Inge Fritsche

Jugendliebe getroffen -Tage, Monate und zwei Jahre danach (1)

Jugendliebe getroffen -  Tage, Monate und  zwei Jahre danach  ( I )

 

 

Nach 33 Jahren traf Beate ihre Jugendliebe Hartmut wieder. Sie haben gemeinsam Kaffee getrunken und sich darüber ausgetauscht, was sie in den vergangenen Jahren erlebt haben. Dabei schauten sie sich immer wieder tief in die Augen. War denn da noch etwas? Nur ein Fünkchen könnte genügen, um das Feuer wieder zum Lodern zu bringen. Und tatsächlich, nach mehreren Treffen hatte es wieder gefunkt. Sie erlebten wieder eine wunderschöne Liebe, obwohl verboten, weil Beate und auch Hartmut verheiratet waren. Bei jeder Begegnung spürten sie die vielen kleinen Schmetterlinge im Bauch. Sie wollten sich auf keinen Fall mehr trennen!

 Hartmut sendete jeden Tag Liebes – SMS an Beate. Obwohl jeder weiß, dass solche Nachrichten auf dem Handy sehr verräterisch sein können, konnten sie es nicht lassen, sie wollten sich einfach nah sein. Heut sind beide von ihren ehemaligen Partnern geschieden. Bisher haben sie es noch nicht bereut, denn für sie hat sich eine ganz neue Liebe aufgetan.

 

Diese täglichen Liebesbekenntnisse per SMS von Hartmut an Beate möchte ich zusammenfassen. Aneinandergereiht ergibt es eine schöne Liebesgeschichte.

 Und so begann es:

 „ Wie geht es? Ich kann wohl nicht von dir lassen – bis zur Selbstzerstörung. Du gefällst mir eben! Ich vermisse meinen Feierabendgruß und mehr. Ich denke an dich! Bin heute nicht gut drauf. Kontrolle war da, werde für heute aufhören. Gute Nacht! Finanziell kann ich dir helfen. Habe mir heut nicht getraut es dir anzubieten.“

Von da an lud Hartmut, Beates Karte für ihr Handy immer wieder neu auf, damit sie sich so oft wie möglich verständigen konnten.

 „ Du hast mir den Mund verschlossen und meinen Arbeitsspeicher im Kopf gelöscht. Schlimme Sache! Wie soll es weitergehen? Kaum bist du weg, geht es mir schlecht! Ich könnte süchtig werden! Wie ist der Sonntag  ohne Mittagskaffee? Du machst mich glücklich! Ein bisschen habe ich mich gefangen. Habe ja keinen mit dem ich sprechen könnte, außer dir. Also nehme ich mich zusammen. Heute war ja ein schöner Sonnenuntergang, leider ohne Küsse bis zur Bewusstlosigkeit. Also, gute Nacht, träume etwas Schönes! Bis morgen mittag!“

Jeden Mittag 12.00 Uhr trafen sie sich beim Türken zum Kaffee.

 „Ich habe Hunger nach Deinen Küssen. Wir fahren mit dem Auto ins Grüne. Treff wie immer! Der Froschkönig sucht Prinzessin. Habe Verlangen zur Verwandlung. Ja es geht mir gut. Habe heut einen blonden Engel gesehen. Gute Nacht! Träume ein bisschen von heut Nachmittag.“

Beate schenkte Hartmut einen kleinen Plüschhasen zu Ostern.

 „Der kleine Hase bekommt einen Platz in meinem Auto, dann denke ich an dich, wenn ich ihn sehe. In der Hand ist er weich wie du. Ich war sofort begeistert von dir und jetzt auch von Deinem Häschen. Der kleine Hase sollte unser Glücksbringer sein. Ich habe in Dein Herz geschaut. Da sah ich viel Liebe ohne Vorbehalt. Ich habe mehr Angst um dich als um mich. Kleine Verzögerung beim SMS – Treff, Kontrolle von meiner Frau. Jetzt wird weiter geturtelt! Wir können uns Dienstag bei meiner Mutter treffen. Sie ist nicht da. Das Häschen kommt an meinen Autoschlüssel, so habe ich ihn öfters in der Hand. Er ist so griffig wie du! Viel mehr als gut ist, sonst verliere ich meinen Kopf! Mein Verstand ist schon futsch. Bin ganz allein. Keiner da. Kontrolle ausgeschlossen. Ich habe dein Bild vor Augen, Dein Herz in der Hand. Ich will immer mehr. Bin unersättlich! Lange Jahre habe ich gewartet

 

 

Melde dich, wenn die Luft rein ist. Ich warte! Kontrolle ist schon wieder da. Ich gehe jetzt schlafen. Viele Küsse für dich!
Bin in Regensburg. Mache Pause. Habe in der Pause Häschen gedrückt, SMS gelesen, an dich gedacht. Jetzt muss ich weiter. Gruß und Kuss!
Traumzeit – sind beim Abendbrot. Muss pausenlos an dich denken. Wenn du noch möchtest, können wir bis in den Himmel fliegen!
Dieses Hotel erinnert mich ständig an dich, in Gold und antik mit roten Läufern.
Wie haben wir früher getanzt? Harmonisch wie eine Feder warst du. So sind meine Erinnerungen und deine? Das ist wohl uninteressant für dich. Ich kann machen was ich will, du hast Sehnsucht und lässt dich nicht ablenken.
Ja, mein Goldengel, habe die ganze Zeit dein Bild betrachtet. Kann es immer noch nicht fassen, dass du wieder da bist.
Keine Angst, alles in Ordnung! Na, gut geschlafen! Ich vermisse dich! Einen wilden Kuss mit aller Kraft. Wenn es heute noch möglich wäre, würde ich durchfahren und dich treffen. Bin da! Bin noch vorm Haus. Am Hintereingang waren Leute, wollte dich nicht in Verlegenheit bringen. Stehe an der Straße.
Tut mir leid, bin gefahren. Bis morgen! Küsse!
Habe heute keinen guten Tag! Wann kannst du morgen oder nicht? Keine Angst, ich bin nicht sauer, lass was von dir hören!
Du gehst mir einfach nicht aus dem Kopf! Wunderbar! Viele Küsse!
Wann ist ein Anruf genehm? Ich liebe dich!
 Gerade genieße ich die wenigen Sekunden von heut. Möchte dich nur ansehen! Hoffentlich hattest du keinen Ärger!
Am Montag und Dienstag bin ich ab 16.00 Uhr in Omas Wohnung.
Schön das Du da warst! Ich bin sehr zufrieden. Danke! Mein Herz hast du kuriert, da gibt es keine Probleme, solange du da bist! Du bist so unkompliziert!
Jetzt donnert es, aber es schlägt nicht so ein wie bei uns!

Fortsetzung folgt!

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.12.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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