F. N.

Der erste Schnee

Heute Nacht fallen Sterne vom Himmel, Hunderte, Tausende, nein Millionen und die Welt erstrahlt im sanften reinen Glanz dieser kleinen Wunder.
Und irgendwo zwischen diesen unzähligen Sternenschauern wandeln wir durch die Strassen dieser kleinen Stadt.
Es ist der erste Schnee dieses Jahres. Es ist die erste ruhige Nacht dieses Jahres. Friede liegt über den Gedanken und Stille im Herzen... , der Schnee beruhigt alles. Wie eine weite Decke legt er sich über den Boden und taucht alles in ein wunderschönes Meer des Glücks.
Und von all diesen Millionen Schneesternen habe ich einen eingefangen... nicht mit meiner Hand, denn in ihr würde er schmelzen... nein, mit meinem Herzen, wo er in einem Lächeln glitzert und leise seine Strahlen in meinen Gedanken ausbreitet.
Und so wie jeder Schneestern einzigartig ist, ist auch dieser auf seine Art und Weise anders. Er vergeht nicht bei Wärme und kühlt meine Finger nicht mit Kälte, er hinterlässt keine Wasserperlen auf meinen Wangen, sondern färbt sie nur in einem zarten Pastell des Glücks.
Schneesterne fallen sachte und leise, schweben wie Engel auf unser Leben herab und mit ihnen kommt der Wandel, die Erkenntnis, dass der Winter seine eigene Schönheit besitzt und seinen eigenen Sinn.
Denn unter dem schützenden Mantel der Schneesterne findet man die Geborgenheit und Stille, um all das wiederzufinden, was in den Stürmen des Herbstes und in der gleißenden Sonne des Sommers verweht und verglüht ist.
 
Es ist der erste Schnee in diesem Jahr und ein Wunder, welches oft gesehen und erfahren dennoch seinen eigenen einzigartigen Zauber hat...
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.11.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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