Pascal Kreuzberger

Gedanken und Fragen

Warum schreibe ich das hier?

Nun ich schreibe manchmal wenn es mir schlecht geht. Ich versuche mir die Dinge über die ich nachdenke von der Seele zu schreiben, damit ich sie aus meinem Kopf herausbekomme.

Manchmal funktioniert das, meistens jedoch nicht.

Ich habe heute mein bisheriges Leben im Klo runtergespült. Dort reingelegt haben es andere für mich, ich musste nur noch die Spülung ziehen. Aber das ist im Einzelnen nicht von Interesse.

Vielleicht willst du lieber Leser, erst einmal  wissen wer ich überhaupt bin.

Ich muss dir sagen das ist eine gute Frage. Ich kann sie dir leider nicht wirklich beantworten.

Wer weiß schon wirklich wer er ist? Wozu er gut ist, was er tun sollte?

Ich denke viele von uns verbringen ihr ganzes Leben mit der Suche nach einer Antwort auf diese Fragen.

Was ist mit dir? Hast du deine Antwort  schon gefunden? Wenn ja dann gratuliere ich dir.

Ich habe die Menschen die das geschafft haben immer bewundert. Denn von den vielen Aufgaben die das Leben an uns stellt ist diese vielleicht die schwierigste.

Falls du jetzt immer noch weiter liest denkst du dir wahrscheinlich grade dass ich wohl grade eine ziemlich melancholische Phase habe und deshalb so ein Zeug schreibe.

Nun damit hast du nur teilweise Recht.

Ich denke immer dann wenn wir etwas schlechtes Erleben bringt uns das zum Nachdenken. Über viele Dinge. Viele Fragen.

Aber sind diese Dinge nicht immer in uns und unser ständiger Begleiter?

Ich denke das sind sie, doch wir denken nicht immer über sie nach. Vielleicht weil wir keine Zeit haben, vielleicht weil wir eigentlich gar nicht über sie nachdenken wollen.

Ich frage mich wenn wir beide, du und ich lieber Leser, uns kennen würden, wie würden wir wohl zu einander stehen? Wären wir Freunde? Feinde? Oder wären wir uns einfach gleichgültig? So halten wir es doch mit den meisten nicht wahr?

Wir tun so als ob wir uns für sie interessieren, für ihre Probleme, für die Dinge die sie bewegen.

Aber in Wahrheit sind wir uns doch meistens selbst der Nächste.

Ist das gut?

Sicher nicht, aber wahrscheinlich ist es normal. Vielleicht ein Schutzmechanismus, denn wir können uns einfach nicht jeden Schuh anziehen.

Oder doch?

Ich habe mir viele Schuhe angezogen. Habe viele Menschen ihren Müll bei mir abladen lassen. Und jetzt wo ich meinen eigenen Müll habe, lade ich ihn bei dir ab lieber Leser.

Du denkst jetzt vielleicht das ich scheinbar keine Freunde habe bei denen ich das machen könnte.

Und wieder hast du nur teilweise Recht.

Freunde, so wie das Wort im allgemeinen definiert wird, habe ich viele.

Aber da du noch immer weiter liest gehörst du vielleicht zu den Menschen die das Gefühl kennen viele andere um sich zu haben und trotzdem alleine zu sein.

Kennst du auch das Gefühl weinen zu wollen und es nicht zu können?

Nicht deshalb weil es dir peinlich sein müsste, nicht deshalb weil du fürchtest damit Schwäche zu zeigen, sondern es einfach nicht zu können.

Wie gehst du mit deinem Kummer um wenn dich deine Tränen nicht befreien können?

Ertränkst du ihn in Alkohol? Räucherst du ihn mit Zigaretten aus? Frisst du ihn in dich hinein und versuchst ihn zu vergessen? Oder schreist du ihn hinaus in die Welt?

Hast du Träume lieber Leser? Hast du dir schon einmal gewünscht aus deinem Gefängnis auszubrechen? Dem Gefängnis das du dir vielleicht selbst gebaut hast?

Das Leben bietet uns viele Chancen, viele Möglichkeiten.

Doch wer hat den Mut sie wahrzunehmen? Wer hat den Mut dem Leben wirklich einen Sinn zu geben bevor es vorbei ist?

Oder hast du schon aufgehört zu träumen? Hast du aufgehört dir Fragen zu stellen auf die es scheinbar keine Antworten gibt?

Wenn ja dann hast du vielleicht den einzig vernünftigen Weg gewählt.

Vielleicht auch nicht?

Beginnt der Tod schon mit der Geburt? Oder beginnt das Leben mit dem Tod?

Zumindest auf diese Frage werden wir wohl eines Tages alle die Antwort finden.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.06.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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