Karin Schmitz

...erst wenn die Gehwägelchenzeit anbricht Teil 2

Erst wenn die Gehwägelchenzeit anbricht Teil 2

 

 

 

… wortlos schauten wir uns in die Augen –

 

wie damals… ich erkannte die Zärtlichkeit, die in seinen Augen stand. Geht das? Kann man mit den Augen streicheln? Ja, es geht, ich glaube, dass ich das behaupten kann.

 

„Wie ist es Dir ergangen, in den letzten 35 Jahren?“

 

„Erinnerst Du Dich an den „Taschenstolperer“?“

 

„Ja, dass tue ich… !“

 

„Er hat mich eine Weile durchs Leben begleitet. Aber obwohl er alles gab, wurde ich nie richtig glücklich. Ich habe ihn halt nie richtig geliebt. Er war sehr liebevoll und auch einfühlsam. Er hat sich um meine Kinder gekümmert, als wären es seine. Er hat mich auf Händen getragen, dass nicht nur im übertragenen Sinne. Er hat mir all seine Liebe gegeben. Ich war seine große Liebe, wie Du meine warst. Ja und derjenige, der mehr liebt, ist immer der Verlierer. Das Gefühl, dass ich bei Dir spürte habe ich nie mehr gespürt. Du hast mir immer gefehlt und trotzdem wir nur kurze Zeit zusammen waren, war diese Zeit so Intensiv, dass ich ständig an Dich denken musste. Am schlimmsten war es zu Sankt Martin.

 

 

Deine Augen habe ich in meinen Träumen gesehen. Ich habe Dich in meinen Träumen gespürt und ich habe Dich gerochen. Oft hat er mich gefragt, warum ich so still sei. Er hat mich gefragt, an was ich denke.  Ich habe ihn jedes Mal angelogen. Ich wollte ihn nicht auch noch verletzen. Er wollte mich glücklich machen, mich heiraten und den Rest seines Lebens mit mir verbringen. Er hat  mir unzählige Anträge gemacht. Ich habe jeden Einzelnen abgelehnt.

 

 

Irgendwann konnte ich nicht mehr so weiterleben und seitdem bin ich wieder alleine. Kannst Du Dich daran erinnern, als ich Dir diesen Brief schrieb?

 

 

Ich hatte geahnt, dass Du es nicht mehr fertig bringst, einen weiteren Versuch zu starten. Ich hatte Deine Gefühle zu sehr verletzt. Ich musste den Kontakt zu Dir abbrechen, sonst wäre ich an meinem Kummer zerbrochen.

 

 

Genug jetzt von mir, wie ist Dein Leben verlaufen?“

 

 

„Ich habe viel gearbeitet… das lenkt ab…! Hier und da eine kurze Beziehung…nichts aufregendes… es hat etwas gefehlt.“

 

 

Vorsichtig nimmt er mich in meine Arme und drückt mir zart einen Kuß auf meinen Hals. ICH KANN ES NOCH!!! Eine Gänsehaut bis zu den Zehenspitzen rennt über meinen Körper.

 

„Ich fühle wieder! Ich hatte ganz vergessen, wie das geht… 35 Jahre lang!“

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.05.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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