Eve Huschka

Evan & Catrin

Evan und seine Begleiter pirschten sich durch das Gehölz in Richtung des steinernen Altars.Blitze zuckten am Himmel,und Evan stöhnte innerlich auf,als die Lichtung vor ihnen in grellem Licht erstrahlte.Sie hatten Catrin in ihrer Gewalt.Auch ohne den Blitz konnte er sehen,dass sie an dem Altar lehnte.Im diffusen Licht eines sturmgepeitschten Sonnenaufgangs stand ihr rosafarbenes Kleid in krassem Gegensatz zu den weissen Roben der umstehenden Männer.
Sie schien unversehrt,zumindest auf den ersten Blick,denn der Sturm wehte ihr das wunderschöne Haar ins Gesicht und bauschte ihr Gewand auf.Ihre Beine schienen indes zu geschwächt,um Körper zu tragen,und er gewahrte,dass ihre Hände auf den Rücken gefesselt waren.
Eiskalte Wut übermannte ihn,als Reynald sie an sich zog und einen Kuss auf ihre Lippen presste.Evan sprang auf ,doch Rhys riss ihn augenblicklich wieder zu Boden.>>Sei kein Narr,Mann!<<,knurrte Rhys.>>So rettest di sie geweiss nicht.<<Die Lichtung beobachtend,setzte er hinzu:>>Es sind ungefähr zwanzig Männer.Ein übler Haufen,wenn du mich fragst.<<
Evan biss die Zähne zusammen.Augenblicklich trachtete er danach,jedem einzelnen sämtliche knochen zu brechen.
>>Was in drei Teufels Namen hat dieser verdammte Bastard mit ihr vor?<<,zischte Huw.>>Wie ich sehe,hat er da einen Bullen.Gewiss will er sie nicht opfern,wenn er ein Tieropfer darbringt.Wartet!Seht,er holt den Kelch hervor,von dem Ihr mir berichtet habt!Er hält ihn hoch und sagt irgendetwas.<<
Reynald war tatsächlich im Besitz des Kelches,und jetzt trat er von Catrin weg,um ihn mit etwas zu füllen,was wie Rotwein anmutete.Jedenfalls hoffte Evan,dass es Rotwein war und nicht irgendetwas Ekelerregendes.Evan liess seinen Blick über die Lichtung schweifen,seine Nerven zum Zerreissen gespannt.>>Sie scheinen Männer im Umkreis der Lichtung postiert zu haben.Einen......zwei......ich denke,es sind vier.<<
>>Einen für jeden von uns<<,bemerkte Rhys grimmig.>>Vielleicht sollten wir zunächst diese Burschen überwältigen,solange alle anderen noch mit jenem widernatürlichen Ritual beschäftigt sind.<<Er spähte zu Bos.>>Meint Ihr,Ihr wäret dazu fähig,Bos?<<
Bos' miene verfinsterte sich.>>Ich versichere Euch,ich bin zu allem fähig,wenn es darum geht,meiner Herrin Kopf und Kragen zu retten.<<
>>Gut,wir brauchen jeden Mann ,den wir finden können.<<Evan liess seinen Blick über die Lichtung schweifen,dann wandte er sich an Rhys.>>Leider Gottes werden wir eine List anwenden müssen.Sie sind deutlich in der Überzahl.Dafür haben wir das Überraschungsmoment.....und wie das Donnern einer Büchse.<<
>>Wie wollt ihr Reynald davon abhalten,meiner Herrin etwas anzutun?<<,erkundigte sich Bos.>>Überlasst Reynald mir<<,erwiderte Evan.Er hatte bereits eine Idee,wie sich diese Rettung bewerkstelligen liesse,gleichwohl fürchtete er,das ihre Erfolgschancen gering waren.Dennoch mussten sie es wagen.>>Also,ich denke,wir sollten folgendermassen vorgehen.....<<
Catrin war erleichtert,als Reynald darauf beharrte,dass sie beide auf der einen Seite des steinernen Atlars stehen sollten und der Priester auf der anderen.Dank der Selbstherrlichkeit von Rexnald fand sich der Männertross hinter dem Priester ein,sodass nur Catrin und Reynald auf der Altarseite standen,die den Bäumen zugewandt war.
Das bedeutete,dass keiner ihre Hände sah.Dem Himmel sei Dank.Wenn es ihr gelang,die Männer lange genug abzulenken,um in den Wald zu flüchten,würde sie sie vielleicht abschütteln können,vor allem,wenn das Unwetter weiterhin wütete.Es war bestenfalls eine vage Möglichkeit,aber irgendwie war ihr klar,dass es ihre einzige Chance war,Reynald zu entfliehen.Hatte er sie erst einmal auf seinen Gut in Gewahrsam,dann gab es gewiss kein Entrinnen mehr.
Aber wie sollte sie die anderen ablenken? Sie streifte die Krawatte von ihren Händen und umklammerte den Brieföffner.Es gab einen Weg.Wenn sie den Augenmerk dieser Meute auf ihren Führer lenkte,könnte sie der allgemeinen Verwirrung entwischen.Es war den Versuch wert.
Sie vernahm ein leises Rascheln im Gebüsch und dachte flüchtig an die Schlangen und Wildschweine,die in diesem Gebiet lebten.Augenblicklich jedenfalls wäre ihr die An griffslust eines Keilers wesentlich lieber gewesen als der Irrsinn dieses unberechenbaren Bastards an ihrer Seite.Ihre Hände um den Brieföffner wurden feucht.Der Priester sprach bereits die einleitenden Worte der trauungszermonie.Ein gewaltiger Donner grollte über ihren Köpfen,und alle schraken auf.Doch der Priester fuhr nach kurzem Schweigen fort.
Sie musste die Gunst des Augenblicks nutzen....sonst drohte ihr eine grauenvolle Zuknuft.ihr wurde übel bei dem Gedanken an ihr Vorhaben,indes hatte sie keine Wahl.Bevor die anderen reagieren konnten,wich sie zurück,hob den Brieföffner in ihrer rechten Hand und liess diesen geradewegs auf Reynalds Rücken niedersausen.Der Hieb wäre tödlich gewesen,wenn er sich nicht unvermittelt umgedreht hätte,als sie mit aller Kraft zustechen wollte.Stattdessen bohrte sich der Brieföffner in seine Schulter.
Er stiess einen gellenden Schrei aus.Für Augenblicke stand sie wie erstarrt,fixiert auf die tiefrote Blutspur,die sich auf dem blütenweissen Ärmel seiner Robe abzeichnete.Dann nahm sie die Beine in die Hand und rannte.Zunächst war Catrin so konzentriert auf ihre Flucht,dass sie das Gewehrfeuer hinter sich gar nicht wahrnahm.Doch als der Höllenlärm anhielt und sie Evan erkannte,der aus dem gebüsch zu ihr lief,begriff sie,dass sich mehr ereignet haben musste als ihr Anschlag auf den Druidenführer.Stille trat ein,dann eine erneute Gewehrssalve,worauf die Männer aufgeschreckt in Richtung Wald flüchteten.
>>Evan!<< schluchzte sie,als er sie erreichte und in seine Arme nahm.>>Evan du bist hier!<<
>>Wir müssen dich von hier fortbringen<<,seufzte er,wobei er seinen unversehrten Arm um ihre Tailleschlang und sie mit sich in den Schutz der Bäume zog.>>Ich habe die anderen angewiesen,über die Köpfe hinweg zu ziehen,dennoch könnte uns ein Streifschuss treffen.<<
Wie um seine Äusserung zu bestätigen,sauste ihnen ein Kugelhagel um die Ohren.Evan liess sich auf den Boden fallen und riss Catrin mit.Er spähte zurück,und Catrin folgte seinen Blick,entsetzt,zwei von Reynalds Männern zu entdecken,die wahllos um sich schossen.Reynald stand über dem Altar gebeugt.Während er die Männer mit den Worten anfeuerte:>>Bringt jeden dieser Bastarde um<<,zog den Brieföffner aus seinen Arm.>>Zum Teufel,einige von ihnen sind bewaffnet<<,knurrte Evan.>>Jemand hätte diesen Mistkerl beibringen sollen,dass Druiden keine Flinten besitzen.<<
Schlagartig trat auf der Lichtung Stille ein,lediglich untermalt von dem Heulen des Windes und nahem Donnergrollen.>>Wir werden unsere Chance nutzen müssen.<<Evan mass die inzwischen menschenleere Lichtung.Er sprang auf und zerrte an ihrem Arm.Doch als sie weiter in Richtung Wald strebteb,japste Catrin vor Schreck,denn fünf Männer versperrten ihnen den Weg.Evan schob sie hinter sich und zog seinen Degen,indes sah Catrin sogleich,dass er diesen Kampf niemals würde gewinnen können.Und als man sie von hinten packte,ihr ein Messer an die Kehle setzte und Evan zurief >>Lasst die Waffe fallen!<<,war sie beinahe erleichtert.Sie würde es niemals verwinden,wenn Evan bei ihrer Verteidigung den Tod fände.
Mit einem erzürnten Aufschrei drehte Evan sich um und gewahrte den Dolch an ihrer Kehle.Sogleich liess er den Degen fallen,sein Gesicht aschfahl,während er den Dolch fixierte.Die fünf Männer pirschten sich von hinten an und überwältigten ihn.Darauf nahm der Halunke die Waffe von Catrins Hals.
Andere Männer schwärmten auf die Lichtung,stiessen drei Männer vor sich her.Voller Verzweiflung erkannte sie,dass es Bos,Huw,und Rhy waren.Sie alle waren zu ihrer Rettung geeilt,und jetzt würden sie den Tod finden.>>Ihr Narren!<<,ertönte eine Stimme zu ihrer Rechten,und als sämtliche Köpfe herumschnellten,bemerkten sie Reynald-auf den Altar.
Als Catrin seinen blutigen Ärmel sah,wunderte sie sich,wie es ihm gelungen war,auf das steinerne Monument zu klettern.Indes schien er kein Mensch aus Fleisch und Blut mehr.Die Spuren seines Alters waren verwischt.Seine Augen erstrahlten im Zorn,und in seiner weissen Robe wirkte er wie ein unbesiegbarer Gott.Wogen der Furcht durchfluteten sie.Das war der Mann,der sie zur Mutter seines Kindes machen wollte....der sie zu foltern gedachte,wenn sie sich ihm nicht unterwarf.Und wenn sie noch Zweifel an seinem Trachten gehegt hatte,so waren diese jetzt getilgt.Der Regen klatschte auf sie hernieder,doch Reynald schenkte dem keinerlei Beachtung,sondern zog den Dolch aus seinem Gürtel und deutete damit auf Evan.
>>Ihr,habt einen folgeschweren Fehler gemacht.Ihr sollt unser heutiges Opfer sein,anstelle dieses Bullen dort.<< Er grinste,doch Catrin dünkte es eher eine hämische Grimasse. >>Aber zuvor werdet Ihr mit ansehen,wie ich euer Liebchen heirate-und dann hier nehme,auf ebendiesem Altar.ich hatte etwas Intimes geplannt,aber so ist es doch weitaus besser,was?<<
Keuchend setzte Evan sich gegen seine Häscher zur Wehr.>>Ihr könnt uns nicht alle umbringen,Reynald!Wie wollt ihr den Mord an einem Baron,einen ehrbaren Gutsherrn und einem angesehenen Wissenschaftler vertuschen?Sie werden Euch auf die Schliche kommen!Sie werden Euch hetzen wie einen gottverdammten Hund-und nichts anderes seid Ihr!-und dann bringen sie Euch an den Galgen!<<
Reynald lachte. >>Ihr versteht nichts,Ihr Narr.ich besitze Macht,von der Ihr nur träumen könnt.Ich habe Jahre damit verbracht,mir die Lehren der Weisen anzueignen,und dieses Wissen in Verbindung mit der Macht des Kelches macht mich unbesiegbar!<< Er hielt den Kelch hoch. >>Wie es die Legende besagt,wird die Heirat mit einer Nachfahrin von Morgana dem Gatten die Kraft und Allmacht eines gewaltigen Kriegers verleihen!Sobald Catrin und ich den Eheschwur geleistet und aus diesem Kelch getrunken haben,werden wir den Göttern ebenbürdig sein,ich sage es Euch!<<
Mit schreckgeweiteten Augen starrte Catrin auf den Kelch,denn er hatte angefangen zu glühen,als wollte er Reynalds Worte bestätigen,welche Kraft ihm innewohnte.Ein orangefarbenes Licht erstrahlte auf der Bronze und wurde zunehmend greller,je länger sie hinschaute.Etwas Derartiges hatte sie noch nicht gesehen.Die Druiden deuteten leise murmelnd darauf,und für Augenblicke war Catrin wie gelähmt vor Entsetzen.Wie konnte sie sich gegen solche Kräfte aus dem Jenseits wappnen? Sie und Evan und die übrigen waren nur winzige,willenlose geschöpfe im Angesicht der vorzeitlichen Legende von dem Kelch.Doch als Reynald den wie ein Flammenmeer strahlenden Pokal hochhielt,sein Gesicht verzerrt von seinem Machthunger,krachte ein Donner vom Himmel,so gewaltig,dass sie und der Mann,der sie gefangen hielt,rückwärts taumelten.Und was sie dann sah,raubte ihr den Atem.
Ein Blitzschlag hatte den Kelch getroffen und Reynald mit einer solchen Kraft durchzuckt,wie Catrin es noch niemals gesehen hatte.Sie vermochte sich nicht abzuwenden,konnte sich nicht rühren,keinen Laut äussern.Unddas einzige Geräusch auf der Lichtung war das Wüten der Naturgewalten im Mittelpunkt des Altars.Dann gab der Blitzstrahl  Reynald jählings frei,worauf dieser vornüber sackte und von dem Altar stürzte,wie eine Marionette-verworfen von ihrem Schöpfer.
Catrin wandte den Blick von Reynalds verkohltem Körper,dennoch gewahrte sie den Geruch des verbrannten Fleisches.Der Mann,der sie festhielt,rief:>>Es ist ein omen,ein böses Omen!<<,und floh,genau wie die anderen Druiden auf der Lichtung,die schreiend das Weite suchten.Innerhalb von Secunden blieben sie,Evan und seine Begleiter allein zurück.Evan eilte an ihre Seite und schloss sie erleichtert aufseufzend in seine Arme.Sie verbarg ihr Gesicht an seiner  Brust,ihr Herz raste,Tränen rollten über ihre Wangen.>>Oh Evan,o mein Gott Evan.....<<
>>Bist du wohlauf?<<,flüsterte er,sie innig an seine Brust schmiegend.>>Hat dieser Unhold dich verletzt oder berührt oder....<<
>>Nein.....nein.....obwohl er mich heiraten und zu seiner Gefangenen machen wollte....du hast selber gehört,was er.....>>Schluchzend brach sie ab.Er streichelte ihren Rücken und flüsterte tröstende Worte.>>Jetzt bist du in Sicherheit,mein Schatz.Bei mir bist du ganz sicher aufgehoben.Er kann dir nichts mehr anhaben.>> Sie erstarrte.>>Ist er tot?<<,fragte sie,obgleich es nicht anders sein konnte.Niemand überlebte einen solchen Blitzschlag. >>Ich bin mir ganz sicher.>>Er verbarg sein Gesicht in ihrem Haar.>>Hast du den Kelch gesehen,Catrin,bevor der Blitz einschlug?<< >>Ja.<< Sie sah zu ihm auf,sich dessen gewärtig,dass ihre Miene das gleiche Entsetzen spiegeln musste wie die seine.>>Was hat ihn zum Glühen gebracht,Evan?<< Er schüttelte den Kopf,sein Blick entrückt.>>Ich weiss es nicht mein Schatz.Ich weiss es wirklich nicht.<<
>>Ach du meine Güte!<<,ereiferte sich jemand hinter ihr,und als Catrin sich umdrehte,stand Huw über den Altar gebeugt.>>Seht euch das an! Der Stein ist in zwei Hälften gespalten!<<
Am ganzen Körper zitternd verbarg Catrin abermals ihr Gesicht an seiner Brust,vermochte sie den Anblick des gespaltenen Altars doch nicht zu ertragen.Nie würde sie den Ausdruck auf Reynalds Gesicht vergessen,als der Blitz ihn getroffen hatte.....eine Mischung aus Entsetzen,Unglauben und Schrecken.Keiner verdiente einen solchen tod,nicht einmal ein Bastard wie er.Und dich....und doch passte es irgendwie ins Bild.Er hatte Kraft gewollt...und sie bekommen,mehr Kraft als ein Mensch je aushalten konnte.Vielleicht gab es Dinge,die Menschen nicht erstreben oder wissen oder verkörpern sollten.
>>Was ist mit dem Kelch?<< Evan wandte sich an Huw.>>Was ist damit geschehen?<<
Catrin erstarrte.der Kelsch.Ja was war mit dem Kelsch geschehen?
Rhys antwortete ihnen mit leiser,ehrfürchtiger Stimme.>>Kommt und seht euch das an.Ihr werdet es nicht glauben.<<Als Evan sich von ihr lösen wollte,schüttelte sie den Kopf und begleitete ihn.Das alles hatte seltsames Erbe aus der Vergangenheit bewirkt,und sie wollte wissen,was daraus geworden war.Beide hielten Abstand von dem Altar,wo Bos neben Reynalds schlaffem Körper kniete und ihn auf irgendein Lebenszeichen untersuchte.Als sie an Rhys' Seite traten,versuchte Catrin,nicht zu dem Altar und dem schwarzen Spalt in dessen Mitte zu spähen.Doch als sie am Rand des steinernen Monuments den Kelch bemerkte-oder das,was von ihm übrig geblieben was-nahm es ihr den Atem.Der Blitz hatte Metall zu einem unförmigen klumpen zusammengeschmolzen.Wo das Bild des Raben gewesen war,war nur noch die unebene Oberfläche aus geschwärzter Bronze.Die andere Seite indes-das Abbild der Jungfrau und des Kriegers-war unversehrt.Wie in Trance steckte Catrin die Hand aus,um ihn zu berühren,doch Evan hielt sie fest.>>Nein.Er ist immer noch heiss und du wirst dich verbrennen.<<
Sie starrte auf das verformte Metall und flüsterte dann:>>Ich nehme nicht an,das jetzt noch jemand daraus trinken kann.<< >>Nein mein Schatz,das glaube ich auch nicht<<,murmelte Evan.>>Ich denke,jemand sollte den Gendarmen benachrichtigen<<,meldete Huw sich zu Wort.>>Ich werde mich darum kümmern.<< Er drehte sich um und schritt von der Lichtung.Rhys murmelte:>>Ich werde sicherstellen,dass keiner dieser Ganoven in den Wäldern herumlungert,auch wenn mich das überraschte.Sie waren zu Tode erschrocken.ich nicht minder.>>mit diesen Worten verschwand er.
>>Mit Euer Erlaubnis,Madam<<,räumte Bos ein,>>werde ich zum Haus zurückreiten und die Dienerschaft von den Vorfällen in Kenntnis setzen.Sie sind zweifellos alle ausser sich vor Sorge.<<
Catrin nickte,dann beobachtete sie,wie Bos sie ebenfalls verliess,sodass nur sie und Evan zurückblieben.
Evan umschlang ihre Taille und führte sie von dem Altar weg und über die Lichtung.Der Sturm schien sich auf wundersame Weise gelegt zu haben.Es war,als hätte Reynald ein Chaos der Naturgewalten hervorgerufen,das sich mit dem Augenblick seines Ablebens wieder beruhigt hatte.Jetzt brachen die ersten Strahlen der Morgensonne durch die Wolken,spiegelten sich in den Zweigen,hüllten die altehrwürdigen Eichen in goldenes,glutrotes und lavendelfarbenes Licht...ein wahres Fest der Farben.
Catrin verharrte inmitten der Lichtung und blickte zum Himmel,versunken in ihre Gedanken,was geschehen war und wie viel Leid Reynald bewirkt hatte.Und doch ging die Natur darüber hinweg,als wäre es nur ein winziger Makel im Angesicht der Ewigkeit.
>>Ich denke,du sollst es wissen,Evan.Reynald hat deinen Freund justin getötet.Er.....er hat durch David von dem Kelch erfahren,und seitdem war er davon besessen,ihn zu besitzen....und mich ebenfalls.<<
>>Ja ich weiss.<<Evan umschlang sie fester.>>Er hat auch David umgebracht.<<
Sie schauderte.>>Reynald hat es mir eingestanden.<<
eine Träne rollte über ihre Wange.>>So viele Männer mussten im meiner Familie sterben.<<
Evan sog geräuschvoll den Atem ein.>>Catrin,ich habe nicht daran geglaubt....an Magie oder dergleichen.Aber ich hatte auch noch nie etwas Vergleichbares gesehen.Noch nie in meinem ganzen Leben!<<Und was machen wir jetzt?Was soll mit uns werden?<<
Er trat hinter sie und schlang seinen arm um ihre mitte.>>Wir werden heiraten und Kinder haben und uns für den Rest unseres Lebens lieben.Das werden wir machen.<<
Er liebkoste ihr Haar,er küsste ihr Ohr.>> Ich mag kein sonderlicher Retter sein,und dein Haar reicht dir vielleicht nicht bis zu den Zehenspitzen,dennoch verkörpern wir dieses Paar.<<
das ergab einen Sinn.Gleichwohl hatte sie so lange in Angst vor dem Fluch gelebt,dass sie ein unangenehmes Gefühl beschlich,ohne den Kelch zu heiraten und Evans Leben aufs Spiel zu setzen.>>Aber was ist wenn....<< >>Catrin<,murmelte er und wandte ihr Gesicht zu ihm.>>Ich liebe dich.Ich will dich heiraten.Und du mich.Setze einmal in deinem Leben alles auf eine Karte!Halte das Glück mit beiden Händen fest und sag:-zur Hölle mit der Angst.Ich will Leben und ich will es mit Evan tun.-<<
Sanft lächelnd hob er ihr Kinn mit einer Fingerspitze an.>>Wenn du es nicht sagst,mein Schatz,so schwöre ich,werde ich dich in deinen Träumen verfolgen,bis du eines Tages in deinem riesigen Haus einsam sterben und nach mir rufen wirst.Und dann werde ich mich neben dich betten und meinen letzten Atemzug tun,denn ein Leben ohne dich ist kein Leben.<<
Sie blickte in das Gesicht des Mannes,den sie mehr liebte als die Luft zum Atem-er war der einzige,für den sie alles riskiert hätte.Der Gedanke,ihn aus einer Laune des Schicksals heraus verlieren zu können,bestürzte sie tief,ihm aufgrund ihrer eigenen Ängste indes entsagen zu wollen,war entsetzlich.Er hatte Recht.Selbst drei Jahre mit dem geliebten Menschen waren besser als gar nichts.Und ohne ihn wäre ihr Dasein wie ein schleichender Tod.
>>Willst du es wagen,mein Schatz?<< flüsterte er.>>Willst du meine Frau werden?<<
Blieb ihr noch noch eine Wahl? schoss es ihr durch den Kopf.Lächelnd schlang sie ihre Arme um seinen Nacken,erfüllt von Liebe und Zärtlichkeit.>>Ja,mein Schatz.Oh,gewiss.Für immer und ewig.<<
Und der süsse.sehnsüchtige Kuss,den er ihr darauf schenkte,war das schönste Versprechen für das unendliche Glück,das sie sich nur wünschen konnte.-das allerschönste-

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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