Aleksandra Bilcane

!!PUR!! Kapitel 7

"Beruhige dich, Martina! Wirst du mir jetzt endlich alles erklären? Ich verstehe gar nichts,"sagte Marianne und setzte sich in der Küche an den Tisch.

Frau Ephesus setzte sich gegenüber Marianne und sagte:"Ich verstehe nicht, was los ist. Jan... er... er hat..." Frau Ephesus begann zu weinen. "Jan... Ich verstehe nicht! Er hat gesagt, dass... dass er nicht bereit ist für eine Beziehung mit mir, dass... dass er mich hasst..."

"Dich hassen? Wofür? Dieser Idiot! Was fällt ihm ein?"Marianne schrie wütend. "Martina, höre auf zu heulen! Was wird deine Tochter sagen, wenn sie dich in solchem Zustand sieht?"

"Peggy... Meine Tochter ist erwachsen. Peggy ist verliebt. Sie wird mich bald verlassen."

"Was für ein Mist redest du? Peggy und dich verlassen?"

"Ich wollte ihr nie wehtun. Ich wollte sie beschützen. Meine erste, große Liebe war ein voller Reinfall. Ich habe viel gelitten. Ich wollte sie nur beschützen, Marianne!"

Marianne stand auf ging zu ihrer Schwester, umarmte sie und sagte:"Dieser Jan Ebner ist niemand. Vergiss ihn."

"Ich kann nicht. Ich liebe ihn. Ich liebe diesen Niemand,"sagte Frau Ephesus. Sie hörten, wie sich die Eingangstür öffnete.

Marianne sprang hoch und flüsterte:"Das ist Peggy. Es ist besser, wenn sie nichts weiß. Ich gehe zu ihr und du beruhige dich." Marianne verlies die Küche sagte fröhlich:"Hallo! Wie war's in der Schule?"

"Ach, ziemlich gut,"antwortete Peggy und ging hoch auf ihr Zimmer. Marianne folgte ihr. Als sie die Tür von Peggys Zimmer von innen geschlossen hatten sprach Peggy:"Der Plan hat Wirkung gezeigt im Hause Ebner."

"Im Hause Ephesus auch."

"Was?!"fragte Peggy.

"Jan Ebner hat mit ihr Schluss gemacht. Sie ist am Boden zerstört,"antwortete Marianne. Peggy war sprachlos. "Irgendwie fühle ich mich schlecht. Es ist schwer anzusehen, wie deine Mutter leidet."

"Warum? Dieser Ebner ist doch niemand!"Peggy wurde lauter.

"Ja, aber deine Mutter ist verliebt."

"Ich will nicht, dass sie leidet. Luisa hat mir heute nicht gesagt, dass ihr Vater Schluss machen will... Warum? Wusste sie es überhaupt?"sagte Peggy nachdenklich.

"Der Fakt ist, dass sie in diesen Jan Ebner veliebt ist,"sagte Marianne und verlies das Zimmer. Peggy nahm ihr Handy, wählte Hiets Nummer und rief ihn an.

"Hey Süße! Was gibt's neues?"hört sie Hiets Stimme.

"Ich fühle mich sehr schlecht,"antwortete Peggy und setzte sich und den Schreibtisch.

"Aha, verstehe. Sei heute um acht Uhr im Internet, ok?"

"Ja, aber... Ich werde da sein,"sagte Peggy. "Tschüss!"

"See ya, Honey!"sagte Hiet und legte auf.

"Was habe ich meiner Mutter angetan? Was soll ich nur tun?!"murmelte Peggy traurig. "Ich brauche einen neuen Plan! Ich muss alles wieder in Ordnung bringen. Ich muss, Marianne will das. Ich muss..."

 

Um acht Uhr abends setzte sich Peggy an den PC und schaltete ihn ein. Schon ein Monat war vergangen seit dem Abendessen mit Julian, Hiet und Frederik. Sie war immer sehr beschäftigt in diesem Monat. Die meiste Zeit hatte sie mit Julian verbracht. Es war eine schöne Zeit aber sie vermisste Hiet sehr. Sie tippte die Adresse von Hiets Homepage ins Adressenfeld, loggte sich ins Chat ein tippte eine Nachricht an Hiet:

"Hey! I'm back!!"

Hiet lies nicht lange auf sich warten und schrieb:

"Harry! It's great!"

Eine andere Nachricht erschien auf dem Bildschirm:

"Hi, how are you?"

Peggy runzelte ihre Stirn. Henry schrieb ihr, natürlich, wusste er nicht, dass Harry ein Mädchen ist. Sie schrieb schnell eine Antwort:

"I'm ok. And you?"

In kurzer Zeit erschien eine Antwort von Henry:

"I'm fine. Where were you all the time?"

Was sollte sie Antworten? Peggy überlegte sich die Antwort eine Weile und schrieb:

"I just had a lot work to do. Zou know, school and other stuff"

Das war nicht die beste Antwort aber das war die reine Wahrheit. Sie bekam eine Nachricht von Henry und dann eine Private Nachricht von Hiet:

"Was ist zwischen dir und Martin los?"

"I must go. See you later!"

Peggy schickte schnell "CU" an Henry und dann antwortete auf Hiets Nachricht:

"Ich hasse ihn! Und ich werde mit ihm nicht zusammen arbeiten!"

Wenn Peggy sagen müsste wen sie hasst, nicht mag, würde sie sofort Martin Greener nennen. Er war das letzte für sie. Eine Nachricht von Hiet erschien:

"Er hat mich schon x-mal angerufen und gebeten mit dir zu reden. Ich habe ihm gefragt welches thema ihr habt, es ist Barock. Peg, das ist das beste Thema, dass es gibt! Also, ich habe Infos über Barock gesucht, ich schicke sie dir auf deine E-Mail Adresse, ok?"

Peggy lächelte, sie wusste schon, dass Martin Barock gewählt hat, weil sich jeder in der Klasse beschwehrt hat, dass sie Barock nicht gekriegt haben. Sie tippte eine Antwort an Hiet:

"Ich habe schon eine Präsentation vorbereitet aber du darfst es nicht Martin sagen, er soll ein bisschen schwitzen:))"

Hiet gab ihr schnell eine Antwort:

"Du bist gemein, weißt du das?"

Peggy lachte und schrieb:

"Jetzt schon. Wie geht's Johan?"

Hiets Nachricht erschien auf dem Bildschirm:

"Gut. Er wurde heute entlassen, meine Mutter hat vor Freude geweint."

Peggy dachte nach, ob sie schreiben soll, dass ihr Mutter auch heute geweint hat aber eintschied sich, dass sie mit jemandem alles besprechen soll, und schrieb:

"Meine Mutter hat heute auch geweint, weil Jan Ebner mit ihr Schluss gemacht hat. Ich fühle mich schuldig dafür, weil ich doch meine Mutter schlecht in Ebners Augen gemacht habe. Was soll ich nur machen? Ich wollte nicht, dass meine Mutter leidet. Sie hat sich in diesen Ebner verliebt! Marianne will das ich etwas mache - sie hat das nicht gesagt aber ich merkte es. Keine Ahnung, was ich tun soll... Hast du 'ne Idee?!"

Peggy freute sich, dass Hiet alles wusste aber sie hatte auch Angst, dass Hiet das vorschlagen wird. Sie musste auf Hiets Antwort warten aber sie erschien nach einer Weile:

"Ich hab' dich gewarnt, Peggy! Die Idee mit dem Photo war total mies. Ich schlage mal vor - erzähle die Wahrheit. Nur so kannst du alles wieder in Ordnung bringen. Tut mir leid, Peg, aber dann musst du mit einer Bestrafung zählen. Du könntest auch Luisa mit dir nehmen, wenn du untergehst, ich bin fast 100% überzeugt, dass sie diesen Plan nicht aufgeben wird. Egal, was du machst, du solltest wissen, dass ich stehts hinter dir stehe. Ja, ich weiß. Das klingt schnulzig!! xD"

Peggy las Hiets Nachricht mehrmals durch und tippte dann die Antwort:

"Ich wusste, dass du das sagst. Du hast ja immer recht! Typisch!! *skeptisch* Mal sehen, ob mir jemand zuhören wird... Wenn ich alles erzähle, dann muss ich auch verraten, warum ich das alles gemacht habe. Ich hoffe nur, dass dieser Jan Ebner sich bei meiner Mutter entschuldigt, sonst kriegt er es mit mir zu tun. Ich hab' da einen anderen Plan... Wenn der nicht wirkt, dann werde ich mit der Wahrheit auspacken:))"

Peggy lächelte, sie wusste, dass ihr neuer Plan wirken wird. Eine Nachricht von Hiet kam an:

"Kein neuer Plan, Peg!! Das wird nur alles komplizieren."

Peggy runzelte ihre Stirn - sie wusste es. Ohne lange nachzudenken schrieb sie eine Nachricht an Hiet und schickte sie ab:

"Vertrau mir ;) Wird schon schief gehen!"

Sofort erschien Hiets Antwort:

"Hals und Bein bruch."

Peggy loggte sich aus und schaltete den PC aus. Sie wusste ganz genau, was sie tun soll. Als erstes, musste sie Luisa anrufen und sich mit ihr für morgen Abend in dem Cafe "Lorelei" verabreden, dann musste sie dafür sorgen, dass Jan Ebner und ihre Mutter sich dort treffen - das war schon schwieriger, weil vielleicht einer von ihnen nicht kommen würde, und dann würde der Plan nicht wirken. Sie musste sich das gut überlegen. Jemand klopfte an Peggys Zimmertür. "Ja?"antwortete Peggy und stand auf um die Tür zu öffnen, doch die Tür öffnete sich und ihre Mutter kam rein.

"Peggy, ich muss mit dir reden,"sagte Frau Ephesus.

"Ok,"antwortete Peggy und setzte sich auf ihr Bett.

Frau Ephesus setzte sich gegenüber von von Peggy auf den Stuhl und sagte:"Zur Zeit geht es mir gar nicht gut. Ich habe mich von Jan getrennt. Vielleicht, interessiert dich das nicht aber ich will nicht, dass etwas ähnliches mit dir passiert."

"Du meinst jetzt Julian, oder?"sagte Peggy skeptisch.

"Julian ist nur ein Mensch. Er ist nicht vollkommen!"

"Ich bin auch nicht vollkommen! Und überhaupt, es ist mir egal!"

"Peggy, bitte sei vernünftig!"

"Was soll das?"fragte Peggy entsetzt.

"Meine erste Liebe war ein reinfall, ich will dich davor bewahren. Ich will nicht, dass du leidest, wie ich jetzt leide,"antwortete Frau Ephesus.

"Mama, es tut mir leid. Ich -"

"Du solltest dich nicht schuldig fühlen. Du kannst nichts dafür,"unterbrach Frau Ephesus.

"Mama, können wir uns morgen um sieben Uhr abends in der "Lorelei" treffen?"fragte Peggy vorsichtig.

"Warum?"

"Weil ich dich zum Essen ausführen will, ich will dich aufmuntern."

"Du musst -"

"Ich muss! Mama, sag "Ja"!"

"Gut,"antwortete Frau Ephesus und verlies das Zimmer. "Schlaf schön."

"Gute Nacht!"

 

"Alexis, du solltest schon schlafen und höre auf so oft am PC zu sitzen,"sagte Frau Saint-Cyr, als sie in Hiets Zimmer kam.

"Ich habe schon aufgehört mit Peggy zu quatschen,"antwortete Hiet und stand auf.

"Was hat dir Peggy neues erzählt?"fragte Frau Saint-Cyr und setzte sich auf Hiets Bett. "Ich hoffe, dass alles in Ordnung ist. Alexis, hast du heute deine Medizin eingenommen?"

"Ja, sie hat nur wie immer Blödsinn angestellt und ja, ich habe meine Medizin eingenommen!"sagte Hiet gereizt.

"Was ist denn los?"

"Nichts, Mama. Ich bin nur so müde, du kannst es dir gar nicht vorstellen!"

"Alexis, ich glaube dir nicht. Ich bin deine Mutter und ich verstehe, dass es Themen gibt über die du nicht mit mir sprechen willst aber du solltest wissen, dass du mir vertrauen kannst."

"Mama, ich -"

"Ich zwinge dich zu nichts. Du solltest jetzt schlafen gehen, weil wir morgen früh aufstehen werden,"sagte Frau Saint-Cyr und stand auf.

"Danke, Mama. Gute Nacht,"sagte Hiet und umarmte seine Mutter.

"Gute Nacht,"lächelte Frau Saint-Cyr und verlies das Zimmer.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.04.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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