Cathrine Tuschar

Spittal - Feistritz

Dem Regen entfahren, vor der Strecke ein Ziel. Vögel in den Wattebergwolken. Die Sonne hinter der Wand. Eine zentrale Helle. Ein Strahl steil abfallend, trennt die Welten, und trennt die Menschen. Sperrt sie ein in Muster. Ein luftenes Haus, eine Brise, deren Staub sich auf die Erde fallen lässt. Körnige Splitter, waldbehaftet. Getrennter Nebelnebenbuhler. Puderzuckergrün, das Vorbeiziehen auf einer nassen Oberfläche, die ganze Welt im Spiegel - Schatten, die sich daraus ins Nichtgesicht lachen. Trennen vom Licht - Ineinanderhineinwachsen eher. Das belichtete Blatt Papier, Schatten der fensterstaubenen Trübe tanzen auf dem Rücken. Der Berg spuckt Wolken und heiß strömen sie ins Tal, werden weiße Kohle. Kohle, die auf allen Bächen schimmert: die das Meer öffnet, die mit dem Baum spaziert, die dir mit blauem Auge zwinkert. Aus den Schatten - aus dem Licht wie Aus den Augen - aus dem Sinn: Schlage ich das Buch zu, sehe ich nichts Anderes als bebaute Natur, verdreckte Schneereste, einen bewölkten Himmel und eine Sonne, die bald schwitzewarm sein wird, so verkrustete Lederhaut aus den Solarien mir unter die Augen treiben wird. Und doch glänzt ein nackter Fels, doch lacht der gebadete Asphalt zurück, doch zeigt ein Schild auf einen hustenden Baum, doch streckt ein Hund sich in der Sonne und durch sein Fell fährt mein Bewußtsein mit zarten Fingern, ja keinen Strahl zu erlöschen.

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