Aleksandra Bilcane

!!PUR!! Kapitel 10

"Die Party war endgeil!"sagte Hiet und schaltete seinen PC ein. Er hatte schon sehr lange seinen PC nicht benutzt. Ein Monat - das war für ihn ein neuer Rekord. Er sprach grad mit Peggy per Telefon und als Peggy nicht antwortete schrie er in den Telefonhörer verärgert:"Kannst du zum Teufel mit dem Nagellackieren aufhören? Das nervt."

"Ja ja,"hörte er Peggys Antwort. Es schien, dass sie ihn nicht mal gehört hat.

"Wow! Du wirst es nicht glauben aber ich habe einen Haufen Mails bekommen von Club Mitgliedern. Sie fragen, wann das nächste Treffen stattfinden wird und ob wir uns mal persöhnlich kennenlernen können."

"Mich kannst du vergessen. Ich gehe nicht zu diesem Treffen; alle glauben, dass ich ein Junge bin. Kannst du dir mal ihre Gesichter vorstellen, wenn sie erfahren, dass ich alle verarscht habe?"

"Oh ja!"stimmte Hiet ihr zu und musste lachen. "Vielleicht kannst du dich ja als Mann verkleiden?"

"Sehr lustig, sehr lustig, Hiet,"antwortete Peggy gereizt.

"Ok, jetzt ernst. Morgen haben wir ein Meeting und du musst auch online sein."

"Uhrzeit?"

"Ich sage mal um... 20 Uhr. So! Jetzt wird's jeder erfahren - hab's auf die Homepage geschrieben."

"Sag mal, glaubst du wirklich, dass alle es erfahren werden? Ist ja schlieslig nur morgen."

"Abgesehen von dir, schauen andere Mitglieder des Clubs jeden Tag ein- oder zweimal auf der Homepage vorbei,"sagte Hiet ernst.

"Wirklich? Na ja, ich habe ja dich, oder?"

"Richtig! ... Hey, Pegg, das musst du dir ansehen!"

"Was?!"fragte Peggy interessiert.

"Komm' zu mir rüber,"antwortete Hiet und legte auf. Er konnte es kaum glauben, was er gesehen hatte. "Verrückt, verrückt..."murmelte er vor sich hin.

Plötzlich ging die Tür auf und Johan betrat das Zimmer. "ZUM TEUFEL, KANNST DU MAL NICHT ZU IHR GEHEN UND DORT MIT IHR QUATSCHEN?! ICH MUSS JEMANDEN ANRUFEN!"schrie Johan wütend. Hiet bemerkte nicht den wütenden Johan, er starrte auf sein PC-Bildschirm. "Was ist das denn?"fragte Johan und schaute Hiet über die Schulter. Er erstarrte. Als er wieder zu sich kam, sagte er:"Das ist ja... Ist das für dich?" Hiet schüttelte nur den Kopf und sagte nichts.

Sie hörten, wie es unten klingelte, nach einer Weile öffnete sich die Zimmertür und Peggy, die völlig aus der Puste war, fragte:"Ich will's sehen! Wo?" Hiet stand auf und zeigte auf den Bildschirm. Peggy kam vorsichtig näher und guckte auf den Bildschirm. Sie wurde sofort rot und drehte sich wütend zu Hiet:"Bist du völlig durchgeknallt? Es ist ja... Igitt! Kaum bist du am PC, musst du verschiedene Pornoseiten durchchecken, oder? Ja, und das reicht noch nicht! Du musst das ja mir zeigen! Igit! Schalte das aus, Hiet!" Peggy wurde mit jedem Wort wütender und lauter.

"Beruhige dich,"sagte Hiet ernst. "Wenn du wissen willst, dann bekomme ich üblig Liebespost von Mädchen und überhaupt ist das für dich!"

"Was?!"fragte Peggy erstaunt.

"Du bist ja 'ne Herzensbrecherin, Peggy,"sagte Johan und lächelte frech.

"Das soll für mich sein? Dann sag mir - wie kommt's das Homosexuelle mir Liebesbriefe schreiben mit solchen Photos? Da haben sie ja etwas verwechselt! Ich bin ein Mädchen!"

"Ganz richtig,"sagte Hiet. "Überlege es dir mal - warum?!"

Peggy lachte nervös und sagte:"Sie glauben, dass ich ein Junge bin!" Nach diesen Worten erstarrte sie. "Sie glauben, dass ich ein Junge bin... Mit schwarzen, halb-kurzen Haaren, blauen Augen..."sagte Peggy leise und in ihren Augen tauchten Tränen auf. "Julian wird mich umbringen, wenn er das erfährt."

"Hey, ist ja nicht so schlimm. Wenn du willst, dann kann ich ja allen zurückschreiben, dass du vergeben bist,"sagte Hiet und umarmte Peggy, die sich kaum auf den Beinen halten konnte. "Setze dich."

"Ja, und er wird noch schreiben, dass sie sich von seinem Freund fernhalten sollen!"sagte Johan und lachte.

Peggy lächelte und sagte:"Vielleicht sollte ich die Mails durchgucken?"

"Hey! Du bist ja eine!"lachte Johan.

"Na ja, die sind doch an mich addressiert, oder? Und vielleicht ist da auch ein süßer Junge, der mir geschrieben hat,"sagte Peggy ernst aber mit einem frechen Lächeln im Gesicht.

"Gott! Lass uns lesen!"sagte Johan und setzte sich neben Peggy, die sofort auf die nächste Nachricht schaltete. ""Hallo, Harry! Wie geht's dir? Ich wollte fragen, ob du zu nächstem Meeting des Clubs da sein wirst. Tschüss - Henry"... Hey! Das ist ja kein Liebesbrief! Und wer ist Harry überhaupt?"

"Ich,"anwortete Peggy,"und von Henry habe ich auch keinen Liebesbrief erwartet, weil er weiß, dass ich einen Freund habe."

"Ok, kapiert. Weiter!"

"Hiet?"sagte Peggy.

"Ich will nichts damit zu tun haben. Das ist mir zu viel,"sagte Hiet, setzte seine Kopfhörer auf und legte sich auf sein Bett.

"Egal,"sagte Johan und drehte sich zu Peggy. "Sag mal, hast du als Harry eine Anzeige gemacht, dass du Homosexuell bist und einen Typen suchst?"

"Nein,"seufzte Peggy. "Ich war in diesem Club als Harry und habe mit den anderen Mitgliedern gequatscht und dann hat mich ein Mitglied gefragt was ich mag - Jungs oder Mädchen. Ich habe nicht nachgedacht und sofort geantwortet:"Natürlich, Jungs! Was hast du dir denn Gedacht?""

Johan begann wie verrückt zu lachen. Er lachte eine lange Weile und als er sich beruhigt hatte, sagte er:"Du bist abgefahren! Jetzt weiß ich warum Hiet mit dir befreundet ist. Können wir auch Freunde werden?"

"Nein, falls du vorhast mich auszulachen,"sagte Peggy beleidigt.

"Ich verspreche dir dich nicht auszulachen!"sagte Johan und hob seine rechte Hand hoch.

"Dann sind wir Freunde,"sagte Peggy und lächelte. "Wollen wir weiterlesen?"

"Yeah!"sagte Johan in einer tiefen und lustigen Stimme. Daraufhin musste Peggy lachen.

 

"Hallo,"grüßte Susann Peggy. "Was gibt's neues?"

" Ich werde von Männern (not standart) belässtigt, meine Mutter hat mich gestern fast umgebracht, als ich nach Mitternacht nach Hause kam. Das war nicht meine Schuld, ich habe nur mit Johan die ganze Zeit gequatscht, Hiet schlief. Was noch?! Ach ja, Julian hat mich gestern etwa 1000 Mal angerufen und ich war nicht da! Außerdem werden meine Telefon- und Handy-Rechnungen riesig sein,"antwortete Peggy.

"Oh! Gestern war kein langweiliger Tag bei dir. Also, gehen wir heute einkaufen?"sagte Susann erstaunt.

"Keine Ahnung. Ich habe noch nicht Julian getroffen. Ich hoffe nur, dass er was zu tun hat. Männer stressen, glaube mir aber ich muss zugeben, dass Johan in Ordnung ist."

"Das bedeutet - "nein"?"fragte Susann verwirrt.

"Das bedeutet, dass wir noch ins Kino gehen werden,"lachte Peggy.

"Geil! Ich muss mir eine neue Jeans kaufen und du wirst auskosten wie es ist, wenn man mit einem Mädel einkauft!"sagte Susann fröhlich.

"Ich hoffe mal, dass das nicht in die Hose geht,"murmelte Peggy vor sich hin.

 

"Du wirst es bereuen,"flüsterte Hiet, als Frau Hof der Klasse den Rücken gedreht hatte. "Susann? Wie kannst du die überhaupt ausstehen? Sie ist doch so-o -"

"Sie ist ganz ok. Du kennst sie doch nicht!"flüsterte Peggy wütend zurück.

"Remember my words,"sagte Hiet und lächelte unschuldig, als Frau Hof ihn wütend anschaute.

"Hiet, würdest du bitte den Maler von diesen zwei Werken nennen?"fragte Frau Hof und zeigte auf zwei Bildern, die an der Wand befästigt waren.

"Ehm... Lasst mich bitte nachdenken, Frau Hof. Wie hieß er... hm... Es tut mir leid aber ich glaube, dass ich es nicht weiß,"lächelte Hiet frech.

Frau Hof schaute ihn sauer an und sagte:"Kann jemand anders auf diese Frage antworten?"

Martin Greener stand auf und sagte:"Das sind die Werke von Masacho."

"Richtig. Herr Saint-Cyr, setzen Sie sich und hören sie auf mit Fräulein Ephesus zu reden,"sagte Frau Hof und drehte sich zu der Tafel.

 

Nach dem Unterricht trafen sich Peggy und usann vor der Schule. "Bist du bereit?"sagte Susann fröhlich. In diesem Moment begann Peggy sich Sorgen zu machen. "Vielleicht hatte Hiet recht?!"dachte Peggy. "Als erstes werden wir im neuen Laden vorbeischauen, in dem Gabriella ihr schönes, grünes Kleid, dann gehen wir ins Einkaufszentrum und dann im Cafe "Bei Gabrielle" werden wir Tee trinken! Was sagst du?"

"Klingt... eh... gut. Wann hast du's geschafft zu planen?"fragte Peggy erstaunt.

"Gerade eben!"

"Ach, verstehe. Gehen wir?"

"Ok."

Die Mädchen nahmen einen Bus bis zum Einkaufszentrum. Peggy staunte - sie wusste nicht, dass nicht weit von der Schule ein Bus fährt. Wenn sie mal mit Hiet ins Einkaufszentrum musste, gingen sie zu Fuß oder fuhren mit den Fahrrädern. "Das ist der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs. Jungs sind einfacher,"dachte Peggy. "Als wir bis zum Einkaufszentrum gekommen sind, hatten wir schon längst auf dem Weg dorthin alles besorgt. Noch dazu - billiger."

"Wir müssen hier aussteigen,"sagte Susann, als sie sich dem Einkaufszentrum näherten. "Los! Gehen wir."

"Wolltest du nicht in den neuen Laden?"fragte Peggy verwirrt.

"Ja, schon aber ich hab's mir anders überlegt,"antwortete Susann.

Sie gingen sofort in den nächsten Laden, in dem Susann einen Haufen von Klamotten anprobiert hatte. Am Ende hat sie sich nichts gekauft. Im vierten Laden fand Peggy eine blaue Jeans, die sie sofort gekauft hatte.

"Findest du, dass dieses Kleid mir steht?"fragte Susann, als sie ein weiteres Mal aus der Umkleidekabine kam.

Peggy kicherte und sagte:"Du siehst aus wie ein Weihnachtsbaum!"

"Dann das nächste!"sagte Susann entschlossend und ging in die Umkleidekabine.

"Oh, nein,"stöhnte Peggy und nahm ihr Handy. Das war zu viel für sie - sie bereute das, wie Hiet gesagt hatte. Und jetzt brauchte sie Hilfe. "Wen soll ich anrufen?!"dachte Peggy. "Johan! Ja, er ist der richtige." Peggy wählte seine Handynummer und erklärte ihm alles.

"Ich bin dann in fünf Minuten da,"sagte Johan  und kicherte.

"Und dieses?"fragte Susann. Sie hatte ein kurzes, orange-farbendes Kleid mit vielen Schleifen an. Dieses Kleid war noch schrecklicher als vorheriges.

"Hiet würde begeistert sein,"sagte Peggy und lachte.

"Meinst du?"fragte Susann erstaunt.

"Ja, er würde bestimmt sehr begeistert sein,"Peggy lachte sich tot.

"Dann nehme ich es!"rief Susann fröhlich und lief zurück in die Umkleidekabine.

"Was?!"Peggy erstarrte, als Susann in der Umkleidekabine verschwand. "Das war doch nicht ernst gemeint,"murmete Peggy. "Hat sie das eben nicht kapiert?"

Susann kaufte das Kleid glücklich und begab sich in die Richtung vom nächstem Laden.

"Hey, wie geht's?"sagte Johan und kam näher zu den Mädchen. "Was macht ihr denn hier?"

"Wir kaufen ein,"antwortete Susann.

"Achso. Pegg, darf ich dich kidnappen?"fragte Johan und lächelte frech.

"Nein, wir kaufen zusammen ein,"antwortete Susann verärgert.

"Aber -"

"Hast du's nicht kapiert?"sagte Susann wütend und war bereit ihn auf der Stelle umzubringen.

"Oh wei,"dachte Peggy und biss sich in die untere Lippe.

"Tut mir leid, ehm... Wie war dein Name nochmal? Ach, egal. Ich habe heute ein Date mit Peggy, kapiert? Also - bis bald!"sagte Johan giftig und zerrte Peggy an der Hand in die Richtung vom Ausgang.

"Ha! Von wegen. Peggy ist mit Julian zusammen und -"

"Das heißt nicht,"unterbrach Johan Susann,"dass sie mit ihm verheiratet ist. Sie ist an ihn nicht gebunden und überhaupt sie hat einen besseren verdient."

"Ach ja?"

"Ja,"sagte Johan. Er drehte Peggy zu sich und küsste sie auf die Lippen. "Wir gehen."

Susann blieb erstarrt zurück. Das verstand sie jetzt nicht, weil sie 100%ig überzeugt war, dass Peggy in Julian verliebt ist. "Ich verstehe gar nichts,"murmelte Susann vor sich hin und begab sich zu den nächstem Laden.

 

"JOHAN! Du spinnst ja!"schrie Peggy als sie mit Johan auf dem Parkplatz waren. "Susann ist die größte Plappertasche in unserer Schule. Gott weiß, was sie sich gedacht hat."

"Dann bin ich Gott,"antwortete Johan selbstbewusst und grinste.

"Was?! Warum?!"

"Weil ich weiß, was sie gedacht hat. Sie hat gedacht:"Unmöglich! Jetzt verstehe ich gar nichts. Peggy ist ein Miststück! Sie betrügt Julian mit Hiets Bruder!" Oder etwas ähnliches,"sagte Johan und lächelte. "Steig ein! Wohin soll ich dich bringen?"

"Zu dir nach Hause,"antwortete Peggy. "Ich werde Hiet alles erzählen, was du gemacht hast."

"Ok, wie du meinst,"sagte Johan und sie fuhren los.

 

"HIET!"schrie Peggy, als sie das Haus von der Familie Saint-Cyr betrat. "Oh, entschuldigung, Frau Saint-Cyr."

"Macht nichts, Peggy. Wollt ihr einen Tee?"fragte Frau Saint-Cyr ruhig. Peggy bewunderte Hiets Mutter, die immer kühlen Kopf bewarte und ruhig blieb.

"Nein danke, aber wenn sie Orangensaft haben -"

"Ja, natürlich. Komme mit mir in die Küche,"sagte Frau Saint-Cyr und gab ihr ein Glas mit Orangensaft.

"Dankeschön,"bedankte sich Peggy und trank das Glas leer. "Das schmeckt aber gut."

"Peggy, ich wollte mit dir über Hiet reden,"fing Frau Saint-Cyr an. Sie sah ein bisschen besorgt aus. Peggy nickte und setzte sich mit Frau Saint-Cyr an den Küchentisch. "Als wir in Polen waren, bemerkte ich, dass Alexis sich sehr verändert hatte. Ich weiß nicht warum und er erzählt mir auch nichts mehr wie früher, ich meine wie... wie vor einem Monat. Ich mache mir große Sorgen,"in Frau Saint-Cyrs Augen tauchten Tränen auf.

Peggy schüttelte energisch den Kopf und sprach schnell, dabei bemerkte sie nicht, dass ihre Stimme ein bisschen zitterte:"Nein, Frau Saint-Cyr, machen Sie sich keine Sorgen um ihn. Es war für ihn sehr ungewöhnt, weil er die Gegend gewächselt hat und... und..."

"Bitte sag Alexis nichts über unser Gespräch, ja?"sagte Frau Saint-Cyr leise. Peggy nickte. "Geh' zu ihm. Er wartet bestimmt auf dich." Peggy nickte und verlies die Küche.

Peggy verlies die Küche, atmete tief ein, schrie und lief die Treppe hoch:"HIET! HIET SAINT-CYR!".

 

"Was willst du?"fragte Hiet. Er saß am PC und schien sehr beschäftigt zu sein. "Vergiss nicht, dass du in 10 Minuten zu Hause sein musst, weil wir ein weiteres Meeting haben."

"Mist!"sagte Peggy und verschwand aus dem Zimmer.

 

Sie lief schnell nach Hause. "Ich bin da,"sagte Peggy laut und lief die Treppe hoch. Marianne wollte Peggy noch was sagen aber sie schaffte es nicht, weil Peggy schnell auf ihr Zimmer lief, sie ärgerte sich darüber und überzeugte sich, dass sie das nächste Mal schneller sein wird als ihre Nichte.

Peggy schaltete den PC an und ging auf Hiets Homepage. "Wow! So-o viele Leute,"murmelte Peggy. Sie schrieb schnell eine Nachricht:

"Hallo! Hiet melde dich bei mir! Ich muss mit dir sprechen."

Sie lehnte sich zurück und überlegte sich, wie sie Hiet alles erzählen soll. Eine Nachricht erschien auf dem Bildschirm:

"Hi Harry! Wie geht's? Henry."

Sie schrieb ihm zurück:

"Ziemlich gut. Was habe ich verpasst?"

Sie bekam eine Nachricht von Hiet:

"Ich höre, Schätzchen ^^."

Peggy runzelte mit der Stirn und tippte:

"Johan hat mich vor Susann auf die Lippen geküsst. Heute. keine Ahnung, was er sich gedacht hat aber Susann hat das gesehen. Es geschah doch vor ihren Augen! Er küsste mich auf die Lippen!!!!!!!!!"

Sie musste eine lange Weile auf eine Antwort von Hiet warten:

"Ich verstehe. Ich hab mit Johan geredet und er hat mir alles erzählt. Ich werde morgen mit Susann reden und klar stellen, dass sie nichts weitererzählt. Schon morgen."

Peggy las es mehrmals durch. Sie war verwirrt, weil sie das Gefühl hatte, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ihr Nachdenken unterbrach eine Nachricht von Henry:

"Nichts. Lach jetzt nicht aber ich habe dich ein bisschen vermisst."

Peggy staunte. Lachen war ihr grad nicht zu mute. Sie schrieb eine Antwort an Hiet und dann an Henry:

"Danke, Süßer! Habe dich lieb."

"Ich lache nicht aber das schmeichelt mir, ein bisschen."

Peggy war verwirrt, sie wollte mit Hiet reden. Nur er verstand sie, nur er hörte ihr zu. Er war der einzige Mensch dem sie blind vertrauen würde, darum schrieb sie eine Nachricht an ihn:

"Kannst du zu mir kommen? Ich brauche dich. Ich fühle mich echt mies."

Auf die Antwort von Hiet musste sie nicht lange warten:

"Weißt du, dass du dich wie ein kleines Baby benimmst? Ok. Bin gleich da."

Peggy strich mit der Hand durch die Haare und dachte:"Ich hoffe - ich habe kein Mist gebaut." Sie versank in den Gedanken.

"Was ist los?"fragte Hiet als er ihr Zimmer betrat. Peggy brach in Tränen aus. "Peggy, was ist denn passiert?"

"Bring mich um aber ich habe keine Ahnung,"antwortete sie.

"Hey, beruhige dich,"sagte Hiet und umarmte sie. "Alles wird schon gut. Julian wird nichts erfahren."

"Mir ist es egal ob Julian davon erfährt! Ich fühle mich echt mies und ich weiß nicht warum,"sagte Peggy und weinte.

"Was ist los?"fragte Hiet.

"Keine Ahnung. Hiet, geh nach Hause. Heute ist wohl mein Emo-Tag."

"Was ist das denn?"fragte Hiet verwirrt.

"Der Tag, an dem mir heulen zu mute ist,"erklärte Peggy.

"Achso, ihr Mädchen seid merwürdig,"sagte Hiet leise und hob sie hoch. Er legte sie auf das Bett und legte sich neben ihr.

Peggy versuchte noch etwas zu sagen aber Hiet unterbrach sie und drückte sie an sich. Nach einer Weile schlief sie ein, doch Hiet konnte nicht schlafen. Er wollte nicht, dass der Morgen ankommt, weil er wusste, dass er Peggy belogen hatte. Wenn Susann nichts erzählen wird, dann wird es jemand anders tun, er errinerte sich an seinen Freund Max, der ihm am Nachmittag vorgeschlagen hatte ins Einkaufszentrum mit seiner Clique zu gehen - reiner Männer-Abend.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.04.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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