Aleksandra Bilcane

!!PUR!! Kapitel 04

Am nächsten Morgen war der Schulhof  leer. Peggy war mehr als eine Stunde zu früh aber sie wusste ganz genau, dass Julian da sein wird. Er lebte ziemlich weit weg von der Schule und sein Vater, der leitende Arzt im Stadt Krankenhaus, fuhr ihn immer zur Schule. Als Arzt musste sein Vater sehr früh aufstehen, daraufhin musste auch Julian früh aufstehen. Und da war er. Er hatte keinen Anzug an wie gestern aber sah einfach unwerfend aus. Er hatte blaue, ziemlich alte Jeans und ein grünes, großes Hemd an, unter wem er noch einen schwarzen Pulli trug. Er stand in der Mitte des Schulhofes und hatte sie noch nicht bemerkt. Peggy schleichte sich leise an ihn ran und umarmte ihn von hinten. Julian erschrak sich und drehte sich um. "Peggy, was machst du hier so früh?"

"Als erstes "Hi!" Ich habe mir gedacht, dass du ziemlich früh hier sein wirst und du hast ja auch gestern gesagt, dass ich früher kommen soll!"

"Bist du denn nicht müde?"

"Nein, sollte ich?"

"Gestern war es ziemlich spät, als du schlafen gegangen bist,"sagte Julian.

"Ach, ist doch egal. Ich konnte sowieso kein Auge zumachen."

"Was?! Du hast die ganze Nacht nicht geschlafen?"fragte Julian erstaunt.

"Ja!"antwortete Peggy fröhlich und drückte sich an ihn. "Was wolltest du noch mit mir besprechen?"
"Ja, komm. Los gehen wir und setzen uns auf sie Bank."

"Julian, ist was los? Du klingst so merkwürdig."

Als sie sich hingesetzt haben begann Julian zu sprechen:"Ich weiss nicht, wie ich's jetzt erklären soll, darum unterbreche mich bitte nicht. Es ist schon ziemlich kompliziert für mich aber gestern habe ich alles verstanden. Ich weiss ziemlich gut, dass jeder in der Schule mitzählt wie viele Tage wir schon zusammen sind, ich tue es auch. 7 Tage. Am Anfang warst du für mich ein weisses Blatt. Ich wusste nur, dass du Peggy heißt und einen Kumpel Namens Hiet hast. Nicht viel, oder? Du wusstest auch, natürlich, nichts über mich aber meine Frauengeschichten waren dir bekannt. Du hattest keine Angst etwas mit mir anzufangen und das fand ich cool. Ich dachte, dass mit dir alles perfekt sein wird aber... aber ich komme nicht mit deiner Freundschaft zu Hiet klar. Ich bin es satt, dass er immer dazwischen funkt. Das nervt mich sehr. Ich bin es satt, dass du immer für ihn Zeit hast und nie für mich..."Julian schwieg.

"Julian, -"

"BITTE UNTERBRICH MICH NICHT! Ich wollte damit sagen, dass du eine Wahl der Qual hast - ich oder Hiet,"beendete Julian strikt.

Peggy schaute Julian an. Er meinte es ernst, das merkte sie. Peggy spürte wie sich ihre Augen mit Tränen füllten und drehte sich weg. "Punkt. Das ist also das Ende... das Ende von meiner ersten Beziehung. Wie lächerlich!"hat sie fast geflüstert.

"Ich respektiere deine Wahl,"sagte Julian und stand auf.

"Darf ich eine letzte Frage stellen?"fragte Peggy und Julian nickte aber blieb stehen. Peggy schaute auf den Boden und sprach:"Was ist gestern geschehen?"

"Du warst mit Hiet zusammen auf deinem Zimmer. Glaubst du, dass das in Orrdnung war?"

"Warum hast du gestern nichts gesagt? Hattest du Angst, dass meine Mutter auf dich losgeht?"

"Ich wollte dich endlich mal auf die Lippen küssen."

"WAS?! Du hast mich benuzt! Du hast mit meinen Gefühlen gespielt!"sagte Peggy und die Tränen liefen ihr ums Gesicht. "Ich... ich hass-"

Julian fiel auf seine Knie und drückte sie an sich. "Weine nicht,"sagte er. "Hör auf zu weinen! Bitte..." Er lies sie los, schaute ihr tief in die Augen und fragte erstaunt:"Warum weinst du?"

"Weil... weil... weil ich dich liebe. Ich hasse mich selbst!"sagte Peggy und zerriss ihre Kette, als sie Julian wegsties. "Warum tust du das? Warum verletzt du mich noch mehr? Reicht es dir etwa nicht?"schrie Peggy.

"Peggy, ich -"

"Mir ist es egal, vergiss es! Las mich in Ruhe! ICH BRAUCHE RUHE!"

"PEGGY!"schrie Julian und Peggy blieb still. Julian nahm ein Taschentuch aus seiner Tasche und trocknete Peggys Gesicht von Tränen. Er kniehte noch immer vor ihr. Peggys Herz raste. Sie konnte kein Wort über die Lippen bringen. "Peggy,"begann Julian,"ich muss zugeben, dass ich sehr eifersüchtig war, aber auf keinen Fall wollte ich dich verletzen. Das war nie meine Absicht. Wie sollte ich? Ich liebe dich doch Peggy -"

"Was?! Warum machst du das denn alles? Wozu?"

"Ich bin eifersüchtig. Ich kann dich nicht mit Hiet zusammen sehen und das ist auch das Problem. Das geht einfach nicht."

"Aber Hiet ist nur ein Freund!"sagte Peggy.

"Ganz genau. Nur ein Freund mit dem du 24 Stunden am Tag zusammen bist!"

"Julian, es tut mir leid. Kannst du mir vielleicht noch "ne Chance geben?"

"Das selbe muss ich dich fragen,"antwortete Julian.

"Ich liebe dich,"sagte Peggy und küsste Julian auf die Lippen. "Ich liebe nur dich. Glaubst du wirklich, dass ich mich in Hiet verlieben könnte? Ich kenne ihn seit meiner Kindheit und seit dem sind wir dicke Freunde. Ich liebe dich, Julian." Peggy küsste nochmal Julian. Julian lächelte und umarmte sie. "Du duftest wunderbar,"flüsterte Peggy.

"Du auch,"sagte Julian, stand auf und setzte sich neben Peggy. "Komm zu mir." Peggy setzte sich auf Julians Schoß. Er drückte sie an sich und Peggy schlief ein.

 

"Hey,"grüßte Frank Julian. "Mein Alter war der Meinung, dass er mich in die Schule fahren muss. Dabei gibt es heute den ersten Unterricht nicht! So ein Mist!" Frank setzte sich neben Julian auf die Bank. "Was ist denn mit der Peggy passiert?"

"Eingeschlafen,"antwortete Julian.

"Hast du mit ihr Schluss gemacht?" Julian sah Frank erstaunt an. "Ich kenne dich. Wenn du merkst, dass da nichts laufen wird, dann machst du einfach Schluss."

"Ich..."

Frank fing an zu lachen und sagte:"Julian, du hast mit ihr Schluss gemacht und dann nachgegeben? Das sieht dir überhaupt nicht ähnlich. Sag mal jetzt ehrlich, hast du dich in sie verliebt?"

"Das geht dich überhaupt nichts an,"antwortete Julian.

"Julian! Du beleidigst mich. Wir sind die besten Freunde seit dem Kindergarten. Was soll das jetzt? Ich bin doch keine Tratschtante und ich werde auch keinem etwas davon sagen."

"Ich weiss das, Frank,"sagte Julian und lächelte. "Sie liebt mich."

"Was?! Echt abgefahren. Sie hat dir ihre Liebe gestanden?" Julian nickte. "Ja, und, natürlich, hast du das selbe getan, oder?"

Julian nickte und sagte:"Sei etwas leiser. Sie hat diese Nacht kein Auge zubekommen."

"Wie süß,"sagte Frank mit Ironie. "Wenn wir schon so früh hier sind, dann sollten wir mal die Hausaufgaben checken." Julian schaute Frank erstaunt an, der ihn ignorierte. "So hast du in Chemie alle Aufgaben geschafft?"

 

"Mh... Julian? Wie spät ist es denn?"fragte Peggy, als sie ihre Augen aufmachte.

"In 10 Minuten fängt die zweite Unterrichtsstunde an,"antwortete Julian.

"Was?!"sprang Peggy auf die Beine. "Warum hast du mich nicht geweckt? Ich habe Englisch verschlafen!"

"Keine Panik. Heute gab's die erste Stunde gar nicht,"erklärte Frank.

"Gut,"atmete Peggy auf und setzte sich neben Julian. "Ist Hiet schon da?"

"Nö,"antwortete Frank. "Und wird die nächsten zwei Wochen auch nicht da sein."

"Was?! Woher weisst du das?"

"Ich habe gehört, wie Susann den anderen Tratschtanten gesagt hatte, dass Hiet angeblich verreist ist. Keine Ahnung wohin,"sagte Frank.

"Nach Polen,"sagte Peggy leise.

"Wirklich?"fragte Frank neugierig. "Warum?"

Peggy schaute Julian an. Sie wusste nicht, ob sie etwas verraten darf. Hiet hatte es ihr anvertraut. "Das geht dich nichts an,"antwortete sie.

"Wenn du meinst,"sagte Frank,"Jeremy hat mir erzählt, dass gestern Abend die Bullen bei ihnen vorbeigeschaut haben. Er wohnt in der Nachbarschaft. Na was sagtst du?"

"Gar nichts,"antwortete Peggy.

"Ich glaub", dass die ganze Schule nur ein Thema die nächsten Tage haben wird, nähmlich, Hiet wurde verhaftet!"lachte Frank und Julian grinste leicht. Peggy sah ihn wütend an. Sie wusste ganz genau, dass Frank die reine Wahrheit gesagt hatte aber sie war trotzdem wütend. Die Schulglocke klingelte. "Huh! Mit Chemie bin ich fertig!"

"Ich muss los,"stand Peggy auf und wollte schon gehen aber Julian hielt sie am Arm fest. Sie drehte sich um, küsste Julian zärtlich auf die Lippen und weg war sie.

"Na was sagst du?"fragte Frank, als Peggy aus der Sicht verschwand.

"Sie braucht Ruhe und du musst mehr in Chemie üben,"antwortete Julian und stand auf. "Los! Las uns auch gehen. wir haben Französisch."

"Wenn du meinst. Ich wollte noch Susann treffen."

"Die Tratschtante Nummer eins?"

"Genau die. Ich wette sie weiss noch mehr über diese Sache und ich will's auch wissen!"

 

Peggy saß jetzt in Geschichte und konnte sich nicht auf den Hundert-Jährigen Krieg konzentrieren. "Warum hat Hiet mich nicht angerufen? Warum hat er mir nichts gesagt? Was hat wohl Frau Saint-Cyr gedacht, als sie gestern mich mit Julian sah? Warum hat Mama gestern nichts gesagt? Wie soll ich Hiet erreichen? Was hat er sich gedacht?"schwirmte in ihrem Kopf.

"PEGGY!"sagt Frau Minasa laut.

Peggy stand auf und antwortete nervös:"Ja. Was?!"

"Ich habe dir eine Frage gestellt."

"Ach ja? Könnten sie bitte Frau Minasa wiederhohlen?"

"Nenne mir bitte die Gründe warum der Hundert-Jährige Krieg anfing!"

"Eh... Gleich. Eh... Es gab Probleme mit dem wer den Thron erben soll, weil nach Gesetz gehörte der Thron dem König von England Eduard dem dritten aber die Franzosen... die französischen Anwälte haben gesagt, dass der Erbe des Thrones über eine Frauen Linie nicht möglich ist. So bekam den Thron der Valua Graf Philipp, der wurde der erste König der Dinastie der Valuas. Eh... und diese Ereignisse haben auch für den Hauptgrund des Krieges gesorgt."

"Sehr gut,"sagte Frau Minasa. "Und jetzt sage mir im welchen Jahr der Krieg anfing und wann er beendet wurde."

"Der Hundert-Jährige Krieg begann im Jahre 1337 und war im Jahre 1453 zu Ende."

"Noch zwei richtig beantwortete Fragen und du hast eine Eins. Erste Frage - wessen Tod war der Grund um dem Kampf um den Thron?"

"Das weiss ich! Carl oder auf Französisch Charles der fünfte, der Sohn von Philipp dem vierten oder wie man ihn auch anders nannte Philipp den Schönen, der König von Frankreich, starb im Jahre 1328, gehörte zu der Dinastie der Kapetings und hinterlies keinen  Thronerben."

"Sehr gut. Die zweite Frage - wer wurde im 20. Jahrhundert als nazionaler Held gewählt? Und warum."

"Eh... Das war Jeanne d'Arc. Eh... Sie wurde gewählt, weil man damit erreichen wollte, dass das nazionale Selbstvertrauen des Volkes wuchs und eh... der Patriotismus! Das Erblühen von der Einheit war wichtig in der Zeit, weil Frankreich geschwächt war."

"Du kannst dich setzen. Ich hoffe, dass jeder sich Notizen gemacht hat, von dem, was Peggy grad erzählt hatte. Gut gemacht, Peggy. Du hast dir eine Eins verdient. Und ich hoffe auch , dass die Klasse jetzt gelernt hat, wie sich Arbeit an einem Projekt lohnt. Peggy, sei jetzt aufmerksam,"sagte Frau Minasa und fuhr mit dem Unterricht fort.

 

Um sieben Uhr war Peggy zu Hause. Sie war gut gelaunt, denn sie hatte sich vor kurzem von Julian verabschiedet. Sie ging schnurstracks in ihr Zimmer um sich umzuziehen, doch da erwartete sie ein Brief. Ohne etwas zu ahnen, öffnete sie ihn und las laut:"Hey! Habe dich heute nicht erreichen können. Heute um acht Uhr gibt es das erste Meeting vom "The H-Team Club". Sei um die angegebene Zeit im Netz. Alles Gute! Dein Hiet." Peggy blieb sprachlos in der Mitte ihres Zimmers stehen. Hiet hat sie doch nicht vergessen! Sie freute sich und ging in die Küche, wo ihre Tante Marianne und ihre Mutter kochten. Eigentlich kochte Peggys Mutter aber Marianne erzählte ihr irgendetwas was schien sie sehr aufregt zu haben. "Hallo!"sagte Peggy und setzte sich gegenüber von Marianne.

"Hallo, was gibt's neues in der Schule?"fragte Frau Ephesus.

"Nichts neues. Alles das selbe,"sagte Peggy und Marianne reichte ihr ein Glas Orangensaft.

"Von wegen - "nichts neues"! Und Hiet?"sagte Marianne aufgerecht und nahm ihr das Glas weg.

"Ich wusste schon gestern, dass sie verreisen werden. Ich kenne Hiets Mama schon 'ne Weile,"antwortete Peggy, nahm das Glas Marianne aus der Hand und nahm einen Schluckn.

"Warum sind sie verreist? Und wohin? Was ist denn mit Hiets Bruder passiert?"fragte Marianne und nahm das Glas Peggy weg.

Peggy nahm das Glas Marianne weg und sagte:"Das geht dich gar nichts an!" Peggy trank das ganze Saft aus und stelltedas Glas zurück auf den Tisch.

"Sei nicht so gemein!"lehnte sich Marianne über den Tisch zu ihr.

"Keine Chance!"sagte Peggy und zeigte ihr die Zunge.

"Du wirst das noch bereuen!"antwortete Marianne wütend und griff nach ihrem Glas. "Du Miststück!"brüllte sie, als sie bemerkt hatte, dass das Glas leer ist.

"Ruhe, Mariann! Lass Peggy in Ruhe! Und sie hat recht, das geht dich überhaupt nichts an!"sagte Frau Ephesus sauer. "Peggy, wirst du mit deiner Tante zusammen essen oder auf deinem Zimmer?"

"Oben!"sagte Peggy fröhlich und stand auf. Sie wollte schon weggehen aber da blieb sie wie vereisert stehen. "Was?! Wirst du denn mit Tante Marianne nicht essen?" Marianne schien begriffen zu haben, was Peggy meinte, und drehte sich zu ihrer Schwester.

"Na ja, ich werde heute Abend nicht zu Hause essen..."antwortete Frau Ephesus leise.

"Was?! Warum denn?"fragte Marianne und Peggy zusammen.

"Ich habe heute eine Verabredung."

Peggy starrte ihre Mutter für eine Weile an, strich mit der Hand durch ihre Haare und lachte:"Aber sei um elf Uhr abends zu Hause. Und deine Verabredung soll dich nach Hause begleiten!" Frau Ephesus lächelte, gab Peggy ihren Teller und Peggy verlies die Küche.

 

Als Peggy auf ihrem Zimmer war, schaltete sie ihren PC an und ging sofort ins Netz. "Wie war Hiets Adresse?"dachte Peggy und suchte nach ihrem Tagebuch. Sie fand sie bald und schrieb in das Adresenfeld - " www.h-team-club.com" - und drückte auf "Go". "Mama hat ein Date. Mama hat ein Date. Mama hat..."schwirmte in ihrem Kopf. Sie fühlte sich sehr merkwürdig. Sollte in ihre Frauen WG jetzt ein Mann eingehen? Peggy dachte an Julian. Ja, sie ist mit Julian zusammen aber das war ihrer Meinung nach nicht dasselbe. "Mama, wird ihn uns aufzwingen aber ich tue das nicht! Ich zwinge Julian keinem auf. Ich liebe ihn und nur das zählt,"dachte Peggy. Sie loggte sich ein und auf dem Bildschirm erschien ein Chat Raum und sie las eine Nachricht:

"Welcome to the first Meeting of the H-Team Club!",

die Hiet geschrieben hatte. Peggy lächelte und tippte sofort eine Antwort:

"Dear Hiet, Harry greets you!"

Nur an dem Moment, als sie die Nachricht schon abgeschickt hatte, bemerkte sie verschiedene Namen aufgelistet auf der rechten Seite des Bildschirms und alle fingen mit einem "H" an! "Henry, Henrieta, Hagrig, Hojo, Hippo, Hiro, Hamlet, Hilda..."las Peggy und lächelte. Auf dem Bildschirm erschien eine neue Nachricht von Hiet:

"Na, schon wieder zu spät, Harry?"

Peggy runzelte ihre Stirn und schrieb zurück:

"Gar nicht wahr!!!! Und überhaupt, A...Hiet, sei nett zu mir."

Sie musste nicht lange für eine Antwort warten, auf dem Bildschirm erschien eine Nachricht von Hiet:

"Na na, Süßer..."

Peggy lachte und sah, wie eine Nachricht von Henry erschien:

"Hey, Harry! How old are you?"

Peggy starrte auf die Nachricht. Was sollte sie schreiben? Sie begann in ihren Sachen ziellos rumzuwühlen. "Die Beschreibung von Harry Potter geht nicht,"dachte Peggy, als ihr Blick auf das gemeinsame Photo mit Julian fiel, lächelte sie und schrieb:

"Bin 18 Jahre alt, und du?"

Peggy überlegte sich, ob Julian sich darüber freuen wird und sie wusste, dass Julian nicht begeistert sein wird, aber sie hatte keine Zeit sich den Kopf darüber zu zerbrechen, weil eine Nachricht von Henry erschien:

"Bin 19. Wir versuchen hier sich zu beschreiben. Machst du mit?"

Peggy überlegte es sich nicht lange und tippte eine Antwort:

"OK!"

Schon eine Stunde saß Peggy am PC. Das wunderte sie sehr, weil sie sonst sehr selten am PC war. In der letzten Stunde hatte sie Henry und die anderen besser kennengelernt, sich, eigentlich Julian, beschrieben und gemerkt, dass Hiet nicht online ist. Zur Zeit spielten sie Wahrheit oder Pflicht. Das interessante an dem Spiel war das, dass du nur Wahrheit wählen konntest. Auf dem Bildschirm erschien eine Nachricht für Harry von Hilda:

"Was bevorzugst du - Jungs oder Mädchen?"

Peggy lachte vor sich hin und tippte automatisch eine Antwort. Bis jetzt waren die Fragen ziemlich unkompliziert und zum Lachen aber als auf dem Bildschirm erschah Peggys-Harrys antwort erstarte Peggy. Dort stand:

"Natürlich, Jungs!!!! Was hast du denn gedacht? ^^"

Peggy starrte auf die Nachricht. "Idiotin! Du hättest aufpassen sollen!"schimpfte Peggy sich an. Auf ihrem Bildschirm erschienen zwei Private Nachrichten. Eine war von Hiet:

"PEG! Was hast du da geschrieben? Hast du total den Kopf verloren? Ich habe ja die Klappe gehalten, als du Julian beschrieben hast aber DAS!!!! Muss das sein?! >.<"

Peggy seufzte. Die andere Nachricht war von Henry:

"Du bist ja tough!"

Peggy überlegte eine Weile und schrieb eine Antwort an Henry:

"Was meinst du?"

Sie wollte schon etwas an Hiet schreiben, als Henrys Antwort erschien:

"Ich hätte bestimmt nie die Wahrheit gesagt, wenn Hilda mir die Frage gestellt hätte."

Peggy war es zum Heulen zumute. Sie war unaufmerksam. Jetzt hatte sie einen Schwulen am Hals, der sich bestimmt jetzt in sie, Harry - Julian, sich verknallt hatte. "Julian wird mich umbringen!"dachte sie und schrieb eine Nachricht an Henry:

"Das ist mir so rausgerutscht... Hätte besser die Klappe halten sollen... -.-"

Die Nachricht von Henry kam bald an:

"Wie wär's, wenn wir uns mal treffen würden?"

Peggy musste sich nicht lange überlegen und schrieb:

"Geht nicht. Ich habe schon einen Freund, den ich heute fast wegen meinen besten Kumpel verloren habe, weil er dachte, dass etwas zwischen mir und meinem Kumpel läuft. Mein Freund ist sehr eifersüchtig und ich liebe mehr, als ich mir das je erträumen könnte."

"... und Punkt,"murmelte sie und schickte die Nachricht ab. Sie fühlte sich gut, denn sie hatte keine einzige Lüge geschrieben. Sie nahm tief Luft und schrieb eine weitere Nachricht an andere:

"Muss noch Hausaufgaben machen, also - Tschüss!"

Und sie loggte sich aus, schaltete den PC aus, legte sich auf ihr Bett und schlief ein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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