Petra Mönter

Ein Urlaub in Irland

Doris starrte auf das Meer hinaus und fragte sich , wann wohl endlich der Sturm aufhören würde. Sie hasste Sturm! Der Wind blies so stark, dass man, wenn man hinaus ging, das Gefühl hatte, er nehme einem den Atem. Deshalb hatte sie auch keine Lust hinauszugehen - hatte keine Lust, sich den tosenden Naturgewalten zu stellen - aber es nützte nichts. Sie musste in den nahegelegenen Ort gehen um einzukaufen. Sie war erst gestern Abend mit dem Flugzeug nach Irland gekommen und der Kühlschrank war, ausser einem Guiness zur Begrüssung, leer gewesen.

Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt. Die Beziehung zu ihm war ein einziger Irrtum gewesen. Sie hatte gedacht, sie sei glücklich, bis sie gemerkt hatte, dass der Mann, den sie glaubte zu lieben, schon längst eine Andere hatte. Jahrelang hatte sie darauf gewartet, dass er ihr einen Heiratsantrag machen würde, aber er hatte immer Ausreden gehabt. Bernd zögerte die Heirat immer wieder hinaus. Bis Doris ihn eines Tages in einer Konditorei (und das wo er Kuchen gar nicht mochte!) sah, mit Birgit! Birgit war blond und blauäugig. Solche Frauen hatte er doch noch nie leiden können!? Noch in der Konditorei hatte sie ihm eine Szene, und mit ihm Schluss gemacht. „Du kannst doch ohne mich gar nicht existieren“ hörte sie Bernd höhnisch sagen, „Ohne mich kannst du doch gar keine Entscheidungen treffen!“
Sie wollte es sich und vor allem Bernd beweisen: Jetzt war sie hier: In Irland. Direkt am Meer... und es stürmte. „Es ist doch zum Haare ausraufen“, schimpfte sie vor sich hin. Schmollend packte sie sich in die viel zu großen Regensachen, die wohlweislich zum Inventar des Hauses, das sie sich gemietet hatte, dazugehörten. An Regensachen hatte sie gar nicht gedacht! Missmutig machte sie sich auf den Weg. „Hätte ich mir doch bloss ein Auto gemietet“. Im Reisebüro hatte sie beschlossen auf jeglichen Komfort zu verzichten. Als die Dame sie fragte, ob sie denn ein Auto mieten wolle, hatte sie abgelehnt. „Ich möchte mich bewegen, viel an der frischen Luft sein“ hatte Doris der Dame geantwortet. Diese hatte unverschämt in sich hineingegrinst. Hätte sie doch bloss auf die Frau gehört. Jetzt hatte sie den Salat!

Der Wind blies die Wellen in gigantische Höhen. Der Regen vermischte sich mit der Gischt des Meeres und peitschte in Doris’ Gesicht. Den Kopf weit nach unten gebeugt stapfte sie den Weg entlang. Das Dröhnen des Windes war so laut, dass sie den Wagen gar nicht kommen hörte, der plötzlich neben ihr hielt. „Soll ich sie mitnehmen?“ Eine ältere Dame saß hinter dem Steuer und blickte Doris freundlich an . „Oh , Danke!“ Entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten- niemals in fremder Leute Auto zu steigen - tat sie dies sofort und in Freuden. „Sie kommen nicht von hier, nicht wahr?“ Die Scheibenwischer versuchten dem Regen Herr zu werden. Die Frau hatte sich über das Steuerrad gebeugt und versuchte, die Nase an der Windschutzscheibe, die Strasse zu erkennen. „Ich komme aus Deutschland.“ Doris hoffte, die Dame würde sie verstehen. Englisch hatte sie schon ewig nicht mehr gesprochen. Das letzte mal war es in der
Schule gewesen.
„Ah, sie machen Ferien Da haben sie sich aber nicht das beste Wetter ausgesucht.“ Die Dame blickte starr nach vorne. Doris merkte, dass sich die Frau Mühe gab, langsam und deutlich zu sprechen. „Paula O’Shean“, erklärte die Dame und reicht Doris kurz die Hand- um sie direkt wieder an das Lenkrad zu nehmen. „Oh, sehr erfreut. Mein Name ist Doris Klein“ erwiederte Doris „ in Englisch : Doris Little.“ Frau O’Shean lachte . „Wollten sie einkaufen gehen? Ich setze sie direkt in Whitegate ab!“ „Oh, das finde ich wirklich freundlich von Ihnen!“ Doris war der alten Dame wirklich dankbar. „Aber sie ärmste - wie kommen sie zurück? Bei dem Wetter können sie unmöglich zu Fuss laufen.“ „Ach, das geht schon“ antwortete Doris höflich, aber in Wirklichkeit graute es ihr vor dem langen Weg - bepackt mit Tüten - durch den verhassten Sturm.

Mrs. O’Shean setzte sie vor dem kleinen Geschäft ab und wünschte ihr alles Gute. Doris kaufte nur das nötigste ein. „Nur nicht zuviel“ dachte sie, sie musste ja alles ‘nach Hause’ tragen. Da ging sie bestimmt eine Stunde lang zu Fuß. Seufzend machte sie sich auf den Weg, als nach einer viertel Stunde wieder ein Auto neben ihr hielt. Das war doch wieder Mrs. O’Shean! Doris erkannte den Wagen. Freudig öffnete sie die Beifahrertür und verstaute die Taschen vor ihre Füße. „Sie sind ein Engel!“ strahlte Doris. „Oh, danke sehr.“ antwortete ihr eine männliche Stimme. Doris blickte erschrocken zur Seite. „Gestatten. Patrick O’ Shean. Meine Mutter schickt mich.
Sie sagte, sie könne sie unmöglich den langen Weg zu Fuß gehen lassen. Leider hatte sie einen wichtigen Termin, so hat sie mich geschickt.“„Vielen Dank.“ stotterte Doris „ich heiße Doris.“ „Little, ich weiß“ Patrick O’ Sheans weiße Zähne blitzten auf.
„Meine Mutter hat es mir erzählt. Sie machen Urlaub hier!“ Das war eine Feststellung - keine Frage.Trotzdem nickte Doris bestätigend. „Ihre Familie wundert sich bestimmt, dass sie so schnell schon zu Hause sind!“ stellte Patrick O’Shean fest. „Nein! Ich bin alleine hier, ich habe keine Familie,“ antwortete Doris schnell und sie wunderte sich über sich selbst. Was ging das einen Fremden an, ob sie alleine, oder mit Familie hier Urlaub machte? Er blickte sie belustigt an. „Sie wohnen in Fitzgeralds Cottage!“ Wieder wartete er keine Antwort ab. Er schien zu wissen, dass sie dort wohnte. „ich fahre sie direkt zum Haus - obwohl es nicht mehr regnet“ fügte er grinsend hinzu. Doris blickte erstaunt aus dem Seitenfenster nach draußen. Sie hatte gar nicht bemerkt, das es aufgehört hatte zu regnen. Die Sonne strahlte, der Himmel war strahlendblau, so als hätte es nie schlechtes Wetter gegeben. Patrick O’Shean lachte, als er ihren ungläubigen Blick bemerkte. „Das ist hier in Irland so. Haben sie nie davon gehört? Vier Jahreszeiten an einem Tag!“ Doris schüttelte den Kopf. Sie hatte sich nicht mit Irland beschäftigt. Ihr war es egal gewesen, wo sie Urlaub machte. Ob Mallorca, Griechenland, Irland. Sie hatte kurzfristig gebucht. Wollte einfach nur weg ! Während sie über die holprigen Sträßchen zu Mr. Fitzgeralds Haus ratterten, versuchte sich Doris noch ein letztes Mal in Konversation. „Vielen Dank für’s herbringen, Mr. O’Shean“ Wieder blitzten seine Zähne auf. „Nennen sie mich doch Patrick“. In diesem Moment waren sie auch schon am Haus angekommen. Es lag hoch oben auf einer Klippe, direkt über dem Meer. Es war blau angemalt. Überhaupt sahen hier alle Häuser schön bunt aus. Jeder malte sein Haus in einer anderen Farbe an. „Also, auf Wiedersehen , Patrick.“ verabschiedete sich Doris. Lieben sie fischen?“ fragte Patrick scheinbar ohne Zusammenhang. „Ich würde sie mitnehmen, wenn sie Interesse haben - ich bin Fischer. Mein Boot liegt in Ballycotton.“. Ohne ihre Antwort abzuwarten, brauste er los. Seine Wagen hoppelte den Weg entlang und Doris fragte sich, wie sie ihn wohl erreichen sollte, falls sie Lust hätte zu Angeln. Schulterzuckend ging sie ins Haus und packte ihre armseligen Einkäufe in den Kühlschrank.
Der Ort an dem sie wohnte, bestand aus einzelnen, weit auseinanderliegenden Häusern. Hier und da blitzte ein Dach aus den grünen Hügeln auf.

Gestern war Doris, trotz der Müdigkeit, ein wenig umhergewandert. In der Nähe hatte sie einen Pub gesehen - ob der wohl heute geöffnet war? Vielleicht würde sie heute abend ein Bierchen trinken. Außerdem würde sie sich dann nicht so einsam fühlen.
Sie verbrachte den Rest des Tages mit Lesen. Dazu war sie schon lange nicht mehr gekommen.. Sie hatte sich viele Bücher mitgebracht. Als es dämmerte, zog sie sich etwas nettes an, zog sich vorsichtshalber die viel zu große Regenjacke über und wanderte mit einer Taschenlampe bewaffnet (denn es gab keine Außenlaternen), dem Pub entgegen. Schon von weitem sah sie den Eingang. Er erschien ihr, wie eine Oase in der Wüste. Einsam stapfte sie dem Licht entgegen. Als sie aber die Tür öffnete, traute sie ihren Augen kaum.

Der kleine Raum war brechend voll. In Hintergrund hatte sich ein Mann mit einem Keyboard aufgestellt und spielte irische Volkslieder. Viele Gäste sangen mit. In einer anderen Ecke dudelte der Fernseher und Dutzende von Menschen scharrten sich um die kleine Theke, an der ein urig aussehender Wirt unentwegt Bier zapfte und Whiskey’s ausschenkte. Mit so vielen Menschen hatte Doris nicht gerechnet und schreckte unwillkürlich zurück. Sie wollte gerade gehen, als ihr jemand freudig zuwinkte. Im Dämmerlicht erkannte Doris Patrick O’Shean, der mit einigen Leuten um einen kleinen Tisch saß. Doris winkte höflich zurück und wollte gerade die Tür von außen schließen, als er auch schon neben ihr stand. „Gehen sie doch nicht fort. Kommen sie, ich lade sie auf einen Drink ein.“ Gekonnt bugsierte er sie durch die Menge und stellte sie seinen Freunden vor. „Das“ strahlte er gut gelaunt, „das ist Doris Little. Sie macht hier Urlaub, alleine, wohnt in Fitzgeralds Cottage.“ Patrick brüllte seinen Freunden die wichtigsten Daten entgegen. Sie nickten Doris zu und ehe sie sich’s versah, stand auch schon ein Guiness vor ihr. Patrick O’Shean prostete ihr zu. „Auf ihr Wohl , Doris Little“, grinste er, dann konzentrierte sich auf die Musik, die immer lauter wurde. „Bleibt uns wohl nichts anderes übrig als zu tanzen“ brüllte Patrick Doris zu. Sie blickte fassungslos auf die Mitte des Raumes. Da konnte man sich ja kaum drehen, geschweige denn tanzen. Doch wiederrum musste sie einsehen, dass sie auch hier falsch gelegen hatte. Man konnte tanzen. Patrick hatte sie galant an den Schultern gepackt und Doris kam es vor, als schwebten sie über eine riesige Tanzfläche. „Sie können sehr gut tanzen , Doris Little.“ „Sie tanzen aber auch nicht schlecht, Patrick O ‘ Shean!“, stellte Doris fest und sie wunderte sich. Das hätte sie nie für möglich gehalten, dass sie irgendwann einmal alleine in einer Kneipe mit einem fremden Mann tanzen würde. „Wenn Bernd das jetzt nur sehen könnte!“ dachte Doris hämisch und sie genoss den Tanz doppelt. Der Musiker spielte und sang. Irgendwann sangen alle mit. Doris ging ein Schauer über den Rücken, als sie Patrick O’Sheans dunkle klare Stimme hörte. Sie bekam eine regelrechte Gänsehaut. So eine schöne Stimme hatte sie noch nie im Leben gehört. Sie erschien ihr außerirdisch... Als Patrick sie dann auch noch anlächelte, war es um sie geschehen. Sie hätte nie gedacht, dass sie solcher Gefühle fähig wäre. Ihr Bauch flatterte, als wären lauter Schmetterlinge darin, ihr Kopf wurde heiß. So hatte sie sich noch nie in ihrem Leben gefühlt. War das etwa Liebe? Wenn ja, was war es denn dann bei Bernd gewesen? Gewohnheit?
Doris war sich von einer Sekunde zur anderen sicher, das ihre Beziehung zu Bernd von Anfang an ein Fehler gewesen sein musste. Hatte sie damals, mit knapp 20 Jahren gedacht, nun müsste sie endlich unter die Haube kommen? War es ihre anerzogene Höflichkeit gewesen, immer, egal was passierte, zu Bernd zu halten? Sie erinnerte sich, wie sie sich manchmal gewundert hatte, wie sich andere ‘Pärchen’ verhielten. Sie küssten sich, standen eng umschlungen und schienen ihre Umwelt vergessen zu haben. Doris hatte sich darüber immer sehr gewundert. Jetzt stand sie da, im Pub, und ihr Bauch flatterte, beim Anblick eines irischen Fischers, nur weil er sang. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als der Wirt, nach gewissenhaften Blick auf seine Uhr, in den Raum schrie: „Letzte Bestellung, bitte“. Schlagartig hörte alles auf zu tanzen und orderte Getränke, was das Zeug hielt. Patrick grinste Doris an - „So zögern wir die Sperrstunde ein wenig hinaus“. Sie setzten sich wieder an den Tisch und tranken ihre letzten Guiness. „Ich bring sie selbstverständlich nach nach Hause!“ Patrick schnappte sich die Jacken und rief seinem Freund zu: „Zahl du, ich gebs dir zurück“. Noch nie in ihrem Leben hatte sich Doris gewünscht, der Weg nach Hause möge endlos sein. Das viele Bier war ihr ein wenig zu Kopfe gestiegen. Sie hakte sich (was sonst nicht ihre Art war) bei Patrick ein und philosophierte über den Sinn des Lebens. Sie erzählte von Bernd, sie erzählte von dem Streit und von ihrem Entschluss, endlich mal etwas alleine zu machen.
Kurz bevor sie an Fitzgeralds Cottage ankamen fing sie
an zu kichern, und sagte: „Ich würde gerne mit ihnen fischen gehen“. „Morgen ist Sonntag Doris Little, aber am Montag werde ich sie abholen. Um 5 Uhr!“
Schlagartig wurde Doris wach und ihre Seligkeit wandelte sich in echtes Entsetzen: „Fünf Uhr? Ich habe Urlaub. Ich will mich erholen“ Patrick lächelte wieder das Lächeln, was sie schier um den Verstand brachte. Er berührte kurz , wie zufällig, ihr Haar. „Ich werde sie abholen!“ und fort war er. Die Dunkelheit verschluckte ihn und Doris verbrachte eine unruhige Nacht.
Am Sonntag war es wieder ein wenig stürmisch. Als sie auf das Meer blickte, sah sie hunderte von Segelbooten , die wohl eine Regatta hatten. Den morgigen Tag würde sie auch auf dem Meer verbringen... mit Patrick O’Shean. Morgen. Die Zeit bis dahin, erschien ihr wie eine Ewigkeit. Sie ging spazieren, sie las - und am Nachmittag dachte sie, dass die Zeit niemals vergehen würde. Doch er kam , der nächste Morgen und pünktlich um 5 Uhr klopfte es an der kleinen Tür.
„ Doris Little. Ich bin es Patrick“. Doris war ganz aufgeregt. Sie war schon um 4 Uhr aufgewacht und ruhelos durch das Haus gewandert. Sofort öffnete sie die Tür: „Ich bin fertig“. Patrick O ‘Shean grinste. „Na? Sie können es wohl kaum erwarten.“ Doris wurde rot. Hätte sie doch die Tür nicht sofort geöffnet. Was sollte Patrick O’Shean jetzt von ihr denken! Jetzt glaubte er, sie hätte die ganze Zeit an der Tür gestanden und auf ihn gewartet! Verwundert realisierte sie erst jetzt, dass sie genau das getan hatte.
In dem kleinen Fischereihafen von Ballycotton waren schon einige Menschen unterwegs. An der Kaimauer standen ein paar junge Männer und stapelten große Plastikwannen aufeinander. „Da kommt dann der Fang hinein“ erklärte Patrick. Die Fischer trugen dicke wollene Pullover. Doris hatte sich wieder, in die viel zu großen Regensachen von Fitzgerald ‘gewickelt’.Sie bekam langsam das Gefühl, dass sie sich nicht warm genug angezogen hatte. Kaum das Patrick und Doris an Bord waren, legte das kleine rote Fischerboot auch schon ab. „Wir fahren jetzt die Küste entlang und sammeln unsere ganzen Reusen ein, die wir am Freitag ausgelegt haben.“brüllte ihr Patrick entgegen. Der Motor des Fischerbootes machte einen ohrenbetäubenden Lärm.
„Nicht sehr romantisch“ dachte Doris. Sie hatte sich einen Bootstrip mit Patrick irgendwie anders vorgestellt. Wie sie es befürchtet hatte, war sie viel zu kühl angezogen. Der Lärm und der Gestank auf dem Boot waren unerträglich. Patrick hatte kaum Zeit sich um Doris zu kümmern. Es war viel zu tun, und Doris hatte immer das Gefühl, irgendwie im Weg zu stehen. Die Fischer zogen Krebse, Hummer und massenweise Fische aus dem Meer. Keiner hatte Zeit sich um sie zu kümmern. Manchmal nickte ihr Patrick aufmunternd zu. Erst nach endlosen Stunden, fuhr das Boot wieder in den Hafen von Ballycotton ein. Doris fror, ihre Lippen waren ganz blau vor Kälte. Sie klammerte sich noch immer an die Tasse, mit dem inzwischen kalt gewordenen Tee, den ihr einer der Fischer vor ewig langer Zeit überreicht hatte. Von der vielen Schaukelei war es Doris ganz schlecht geworden. Mit den blauen Lippen zusammen sah ihr bleiches Gesicht, richtig gespenstisch aus. Als das Schiff angelegt hatte, reichte ihr

Patrick die Hand und zog sie auf den Kai zurück. „Na? Wie war es?“ Erst jetzt bemerkte er Doris’ Zustand. „Wie siehst du denn aus? Um Gottes Willen, schnell hier hinein.“ Patrick schob Doris in einen kleinen beheizten Raum, in dem sich die Fischer nach der langen kalten Fahrt aufwärmen konnten. Schnell überreichte er Doris einen heissen Tee mit Whiskey. „Trink das!“ Doris ging es so schlecht, dass sie gar nicht bemerkte , dass Patrick von dem förmlichen „Sie“ auf das „Du“ übergegangen war. Sie hatte, nach den Stunden auf dem Meer, das Gefühl, als ob der Boden unter ihr noch immer schwanken würde. „Mir ist so schlecht“ jammerte sie, und als sie den Tee roch, rannte sie so schnell sie konnte nach draußen, weil sie glaubte sich übergeben zu müssen. „Ich fahr dich nach Hause“. Patrick war ihr hinterhergekommen und legte besorgt den Arm um sie. Seine Kleider rochen nach Wind, Meer ... und Fischen. Dieser Geruch löste in Doris einen weiteren Brechreiz aus. „Oh, Gott. Mir ist sooooo schlecht.“ Patricks Grinsen erschien Doris mit einemmal nicht mehr schön, sondern niederträchtig und gemein. „Das war wohl zuviel für dich.“ In gemessenem Abstand folgte Doris Patrick ins Auto. So sehr sie sich diesen Tag herbeigesehnt hatte, so sehr wünschte sie sich jetzt ins Bett. „Ich bin krank, sehr krank“ murmelte sie, als sie nach ½ Stunde Autofahrt an Fitzgerals Cottage ankamen. Patrick schloss ihr die Tür auf und begleitete sie hinein. Doris liess sich auf das Bett fallen und haderte mit ihrem Schicksal. Sie bemerkte nicht, das Patrick sie mit einer Wolldecke zudeckte, ihr über das Haar strich und in die Küche gegangen war, um ihr noch einen Tee zu kochen.
Sie schlief schon längst, als er ihr den Tee ans Bett bringen wollte. „Kleine Doris“ murmelte er leise und blieb einfach auf dem Sessel, neben dem Bett sitzen! Eine ganze Weile saß er da und betrachete sie.

Doris erwachte, als es schon begann dunkel zu werden. Sie richtete sich auf und hielt inne. Es ging ihr zum Glück wieder besser. Erst jetzt bemerkte sie ein leises Schnarchen neben sich. Sie traute ihren Augen kaum, als sie Patrick neben sich auf dem Sessel bemerkte. Endlich hatte sie Zeit sein Gesicht zu betrachten. Sie hatte immer schüchtern zur Seite geblickt, wenn Patrick sie aus seinen wasserblauen Augen angesehen hatte. Seine dunklen Haare waren vom Wind zerzaust. Er schien selbst im Schlaf zu lächeln. Doris’Herz klopfte laut. Sie hatte Angst, Patrick könnte davon erwachen. Leise schlich sie in die Küche und stellte den Wasserkessel auf den Gasherd. Sie versuchte dabei keinen Mucks zu machen. Der fischige Geruch aus Patricks Kleidern erfüllte den Raum. Aber jetzt, wo es ihr wieder besser ging, fand sie den Geruch gar nicht mehr so schlimm. Noch bevor der Teekessel an zu pfeiffen fing, hob sie ihn vom Herd hinunter. „Ein Tee ist jetzt genau richtig.“ Patrick war aufgewacht und hatte sich leise in die Küche geschlichen. Doris hatte sich so darauf konzentriert, möglichst leise zu sein, dass sie ihn gar nicht bemerkt hatte. Fast wäre ihr vor Schreck die Teekanne aus der Hand gefallen. „Sie ..., sie sind schon wach?“ fragte Doris schüchtern. Und in Panik bemerkte sie, wie ihr Gesicht wieder einmal heiss wurde. “Ich sehe bestimmt wieder aus, wie eine Tomate!“ ärgerte sie sich. „ Wir waren beim du, glaube ich“ antwortete Patrick. Wieder lächelte er sein bezauberndes Lächeln.“Doris Little?“ Er war ihr ganz nahe gekommen. Doris hielt den Atem an...

In diesem Moment klopfte es an der Türe. „Doris? Bist du da?“ Doris erkannte die Stimme. Es war Bernd! „Wie kommt der denn hier her?“ stöhnte Doris, auf Deutsch. Patrick blickte sie fragend an. „Doris? Ich bin’s Bernd. Mach doch endlich die Tür auf, ich erfriere. Hier ist es ja höllisch kalt.“ Doris öffnete die Tür.“Was machst du denn hier?“ Bernd guckte sie verdutzt an. „Was ist das für eine Begrüssung? Willst du mich nicht ersteinmal hineinlassen?“ Patrick war aus der Küche gekommen. „Ah, du hast also schon Einheimische kennengelernt.“ „Hallo“ Bernd wandte sich an Patrick und kramte sein bestes Englisch hervor. Oxford! Da hatte er schließlich 2 Semester studiert. „Guten Tag, junger Mann. Ich bin der zukünftige Gatte von Doris. Es ist sehr freundlich von ihnen, das sie sich ihrer ein wenig angenommen haben. Sie müssen wissen : Doris ist nicht gerne alleine. Ich kenne sie nun schon seit fast 10 Jahren! Aber jetzt bin ich ja wieder da ...“ Patrick hatte verstanden. Er reichte Bernd die Hand und murmelte, er müsse leider gehen. „Vielen Dank, das sie heute mit zum Fischen gekommen sind. Wenn sie Interesse haben, Mrs. Little, melden sie sich einfach mal bei mir,“ wandte er sich an Doris und verschwandt. „So. Und jetzt machen wir beide es uns ersteinmal gemütlich, Doris. Soweit das geht, bei diesem Gestank hier. Wie konntest du diesen Kerl hier hineinlassen? Konnte er sich nicht ersteinmal frisch machen?“ Doris war immer noch wie in Trance. Sie setzte sich auf das grüne Sofa und starrte Bernd fassungslos an. „Was machst du denn hier? Woher weißt du, dass ich hier bin?“ Bernd lächelte
eisig. „Mein liebes Fräulein, ich bin schließlich nicht dumm!“ Das war Bernds Lieblingsspruch. Er musste ihr immer und überall seine hervorragende Bildung auf’s Butterbrot schmieren. „Wenn du nicht gefunden werden willst, dann suche dir besser ein eigenes Reisebüro, meine Kleine! Frau Riesgardt hat mir natürlich mitgeteilt wo du bist! Ich dachte ich höre nicht richtig. Irland! Also so etwas von ...!“ Er blickte durch’s das Zimmer. „Wie du hier wohnen kannst ist mir ein Rätsel. Die Leute in diesem Land kann man doch überhaupt nicht verstehen, mit ihrer ...“ Bernd versuchte etwas abfälliges zu finden, aber es schien ihm nichts einzufallen, „ ...Sprache“. Er kramte in seiner kleinen Reisetasche und holte ein Raumspray hervor. Lavendelduft! „Ich dachte mir, das mir so etwas passieren wird in Irland.“ Während er das sagte, ging er durch den Raum und versuchte dem fischigen Geruch Herr zu werden. „Ich habe mich von Birgit getrennt. Man sollte 10 Jahre auch nicht einfach so wegwerfen. Meinst du nicht auch? Ich dachte es wäre eine gute Idee mal an’s Heiraten zu denken. Na, wie wär’s?“
Doris starrte Bernd mit offenem Mund an. Vor noch nicht einmal einer viertel Stunde hatte sie mit Patrick in der Küche gestanden. Vor noch nicht einmal einer viertel Stunde hatte ihr Bauch gekitzelt, als flatterten hunderte von Schmettlingen darin herum. Patrick hätte sie geküsst, da war sie sich ganz sicher. Jetzt war der ganze Zauber verflogen. Bernd schien von alldem nichts zu merken. „Ich habe deinen Rückflug storniert. Wir werden übermorgen nach Hause fliegen. Ich werde nicht länger als nötig hier in Irland bleiben ... bei diesen Bauern!“ „Die Iren sind sehr freundliche Menschen“ flüsterte Doris leise. Bernd schaffte es immer wieder. Immer, wenn sie etwas mochte , hackte Bernd solange darauf herum, bis sie unsicher war, ob sie sich vielleicht doch geirrt hatte. „Freundlich? Na ja, wenn man sie verstehen könnte.“ Bernd zauberte einen geräucherten Lachs aus der Tasche. „Wenigstens soetwas kriegen die hin“ Er suchte sich Teller, öffnete eine Flasche Sekt und füllte diesen in Gläser, die er sich wohl auch auf dem Weg zu Fitzgerald’s Cottage besorgt hatte.

„Prost, meine Kleine. Auf unsere Hochzeit“. Ja so war er! Was er wollte war wichtig. Was andere dachten oder fühlten, war ihm egal. Doris dachte an Patricks besorgten Blick , als er ihr aus dem Fischerboot half. „Prost, Doris. Auf unsere Zukunft“. Bernd kam auf sie zu und gab ihr einen Kuss. Sie versuchte irgendetwas zu spüren, versuchte herauszufinden, ob sie vielleicht doch noch etwas für Bernd empfinden würde , aber sie spürte nichts! „Bernd. Ich will nicht zurück nach Hause. Ich will dich nicht heiraten“ Bernd verschluckte sich an dem Sekt, den er gerade getrunken hatte. „Aber“ stotterte er fassungslos „ich habe mich extra von Birgit getrennt. Ich bin extra nach Irland gereist! Du kannst doch jetzt nicht einfach sagen, du willst mich nicht. Du wolltest doch heiraten. Nicht ich!“ Doris schüttelte traurig den Kopf. „Das war der Fehler meines Lebens gewesen, Bernd. Ich habe dich nie richtig geliebt. Und du mich auch nicht.“ Fassungslos schritt Bernd, die Hände auf dem Rücken verschränkt, durch das Zimmer. „Willst du etwa behaupten, das ich jetzt umsonst hierhin gefahren bin? Der Flug war teuer, junge Frau! Denkst du ich mache das einfach aus Jux und Dollerei?“ „Ich habe dich nicht darum gebeten, Bernd“ Doris dachte an Patrick. Was er jetzt wohl machte ? Er war so schnell und gleichgültig aus dem Haus gegangen ... vielleicht hatte sie sich nur eingebildet, dass er sie mochte...! Bernd kam auf sie zu und schüttelte sie leicht. „Doris! Ich rede mit dir. Hat es dir wieder einmal die Sprache verschlagen?“ Doris guckte durch ihn hindurch. Sie sah Patricks schlafendes Gesicht auf dem Sessel, sie sah Patrick’s Lächeln, sie hörte seine Stimme - und sie spürte eine Sehnsucht, die sie nie zuvor gefühlt hatte. „Bernd, es tut mir leid. Ich liebe dich nicht, ich kann dich nicht heiraten... und ich werde auch nicht mit nach Deutschland fliegen. Ich werde hierbleiben. Ich werde versuchen hier zu leben - für immer!“ Bernd lachte hysterisch auf. „Du, hier leben? Ich könnte mich totlachen. Gerade hier! In so einem Kaff! Das überlebst du nicht, Doris!“ „Lass uns Freunde sein Bernd. Mein Entschluss steht fest. Du kannst, bis dein Flug geht, hier wohnen. Ich zeige dir ein wenig die Gegend, aber ich gehe nicht mit zurück. Ich werde dich nicht heiraten und ich werde endlich einmal so leben, wie ich es mir immer vorgestellt habe!“

In diesem Moment hörte sie einen Motor starten. Patrick! Hatte er die ganze Zeit draußen gestanden? Hatte er den Sekt gesehen, den Kuss, den Bernd ihr gegeben hatte? Sie rannte an dem verdutzten Bernd vorbei, nach draußen. „Patrick!“ schrie sie in die dunkle Nacht , aber sie sah nur noch die beiden Schlußleuchten in der Dunkelheit verschwinden. „Du zerstörst mein Leben! Alles machst du mir kaputt“ Doris trommelte verzweifelt auf Bernd herum, der ihr nach draußen gefolgt war. „Du liebst ihn! Nicht wahr?“ Für eine Sekunde
kam der Bernd zum Vorschein, den sie kennengelernt hatte. Seine hochnäsige Maske fiel, nur für Sekunden, von ihm ab. Er merkte, das er sie verloren hatte, für immer! „Du hast dich in einen armen, stinkigen, irischen Fischer verliebt!“ höhnte er, als er sich wieder gefangen hatte. „Bitte sehr! Wenn es das ist was du willst!“ Und er ging ins Haus und schenkte sich ersteinmal einen Sekt ein.

Doris war verzweifelt. „Ich weiß nicht wo er wohnt, ich weiß nicht wie ich ihn erreichen kann. Ich muß ihn sofort finden. Er muß wissen, dass ich ihn liebe ... er muß wissen, das es aus ist mit Bernd...“ Ihre Gedanken wirbelten durcheinander. Sie rannte und rannte. Ihr Gesicht war nass von Tränen. Sie wußte nicht wohin sie rannte, aber ehe sie sich’s versah war sie vor dem Pub angekommen. Hier wußten die Leute bestimmt, wo er wohnte... Doris öffnete die Tür und dachte, sie würde wieder eine Menge Menschen vorfinden. Aber im Pub saß nur einer! Er saß mit dem Rücken zur Tür an der Bar und trank ein Guiness.

Patrick hatte, nachdem er aus dem Haus gegangen war, noch ein wenig auf der kleinen Mauer gesessen und ersteinmal tief durchgeatmet. Es war alles so plötzlich gekommen. Hätte er Doris doch bloss von Anfang an gesagt, was er fühlte. Jetzt war es zu spät. Traurig sah er zum Fenster. Er sah, wie sich Doris und Bernd küssten. Er sah, wie sie Sekt tranken. Sie stießen wahrscheinlich auf ihr zukünftiges Leben an. Wäre dieser Kerl doch bloss nicht gekommen! Patrick war wütend auf ihn und auf sich. Er hätte von Anfang an Gelegenheit
gehabt Doris seine Liebe zu gestehen. Schon im Auto, als sie bei ihm einstieg, hatte er sich in sie verliebt! Ihre großen Augen, als sie merkte, dass nicht seine Mutter, sondern er das Auto fuhr... Er mußte an den Abend im Pub denken. Wie er mit Doris getanzt hatte. Er dachte daran, wie er sie zu Fitzgerald’s Cottage begleitet hatte, wie sie sich bei ihm eingehakt hatte... Er dachte daran, wie er sie zum Fischen mitgenommen hatte ... dachte daran, wie er sie beobachtet hatte, als sie schlief! Patrick war verzweifelt. „Hätte ich es ihr doch direkt gesagt, wie sehr ich sie liebe! Vielleicht hätte das einiges geändert. Jetzt ist es zu spät.“ Nie wieder, würde er sie berühren, nie wieder ihr Lachen hören. Sie würde nach Deutschland zurückgehen, Bernd heiraten und er würde sie nie wiedersehen!
Er konnte jetzt nicht einfach nach Hause fahren. Er wollte ersteinmal zur Ruhe kommen, über alles nachdenken. Er hielt beim Pub an und bestellte sich ein Guiness. Da hörte er plötzlich ein Geräusch. Er drehte sich langsam um . Doris stand in der Tür.

Sie blickten sich stumm an. Patrick sah ihr tränennasses Gesicht . Schon sprang er auf und lief ihr entgegen. „Patrick“ schluchzte Doris verzweifelt. „ Es ist nicht so wie du denkst. Ich liebe ihn nicht. Ich will ihn nicht...“ Patrick lächelte sie sanft an. „Was willst du denn, Doris Little?“ Seine Stimme! Sie klang so liebevoll. Gott, wie sie diesen Mann liebte. „Patrick, ich will dich. Ich liebe dich so, wie ich noch keinen Mann geliebt habe. Ich will bei dir bleiben, ich will in Irland leben.“
ie hörte sein leises glückliches Lachen . Sie blickten sich tief in die Augen. „Natürlich nur, wenn du mich willst, Patrick!“ Mehr konnte sie nicht sagen, denn Patrick nahm ihr Gesicht in seine rauhen Fischerhände und verschloss ihren Mund mit seinen sanften Lippen.


Petra Mönter

Die Geschichte habe während eines Urlaubs in Irland geschrieben. Sie ist ziemlich kitschig, aber manchmal braucht man das eben! Ich hatte viel Spaß beim Schreiben und denke, wenn ich die Geschichte lese, immer wieder gerne an meinen Urlaub zurück - obwohl ich keinen Fischer kennengelernt habe ...

Petra Mönter, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.06.2002. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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