkte nur noch wie Mike sich zwischen meine Schenkel legte, was dann geschah war so voller Liebe und Einfühlsamkeit das ich nicht einmal mitbekam als er mich zur Frau machte. Es war einfach unbeschreiblich... Diese Nacht werde ich niemals vergessen können.
Es war schon Nachmittag, als wir am nächsten Tag wach wurden. Mike strahlte mich mit seinen blauen Augen an und küsste meinen Mund: „Guten Morgen mein Schatz“! „Wollen wir aufstehen oder liegen bleiben“?  „Aufstehen und essen ich habe großen  Hunger“ sagte ich. Ich wollte schnell aus dem Bett springen doch, oh wo war mein Hemdchen abgeblieben?
Ich bekam einen roten Kopf und Mike lachte schallend: „Aber Schatz du brauchst Dich nicht zu schämen, schau ich bin auch nackt“. Somit zog er sich die Decke fort,  ich bekam einen nackten Mann zu sehen und ich musste auch laut lachen. Mike zog mich zu sich heran und küsste mich heftig, ja fast gierig und ich ging darauf ein, mir war auf einmal danach, ich konnte mich kaum zurück halten. So begann unser zweiter Ferientag und endete mit einem Supermenü, welches wir in einem sehr schönen Restaurant in der Stadt aßen.
Die Tage flogen nur so dahin, noch drei Tage, dann war unser Urlaub beendet. Ich zog mir einen Badeanzug an und ging ins Meer zum schwimmen. Ich schwamm weit hinaus, das Wasser war so mild und die Sonne strahlte vom Himmel. Ich fühlte mich so wohl wartete doch der Mann den ich so sehr liebte auf mich. Ich begann langsam zurück zu schwimmen.
Träumte vor mich hin und achtete nicht weiter darauf in welche Richtung ich schwamm. Nach einiger Zeit schaute ich richtig hin und bemerkte, das ich kein Land mehr sah. Ich schwamm im Kreis, konnte jedoch nichts erblicken was auch nur irgendwie aussah wie Küste. Ich bekam Angst, was habe ich da nur gemacht, Tränen traten in meine Augen. Nur nicht Durchdrehen, dachte ich mir, ganz langsam. Ich legte mich auf den Rücken und ruhte mich erst einmal etwas aus. Die Sonne hatte sich in der Zwischenzeit verzogen. War es denn schon so spät geworden? -  Nur das nicht! - Ein Sturm und Gewitter würden mich in dieser Situation umbringen. Ich blieb erst einmal ganz ruhig liegen, bis ich wieder etwas Kraft hatte um weiter zu schwimmen. Ich versuchte es nach rechts, aber wo war das, ich konnte schwimmen und merkte nicht wohin. Es wurde immer dunkler und es fing an zu regnen, trotz allem setzte ich meine Bemühungen fort, und schwamm weiter, immer in die Richtung, die ich meinte wo das Ufer sein könnte. Die Wellen wurden höher und kräftiger, ab und zu überrollte mich eine und ich kam prustend wieder hoch. Ganz schnell verließen mich meine Kräfte und ich musste mich wieder ausruhen, nur das konnte ich nicht, denn die Wellen rissen mich immer weiter und tiefer. Ich weiß nicht wie oft ich um Hilfe rief, doch wer sollte mich hier hören es war wie ein Hohn. Ich war so erschöpft, konnte meine Arme und Beine nicht mehr bewegen. Nach einiger Zeit spürte ich sie nicht mehr und ich wurde sehr müde, dachte an ein weiches warmes Bett und die zärtlichen Küsse von Mike. Ich ging unter, merkte es noch und tauchte schnell wieder auf. Meine Augenlieder fielen immer wieder zu, und ich dachte nur noch es ist alles aus. Meine letzten kleinen Bemühungen brachten auch nichts. Ich hatte schon Wahnvorstellungen und sah Lichter und hörte Rufe, ich lachte, so geht’s nun zu Ende, das habe ich nicht gewollt, habe doch gerade erst meine Liebe gefunden und nun muss ich wieder gehen. Und das absurde ist, ich werde nie in einem Grab liegen, ich werde hier vermodern oder von den Fischen gefressen, na ja dann haben die wenigstens noch was von mir. – Ich schluckte Wasser und riss meine Augen auf, hustete wie wild und mein Kopf war kurz davor zu zerplatzen. Dunkelheit umschloss meine Sinne...
Das Wasser war auf einmal so warm geworden, Wasser? Da war kein Wasser, ich fühlte um mich herum, Stoff, weicher Stoff und ein frischer Geruch. Ich öffnete meine Augen, sah mich um, wo war ich hier, es war fast dunkel, ich sah kaum etwas. War ich im Jenseits? War ich Tod? Kann man fühlen und riechen, wenn man tot ist? Viele Fragen auf einmal. „Hallo“?
Ich hörte mich, sah eine Bewegung neben mir und erschrak. Psssssstttt! „Beruhige Dich ich bin, es Mike“. Das Licht ging an und Mike saß an meinem Bett. Ich schaute ihn an und konnte es kaum glauben. War ich wirklich gerettet worden? Es konnte wohl nicht anders sein.
Mike, Mike schluchzte ich und Tränen liefen über meine Wangen. Ich streckte meine Arme aus und Mike schmiegte sich an mich. „Meine Liebste“ sagte er und küsste meinen Mund so zart als glaubte er mir weh zu tun.

Wie hast Du mich gefunden? Fragte ich ihn. Ich sah Dich hinausschwimmen und beobachtete Dich. Bis ich sah, das ein Gewitter aufzog. Ich eilte und nahm das Boot um nach Dir zu suchen. Ich fuhr hin und her bis ich Dich sah. Ich rief nach Dir, sah noch wie Dein Kopf unter Wasser verschwand, bekam Dich im letzten Moment noch zu packen und zog Dich ins Boot.

Du musstest husten und spucktest das Wasser aus welches Du in Dir hattest, bekamst wieder Luft und wurdest ohnmächtig. Ich brachte Dich schnell ins Krankenhaus. Die Ärzte untersuchten Dich gründlich, konnten aber keinen Schaden finden. Und ich war sehr froh darüber. So mein Schatz nun schlaf noch ein wenig ich bleibe hier und achte auf Dich. Morgen darfst Du dann wieder mit nach Hause.

Mike küsste meine Stirn und ich lächelte ihn an, schloss meine Augen und schlief ein. Schreiend erwachte ich, doch Mike war bei mir und beruhigte mich wieder. Ich träumte von den Tiefen des Meeres wo ich von Fischen gefressen werden sollte. Es war so schrecklich so real.

Am nächsten Tag fuhren wir in das kleine Häuschen und packten unsere Sachen zusammen. Anschließend gingen wir noch einmal spazieren und nahmen Abschied von all den wunderschönen Stellen die es hier gab. Am Abend fuhren wir dann nach Hause.
Nie werde ich diesen Urlaub vergessen, er war so wunderschön, trotz allem was mir dort passierte. Ich liebe Dich Mike, Du bist das Beste was mir je geschah. Ich werde Dich lieben bis in alle Ewigkeit...

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Angela Vegh).
Der Beitrag wurde von Angela Vegh auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.11.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Flaschenpost ahoi! - Ein Bodenseekrimi für Kinder von Thurid Neumann



Dieses Buch ist Band 2 zu einer Bodensee-Krimi-Reihe für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Nachdem die zwei Jungs und zwei Mädchen in den Sommerferien ein Jahr zuvor das Geheimnis um ein verschwundenes Testament und den Erben von Schloss Krähenstein aufgedeckt haben, retten sie dieses Jahr ein Mädchen aus den Fängen ihrer Entführer.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Angela Vegh

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Das Geheimniss des Winterwaldes von Angela Vegh (Fantasy)
Brennende Tränen - Teil II von Sandra Lenz (Liebesgeschichten)
1a Kundendienst von Reinhard Schanzer (Satire)