Stephan Vogel

Alles wird gut (TEIL 1)



Alles wird gut…………… Diesen Spruch kennt jeder.

Wenn es jemand zu dir sagt, dann denkt man eigentlich sofort „ Neeee, nicht wieder dieser Spruch !!!!!“.
Die jenige aber, die mir gerade gegenüber saß, meinte es doch tatsächlich ehrlich.
Kann gar nicht sein, dachte ich.

Gerade Sie, die mir doch so fern und fremd schien.
Zuerst kam der blitzschnelle vorprogrammierte Gedanke
„ Typisch, ein kurzer Spruch der alles vergessen lassen soll und so einfach gesagt ist.“

Aber Augen sagen mehr.
Ihre Augen, sie spiegelten wahre Herzensgefühle wieder, so warm, so ……vertraut.
Nun spürte ich dieses unglaubliche Gefühl, Fallen zu wollen, tief versinken in die Arme dieser Frau.
So viel Wärme, Geborgenheit, da ist jemand der dir glaubt, der deinen Gefühlen glaubt.

Gibt es das? Gibt es das wirklich?

Ich schaute in diese Augen und konnte nicht den Blick von ihren Augen abwenden.
Ich vergaß das Atmen, schaute nur noch in diese Augen und merke auf einmal,
dass drei Worte auf meiner Zunge lagen, auf der Seele brannten.

In diesem Moment sah ich ein besorgtes Gesicht vor mir und hörte wie von weiter Ferne
„ Hallo……hallo? Alles okay?“ an mein Ohr drang.
In diesem Moment muss ich ein sehr lächerlich wirkendes Gesicht gehabt haben.
Hoppela……wach auf, dachte ich, Hallo Erde.

Meine Gesichtszüge wandelten langsam von leicht behämmert, in einen grinsenden, blöden Ausdruck.
Darauf folgte ein so genanntes überraschtes Gesicht, Hollywoodreif, mit einem darauf folgenden noch bescheuerten Gesichtsausdruck von „ Alles bestens, kein Problem“.

Sie schaute mich mitleidig an und legte ihre Hand auf meine linke Wange, ich spürte diese Wärme, diese Zärtlichkeit und fühlte mich in diesem Moment wie ein kleiner Junge.
Tränen schossen mir in die Augen und mein Kopf fiel sanft auf ihre Schulter.
Ich konnte mich nicht mehr beherrschen, ich fiel regelrecht in mich zusammen, ein Gefühl des totalen Zusammenbruchs. Alles mochte ich in diesem Augenblick, dieser Frau, in ihre Hände legen, meine Seele,
mein Schmerz, alles, einfach alles.

Meine Gedanken schweifen, wie so oft, an diesen einen Moment.
Nie wieder empfand ich vergleichbares, niemals gab mir ein anderer Mensch solch einen Herzensstoß, einen Herzensstoß der Liebe.

Immer suchend nach diesem Gefühl, diesem Gefühl der Liebe zu einem Menschen, der eigentlich doch nur eines wollte, Verständnis für seine bedingungslose Liebe.
Ich fand sie. In Ihr. Den Augen eines Engels gleich, berührend, so klar, so vollkommen.

Viele Jahre waren vergangen, seitdem ich diese Frau traf.
Manchmal glaubte ich schon, dass das nur ein Traum war, ein Tagtraum, den man immer wieder erhoffte, sich in seinen Gedanken vorspielte. Weil man suchte, das voll kommende Glück der Harmonie zwischen zwei Menschen.

Oft hatte ich geglaubt diese Gefühle wieder gefunden zu haben und wieder einmal bedingungslos liebte,
aber dann wieder schmerzvoll fühlen musste, dass es ein Trugschluss war.

Wo war sie?
Sie, die Frau meiner Träume, die mein Herz in Ihren Händen hielt?
Die mich auffing, mir unglaubliche Liebe entgegen brachte, die…….die ich liebte.

Ja, ich liebe Sie, ohne es ihr nur ein einziges Mal gesagt zu haben. Wo war Sie?

Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.03.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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